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Rabu, 03 April 2013

Vegan in Paris (und in Disneyland!)

Nach unseren schönen Geburtstagsfeierlichkeiten sind M und ich in den Urlaub gefahren. Wer bei Urlaub an Ausschlafen, Entspannung und Gemütlichkeit denkt, dessen Ferien sehen wohl sehr anders aus als unsere - bei M und mir gibt es nur frühes Aufstehen, lange Märsche, viele Fotos und fast militärisch organisierten Drill. Das hört sich schlimm an, aber wir genießen unsere kostbaren Urlaubstage sehr und wollen sie mit möglichst vielen wunderbaren Erinnerungen auffüllen, und die gibt es beim Herumsitzen meistens nicht. Dieser Urlaub stand also unter dem gleichen Motto und führte uns in die Stadt der Liebe, Paris. Während Paris zwar die Traumdestination für Verliebte und Gourmets aus aller Welt ist, liebt Paris VeganerInnen im Gegensatz zu anderen großen Städten wie München, Berlin oder London nicht gleichermaßen zurück und wirft dafür mit Gänseleber und lebenden Hummern um sich. Aber natürlich gibt es selbst in Paris einige Anlaufstellen, an denen man es sich vegan schmecken lassen kann.

Mhmmm... Falafel Pita mit Hummus, vielen Toppings, dazu wunderbar fettige Pommes.

Einen kurzen Spaziergang von Notre Dame entfernt in der Rue Saint-André des Arts gibt es eine Filiale von Maoz Falafel, die mir auch schon in London begegnet ist. Hier gibt es - wie der Name bereits sagt - Falafel, mit allem, was Herz begehrt. Ich empfehle die Falafel Pita mit Hummus, dazu bekommt man eine ganze Salatbar, bei dem man das Pita nach Herzenslust (und gerne mehr als einmal) belegen darf. Die Falafel und der Großteil der Auswahl an der Salatbar (bis auf einige auffällige Ausnahmen wie Joghurtdressing und cremige Salate) sind vegan - yum!

 Gentle Gourmet Café von innen

Wen es nach etwas schickerem Ambiente gelüstet, der ist im veganen Restaurant Gentle Gourmet Café nahe der Bastille sehr gut aufgehoben. Hier gibt es vegane Klassiker wie Burger, Pasta, und  Sandwiches in feinen Variationen. M entschied sich für den Smokey Burger mit Pommes Frites und Salat, der reichlich belegt war und mit seinem rauchigen Aroma wunderbar herzhaft schmeckte. Ich suchte mir den Nussbraten mit Artischocken-Kartoffelpüree, glasierten Karotten, Kohlsprossen und Pilz-Sauce aus - das Püree war nicht von dieser Welt und ich würde mir gerne eine Badewanne damit befüllen, der Nussbraten in Verbindung mit der Sauce herrlich deftig. Als Nachtisch bestellte M die Orangen Creme Brulee - ein Gedicht - und ich den mit veganer Schlagsahne gefüllten und mit Karamell beträufelten Crepes. Alles in allem war das Essen ein Hit, obwohl ich nun im Nachhinein wohl auch M's Auswahl zurückgreifen würde - das Gentle Gourmet Café ist auf alle Fälle einen Besuch wert!
 Nussbraten mit Sauce, Püree, Karotten und geschredderten Kohlsprossen

 Smokey Burger mit Pommes Frites

 Orangen Creme Brulee

Crepes mit Schlagsahne und Karamell

Den Großteil der Zeit verbrachten M und ich aber in Disneyland Paris. Ja, wirklich - ich habe eine Leidenschaft für die Disneyparks (wie treue Leser und Leserinnen auch schon hier erkennen konnten), und M und ich verbrachten auch schon zwei Wochen am Stück in Walt Disney World in Florida. Nein, man muss diese Leidenschaft nicht verstehen - während mir klar ist, dass Disney sicher nichts für jeden ist, gibt es für mich nichts Schöneres als durch die Parks zu wandern, mit den Attraktionen zu fahren und die Atmosphäre zu genießen. Und ja, Disney steht für Konsum, Kommerz und gigantische Urlaubsdestinationen - für mich aber eben auch für Kindheitserinnerungen, Detailverliebtheit und den perfekten Weg, meinen Kopf freizuräumen.

 Vegane Ausbeute im Hakuna Matata-Restaurant

Wie so oft in Paris lässt aber auch das Essen - ganz anders als in den amerikanischen Parks - in Disneyland Paris für VeganerInnen etwas zu wünschen übrig. Falls ihr vegan lebt und Disneyland besucht, solltet ihr nicht zu große Erwartungen haben. Oft sind Extrawünsche aufgrund der Sprachbarriere und des vorbereiteten Essens einfach nicht drinnen: Das höchste der Gefühle sind in den Schnellimbiss-Restaurants meistens Pommes Frites, Salate, oder Nudeln mit Tomatensauce. Aber man findet auch als vegan lebende Mickey Mouse, äh, Person, etwas, und für ein paar Tage kann mich auch weniger exquisites Essen mit genug Energie versorgen, um mich fit für die Achterbahnen zu halten.

 Veggie Sandwich von außen...

 ... und von innen, gepimpt mit etwas Senf.

Im Disney Village, am Eingang der Parks, gibt es einen Starbucks für die tägliche Dosis Koffein in Form eines Soja Lattes. Außerdem hat ein Earl of Sandwich im Disney Village Einzug gehalten, der - richtig geraten - Sandwiches serviert. Das Veggie Sandwich ohne Käse und mit Balsamico- anstatt mediterranem Dressing ist vegan. Zwar sieht es nicht besonders spektakulär aus, aber das Brot ist knusprig, das Gemüse geröstet und insgesamt schmeckt es wesentlich besser als beim Konkurrenten Subway - besonders wenn der Tag lang und der Bauch leer ist.

Baguette mit Soja-Steak von Sojasun (selbst mitgebracht), dazu Pommes und Salat - gar nicht so schlecht!

Flan mit Karamellsauce von Sojasun, selbst in den Park geschummelt, dazu Mickey's Kaffee mit schöner Crema

Gelegentlich schmuggelte ich auch Essen in den Park, wie die leckeren veganen Sojasun-Burger, ein selbst belegtes Sandwich, Joghurt oder Flan mit Karamell-Sauce der Marke Sojasun (nahe Disneyland gibt es einen großen Supermarkt, Auchan, der nur eine Schnellbahnhaltestelle entfernt ist). 

Sojasun-Burger goes Disneyland Park - er schmeckt auch kalt!

Der einzige Geheimtipp ist das Agrabah-Cafe im Adventureland, das orientalisch-inspirierte Küche anbietet und das vegane Herz mit geröstetem Gemüse und Kartoffeln, Hummus, herzhaften Salaten wie Tabbouleh und jeder Menge Kichererbsen in einfach wunderschönem Ambiente erfreut. 

Willkommen in Agrabah: Kichererbsen, Salate, geröstete Kartoffeln, Unmengen Tabbouleh...

 ... und noch mehr davon, inklusive leckerem Hummus - Aladdin würde es gefallen!

Als Nachtisch etwas frischer Obstsalat und Orangensalat mit Zimt, dazu furchtbar süßer Minztee.

Und während mir gerade noch die Füße wehtun, möchte ich am liebsten schon wieder die nächste Reise buchen, oder zumindest von einer träumen. Seid ihr schon in Paris gewesen - und wo geht euer nächster Urlaub hin?

Minggu, 10 Maret 2013

Alltagsgeschichten

Nein, heute geht es nicht um etwas eigenartige Menschen, die seltsame Statements vor der Kamera loslassen. Heute möchte ich euch die Dinge zeigen, die sonst thematisch nie in die Artikel passen, die es aber trotzdem wert sind, sie hier am Blog zu erwähnen. Bereit? Los geht's mit dem bunten veganen Durcheinander.


Ich war diese Woche beruflich in Berlin, was für mich eine direkte Auffordeung war, mir meinen veganen Bauch vollzuschlagen. Eingekehrt bin ich im Dolores auf einen Burrito - in Salzburg bekommt man leider, leider nirgendwo anständige Burritos - und eine Erdbeerlimonade.


Außerdem musste ich natürlich dem Veganz, dem veganen Supermarkt in Berlin, einen Besuch abstatten. Nach einem Mittagessen im dazugehörenden Bistro, bestehend aus einem Bagel mit herzhafter erdnussiger Sauce und Tofu und der weltbesten Peanut-Butter-Chocolate-Torte ging die Shopping-Tour los. Kinder, nehmt entweder einen abgezählten Betrag Bargeld mit, oder gewinnt vorher im Lotto, denn der Kaufrausch wird euch sicher einholen - im Veganz gibt es nämlich lauter leckere Sachen, die man zwar nicht unbedingt braucht, aber doch sehr gerne kauft. Natürlich habe ich komplett übertrieben, und die Bikini-Figur für diesen Sommer kann ich wohl abschreiben - aber Mäßigung war ohnehin noch nie meine Stärke. 

Meine (ve)ganze Ausbeute: Würste von Tofurky, Soy Jerky, Daiya Vegan Cheese, vegane Schokoriegel, Kokosmilch, und vegane Käsesauce für Nachos.


Meine Schwiegermutter-in-spe entdeckt mehr und mehr die vegane Küche. Und sie macht die beste vegane Bolognese-Sauce. Nimm das, Sojagranulat, denn geschroteter Grünkern macht in dieser tollen Sauce den Geschmack aus - wer hätte das gedacht? Der gute alte Grünkern wird in dieser Pasta zum Star und lässt einen fast aus den Gesundheitslatschen kippen. Nur verständlich, dass unter M's Geschwistern Gerangel um die sorgfältig portionierten Vorräte an Grünkern-Bolognese herrscht.


Ich koche und backe übrigens auch noch selbst - hier beispielsweise mein Sunday-Breakfast-Burrito, gefüllt mit Kartoffelpfanne mit Tofu, Guacamole, Rucola und etwas veganem Käse. Und wer genau hinschaut, erkennt meine extra-stylishe Pyjamahose mit Schneemännern.


Gelegentlich mögen M und ich eine Jausenplatte zu einer guten Flasche Wein, die üblicherweise aus veganem Käse, veganer Wurst und frischem Baguette besteht. Yum.


Gebacken wird natürlich auch noch: Soft Cake Kuchen in Cupcake-Form. Das Rezept gibt es bald hier am Blog!

Minggu, 27 Januari 2013

Vegan in Salzburg

Eine Leserin wünschte sich zu Weihnachten einen veganen Guide für Salzburg. Da ihr, geschätzte Leser und Leserinnen, meinen Blog erst zu einem Blog macht (sonst wäre es mein Tagebuch), ist mir euer Wunsch Befehl - und es ist wirklich mal Zeit, über meine Stadt zu schreiben. Alle genannten Etablissements bieten natürlich auch mehrere vegetarische Optionen an, ich schreibe hier aber nur über die veganen, weil ich die selbst gegessen habe.

Vegetarische Cafés und Restaurants

 
Veganer Schokoladenkuchen im Heart of Joy

Heart of Joy
Dieses Café in der Franz-Josef-Straße bietet neben kleineren Speisen wie veganen Baguettes, Toasts und Salaten auch ein wechselndes Mittagsmenü, das meistens indisch inspiriert ist - der Dhal mit Reis und Salat ist wirklich sehr gut. Eigentlich gehe ich aber zum Kuchenessen hin, denn hier hat man die Auswahl zwischen zwei bis vier leckeren vegane Kuchensorten, zu denen man auch veganen Schlagobers essen und Sojamilch-Kaffee schlürfen kann. Im Sommer, wenn das Heart of Joy zum lauschigen Straßencafé wird, werden Eisbecher serviert, auch hier lohnt sich das Nachfragen nach einer veganen Option. Ebenso wird ein veganes Frühstück wird angeboten. Hier findet auch jeden ersten Freitag im Monat der vegetarische Stammtisch statt, zu dem Neuankömmlinge herzlich willkommen sind.

Spicy Spices
Dieses kleine Restaurant in der Wolf-Dietrich-Straße (nahe Linzergasse) bietet indische Speisen an - Samosas, Curries, Reis und gefüllte Brote (kleiner Tipp: die Speisekarte ist oft nur Zierde, darum am besten das Tagesangebot bestellen, und am besten nicht zu spät hinkommen!). Mir persönlich ist das Spicy oft etwas zu verplant, aber wem der Sinn der nach indischer und biologischer Küche steht, der ist dort gut aufgehoben. Die meisten Speisen sind hier vegan.

Restaurants mit veganem Angebot

Raffinierte gefüllte Zucchini auf Fenchelgemüse

Vitalbistro Leichtsinn
Einer meiner persönlichen Lieblinge: Das Vitalbistro Leichtsinn beim Kieselhaus. Hier gibt es standardmäßig vegane Gerichte wie Suppe, Curry oder asiatisches Gemüse, auf Nachfrage und je nach Geschäftigkeit zaubern der nette Chef und seine Crew auch noch mehr vegane Gustostückerl auf den Tisch. Das Salat-Buffet sollte man unbedingt probieren, Sojamilch gibt es auch. Leider komme ich aufgrund der Öffnungszeiten viel zu selten hin, das Leichtsinn ist aber mein persönlicher Geheimtipp in Salzburg.

 Indische Schlemmerei

Taj Mahal
Ich liebe indisches Essen, und im Taj Mahal in der Bayerhammerstraße gibt es das beste Chana Masala (Kichererbsen in Tomaten-Curry-Sauce). Da im Taj Mahal nicht mit Ghee gekocht wird, gibt es standardmäßig mehrere vegane Speisen wie Chana Masala, Mix-Sabzee und Sabzee-Jhalfreezi, dazu schmeckt Roti, knuspriges Fladenbrot. Teilweise können auch andere vegetarische Speisen vegan zubereitet werden, hier lohnt sich das Nachfragen, am besten beim freundlichen Chef! 

Da Giacomo
Italiener, die einen veganen Pizza-Teig zubereiten - so wie das italienische Original - gibt es in Salzburg sicher mehrere. Für eine köstliche Pizza mit viel Gemüse, aber ohne Kuhkäse, gehe ich  gerne zu Giacomo in der Nonntaler Hauptstraße, nicht nur wegen des schönen Gastgartens im Sommer. Auch sehr zu empfehlen ist das Bruschetta. Einige Nudelsorten wie Penne sind ohne Ei, beim Bestellen von Nudeln mit Sauce sollte man aber wirklich betonen, dass man keinen Käse möchte, weder in der Sauce noch darüber, denn Giacomo liebt Kuhkäse - Mamma Mia!

Super-Sushi und scharfer Mango-Salat

Tokyo Bay
Ich habe eine große Schwäche: Avocado. Und das Tokyo Bay in der Ignaz-Harrer-Straße bietet unglaubliches Sushi mit Avocado an - Sushi, Maki und leckere Nori-Wraps mit Mango. Wer sich an den köstlichen Röllchen noch nicht sattgegessen hat, der isst scharfen Mango-Salat, Udon-Nudeln mit Tofu und Gemüse, asiatisches Gemüse mit Tofu oder gebratenen Reis (letzteres ohne Ei bestellen). Dummerweise hat das Tokyo Bay einen Lieferservice, denn M und ich sind dadurch sehr faul geworden. Avocado-Sushi bis vor die Tür geliefert ist aber einfach zu gut.

BioBurgerMeister
Mit mittlerweile zwei Locations (Linzergasse und beim Landeskrankenhaus) bietet der BioburgerMeister sagenhafte drei vegane Burger an - mit eingelegtem Tofu, Gemüse, Avocado und veganer Schnittlauch-Sauce, mit Gemüselaibchen, Gemüse und Curry-Sauce oder mit Gemüselaibchen, Gemüse und Hot-Sauce. Dazu gibt es knusprige selbstgemachte Kartoffelchips, und das alles überwiegend in Bio-Qualität!

Indigo
Diese Kette mit gesundem Fastfood bietet Curries, Salate und Sushi an. Die vegetarischen Curries sind vegan (mein Favorit ist das Red-Tofu-Curry), zum Kaffee gibt es Sojamilch und alles gibt es auch To-Go.

Reformhäuser und Bio-Märkte

Basic Bio
Das ist einer der schönsten Bio-Märkte, der mir je untergekommen ist, und das Shopping-Paradies meiner Wahl. Hier in der Alpenstraße gibt es eine große Gemüse- und Obst-Auswahl, pikante vegane Schmankerl, aufschlagbare vegane Sahne und in der Bäckerei ein wirklich gutes veganes Tofuburger-Sandwich.

Denn's
Etwas kleiner als Basic Bio bietet Denn's in der Sterneckstraße trotzdem eine Auswahl an allem, was das vegane Herz begehrt - und teilweise ist das Sortiment doch etwas anders als bei Basic, darum lohnt sich der Vergleich.

Reformhaus Linzergasse
Reformhäuser gibt es einige in Salzburg, ich finde das in der Linzergasse aber besonders schön. Neben der modernen Einrichtung, einer gut sortierten Kühltheke, in der man auch vegane Wurst und veganen Käse bekommt, gibt es auch süße vegane Dinkelherzen und Linzeraugen zum Snacken.

Und sonst?

Ich und Silvia, meine treue Ko-Organisatorin

Vegan Bake Sale am fairkehrten Fest
Letztes Jahr gab es ihn schon, auch heuer soll es ihn wieder geben: Den veganen Bake Sale, organisiert von der Euren. Wer schon immer vegane Kuchen für einen guten Zweck schlemmen wollte, der ist hier genau richtig. Mehr Details gibt es bis dahin ganz bestimmt auf der Facebook-Seite von Totally Veg!. Das fairkehrte Fest ist nicht nur eine tolle Aktion mit vielen interessanten Ständen, meistens gibt es auch veganen Döner - eine schöne Abwechslung zu den veganen süßen Sünden.

Letztes Jahr war diese vegane Messe schon ein Erfolg, heuer zieht sie in eine größere Location, ins Messezentrum Salzurg. Hier gibt es am 16. und 17. März 2013 alles rund um den veganen Lebensstil mit zahlreichen Shopping-Möglichkeiten. Es wird gemunkelt, dass ich dort Tipps zum veganen Backen weitergeben werde...

Habt ihr weitere Tipps für Salzburg? Und wo geht ihr in eurer Stadt besonders gerne hin?

Minggu, 20 Januari 2013

Besuch auf Gut Aiderbichl

Wer am Heiligen Abend auch nur annähernd in Betracht zieht, den Fernseher einzuschalten, dem ist "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" vermutlich ein Begriff - eine kitschig-sülzige Sendung mit einer Menge Tierbabies, großen Kulleraugen, feuchten Hundenasen und noch mehr volkstümlichen Berühmtheiten. Mäh.

  Mini-Pferd und Pferd

  Am Hof

 
 Winterwunderland

Gut Aiderbichl Henndorf, ein großer Gnadenhof für gerettete Tiere, liegt praktisch ums Eck. Und trotzdem war ich in meiner veganen Karriere noch nie dort. Das hatte bisher auch einen Grund - vor einigen Jahren habe ich Gut Aiderbichl schon einmal besucht. Als Fleischesserin. Und während ich Ziegen den Bauch kraulte, Kühe respektvoll aus der Ferne beobachtete und Schweine streichelte, wurden neben mir am Weihnachtsmarkt Bratwürste verkauft - und ich meine nicht die aus Seitan. Selbst als Fleischesserin kam mir das eigenartig vor, und die Tierliebe seltsam beschränkt auf das, was sich vor unserer Nase als möglichst kuschelig präsentiert - das war für mich weder glaubwürdig noch ernstzunehmend (Natürlich waren mir diese unbehaglichen Gefühlen keine Lektion, und es sollte noch einige Jahre dauern, bis ich zur Vegetarierin wurde - ich war unbelehrbar.)

 Kuh-Spielplatz

 Streicheleinheiten für die zutrauliche Ziege

 Baby-Ziegen testen ihre Hörnchen aus

Als Veganerin blieben die Eindrücke von Gut Aiderbichl, und das tote Fleisch neben den lebendigen Attraktionen wurde für mich noch unverzeihlicher. Schließlich erfuhr ich aber, dass man auf Gut Aiderbichl doch Einsicht gefunden hatte, und auf eine rein vegetarische Küche umgestellt hatte. Da ich doch eine vielbeschäftige Person bin (immerhin verschlingt Kuchen essen einen Großteil meiner Zeit), schafften M und ich erst vor kurzem einen Ausflug nach Aiderbichl zu unternehmen  - Kinder, wie die Zeit vergeht.

Einem Züchter, der mit seinem Jagd-Produkt Mitleid hatte, verdankt dieser Hirsch sein Leben.

Das Fohlen dieser Stute ist blind - die Züchterin verkaufte beide an Gut Aiderbichl und nicht an den Metzger.

Garfield kam vom Zirkus nach Aiderbichl - und zeigte seine "artgerechten" Tricks nie wieder vor.

Ich wusste dort nicht recht, was ich erwarten sollte. Ich schwor mir, am Absatz umzudrehen, falls mir irgendjemand eine Bratwurst anbieten sollte. Oder Tiere wie Zirkusattraktionen vorgeführt würden. Oder ich mich wie im Zoo fühlen würde, mit angestarrten Kreaturen, die dort nicht hingehören. Was mich auf Aiderbichl empfing, war aber ganz anders: Sensible Information, die über Massentierhaltung aufklärt - und auch die Milchproduktion nicht beschönigt. Ausstellungsstücke, die belegen, wie grausam Tierfabriken mit ihren Insassen umgehen. Freilaufende Esel, die einen Narren an M gefressen haben. Ziegen, die gerne eine Streicheleinheit in Anspruch nehmen. Schweine, die so selig im Heu schlafen, dass man sich selbst gleich dazulegen möchte. Ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier. Ein phänomenales Soja-Schnitzel. Und Mitarbeiter, die mit mir ein Pläuschen über ihr leidenschaftliches vegetarisches Dasein hielten.

 Die wohl riesigste Werbung für Soja-Schnitzel.

Yum.

Das ist die Realität von konventionellem Schnitzel.


Tatsächlich hat Gut Aiderbichl auf die Einwände reagiert, und bietet nun rein vegetarische und vegane Gerichte an. Als wir zu Besuch waren, gab es etwa vier bis fünf als vegan ausgewiesene Speisen, und der freundliche Koch hätte uns wohl auch noch mehr zubereitet. Aber ganz ehrlich: Das Soja-Schnitzel ist die Reise wert - ganz so, wie es sich gehört. 

 Eine "ausgediente" Milchkuh, die sich trotzdem ihres Lebens erfreut.

 Die Eselchen ziehen in Ruhe vorbei.

Schweine wissen, wie man richtig relaxed.

Natürlich hätte ich noch einige Verbesserungsvorschläge für Gut Aiderbichl. Etwa eine rein vegane Küche, die noch konsistenter mit den Grundsätzen wäre. Oder, etwas weniger ernstgemeint: Keine super-hässlichen Geschenke im Shop und bitte auch keine Volksmusik-Stars. Aber die Tatsache, dass sie Veränderung angenommen haben, ist für mich ein gutes Zeichen - da geht sicher noch mehr. Bis dahin ist mit einer Touristen-Attraktion, die auch Omi und Opi kennen, und die mit dem Finger auf Massentierhaltung zeigt, auch schon ein echtes Stück geschafft. Und die zahllosen geretteten Tiere erzählen ihre ganz eigenen Geschichten von einer grausamen Industrie ohne Herz oder Verstand - Geschichten, die berühren, und die dort zum Angreifen nahe sind. Massentierhaltung, die durch jedes einzelne Tier auf Aiderbichl nun nicht mehr industrialisert und abstrakt ist, sondern ein Gesicht und Fell oder Federn hat. Und die einen hautnah erleben lässt, dass alle Tiere einfach nur leben möchten.

Minggu, 16 Desember 2012

Vorweihnachtliche Schlemmerei in München

M und ich nutzten ein Wochenende in der Vorweihnachtszeit, um mit lieben Freunden zwei Tage in München zu verbringen. München ist natürlich nicht gerade eine Weltreise von Salzburg entfernt, aber es fühlt sich trotzdem immer ein wenig wie eine andere Welt an - nicht zuletzt aufgrund des großen veganen Angebots. Mir gefällt besonders, dass man dafür nicht in irgendwelche entlegenen Vierteln fahren muss, sondern sich auch im Zentrum (sprich: bei den touristischen Highlights, wo M und ich uns gerne rumtreiben) sehr bequem den Winterspeck auffüllen kann.

 

Ein großer Schritt ist ein veganer Stand in der Schrannenhalle, die sich hinter dem Viktualienmarkt befindet. Das Boonian hat hier erst vor kurzem Einzug gehalten, und behauptet sich nun mit pflanzlichen Köstlichkeiten.


Neben Aufstrichen und Delikatess-Salaten, die man in schicken Gläsern auch mit Hause nehmen kann, findet man eine große Auswahl an veganen Gusto-Stücken: Vegane Weine und Sekt, Schokoladen und Pralinen können hier erstanden werden.


Zusätzlich kann man natürlich auch dort am Stand essen und trinken, zur Auswahl stehen neben (auch grünen) Smoothies, Limonaden, Kaffee und heißer Schokolade verschiedene Aufstriche, Sandwiches und wechselnde Tagesgerichte - und genau diese pikanten Details finde ich wunderbar, wenn man nach einem Spaziergang gerne einen Bissen zu sich nehmen möchte.
M entschied sich für das Sandwich, das mit pflanzlichem Fleisch gefüllt war - die Stücke davon waren ihm etwas zu groß, aber alles in allem war es ein sehr ordentliches Sandwich.


Ich wählte die Soja-Medaillons in BBQ Sauce, dazu gab es Reis und Quinoa-Salat. Für mich eine sehr gute Wahl, obwohl die BBQ-Sauce wirklich höllenscharf war - aber das nette Personal beim Boonian nahm dieses Feedback gerne entgegen, was ich sehr professionell fand. Natürlich mussten auch noch ein paar Nougat-Pralinen mit, die wirklich ausgezeichnet waren - so ausgezeichnet, dass es gar kein Foto von ihnen gibt, weil sie zu schnell gegessen wurden.
Insgesamt ist das Boonian eine große Bereicherung der Schrannenhalle, das dort nicht nur mit einer gesunden Auswahl, sondern auch mit einem coolen Design besticht. 


Abends war der Hunger trotzdem wieder groß, und M und ich kehrten in das Max Pett ein. Wer den Blog hier regelmäßig liest, der weiß, dass wir dort sehr gerne essen, und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht: Die Käsespätzle offenbarten mir eine neue Welt. Und das meine ich ernst. Ich würde sie wieder, und wieder, und immer wieder bestellen, und wenn ihr sie auf der Karte seht, solltet ihr das auch tun. M hatte den Döner-Teller, aber das ist bei ihm nun wirklich nichts Neues.


Am nächsten Tag ließen wir das für vegane Menschen eher sehr uninteressante Frühstück in unserem Hotel hinter uns, und gönnten uns etwas ganz Besonderes: Das Frühstücksbuffet im Hotel Louis (direkt am Viktualienmarkt). In diesem sehr chicen Hotel birgt das Frühstück eine ganz besondere Überraschung: Eine eigene vegane Sektion am Buffet. Und damit meine ich nicht den Obstkorb, sondern die Hälfte des Buffets, auf dem sich vegane Häppchen und Köstlichkeiten überschlagen.
Oben seht ihr Mini-Weckerl, das allerbeste Avocadomousse, von dem ich etwa fünfzehn Portionen gegessen habe, eine Art Gemüse-Quiche mit Safran, Couscoussalat, gegrillte Ananas, Miso-Suppe und ein veganes Mango-Lassi.


Mehr Avocado-Creme (ich sage ja, ich habe hier ordentlich zugeschlagen), mehr Couscous-Salat, etwas Rohkost, gegrillte Ananas, Schokoladenkuchen, Couscous-Häppchen. Da das Hotel wirklich sehr schön ist, habe ich nicht bei jedem Teller die Kamera herausgeholt, und die Auswahl war daher weit größer, als ihr sie hier seht: Es gab auch noch Spinat in appetitlichen Paketen, Grießbrei, ein fantastisches Nougat-Mousse, Kichererbsen-Aufstrich, Kichererbsen-Salat, Tofu-Aufstrich und gefühlte hundert Dinge mehr, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann. Dazu gab es sehr guten Kaffee, der natürlich auch mit Sojamilch erhältlich ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer kann, geht ins Hotel Louis zum Frühstück und staunt. Und nimmt am besten noch Freunde mit, denen es genauso gut gefällt.