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Rabu, 03 April 2013

Vegan in Paris (und in Disneyland!)

Nach unseren schönen Geburtstagsfeierlichkeiten sind M und ich in den Urlaub gefahren. Wer bei Urlaub an Ausschlafen, Entspannung und Gemütlichkeit denkt, dessen Ferien sehen wohl sehr anders aus als unsere - bei M und mir gibt es nur frühes Aufstehen, lange Märsche, viele Fotos und fast militärisch organisierten Drill. Das hört sich schlimm an, aber wir genießen unsere kostbaren Urlaubstage sehr und wollen sie mit möglichst vielen wunderbaren Erinnerungen auffüllen, und die gibt es beim Herumsitzen meistens nicht. Dieser Urlaub stand also unter dem gleichen Motto und führte uns in die Stadt der Liebe, Paris. Während Paris zwar die Traumdestination für Verliebte und Gourmets aus aller Welt ist, liebt Paris VeganerInnen im Gegensatz zu anderen großen Städten wie München, Berlin oder London nicht gleichermaßen zurück und wirft dafür mit Gänseleber und lebenden Hummern um sich. Aber natürlich gibt es selbst in Paris einige Anlaufstellen, an denen man es sich vegan schmecken lassen kann.

Mhmmm... Falafel Pita mit Hummus, vielen Toppings, dazu wunderbar fettige Pommes.

Einen kurzen Spaziergang von Notre Dame entfernt in der Rue Saint-André des Arts gibt es eine Filiale von Maoz Falafel, die mir auch schon in London begegnet ist. Hier gibt es - wie der Name bereits sagt - Falafel, mit allem, was Herz begehrt. Ich empfehle die Falafel Pita mit Hummus, dazu bekommt man eine ganze Salatbar, bei dem man das Pita nach Herzenslust (und gerne mehr als einmal) belegen darf. Die Falafel und der Großteil der Auswahl an der Salatbar (bis auf einige auffällige Ausnahmen wie Joghurtdressing und cremige Salate) sind vegan - yum!

 Gentle Gourmet Café von innen

Wen es nach etwas schickerem Ambiente gelüstet, der ist im veganen Restaurant Gentle Gourmet Café nahe der Bastille sehr gut aufgehoben. Hier gibt es vegane Klassiker wie Burger, Pasta, und  Sandwiches in feinen Variationen. M entschied sich für den Smokey Burger mit Pommes Frites und Salat, der reichlich belegt war und mit seinem rauchigen Aroma wunderbar herzhaft schmeckte. Ich suchte mir den Nussbraten mit Artischocken-Kartoffelpüree, glasierten Karotten, Kohlsprossen und Pilz-Sauce aus - das Püree war nicht von dieser Welt und ich würde mir gerne eine Badewanne damit befüllen, der Nussbraten in Verbindung mit der Sauce herrlich deftig. Als Nachtisch bestellte M die Orangen Creme Brulee - ein Gedicht - und ich den mit veganer Schlagsahne gefüllten und mit Karamell beträufelten Crepes. Alles in allem war das Essen ein Hit, obwohl ich nun im Nachhinein wohl auch M's Auswahl zurückgreifen würde - das Gentle Gourmet Café ist auf alle Fälle einen Besuch wert!
 Nussbraten mit Sauce, Püree, Karotten und geschredderten Kohlsprossen

 Smokey Burger mit Pommes Frites

 Orangen Creme Brulee

Crepes mit Schlagsahne und Karamell

Den Großteil der Zeit verbrachten M und ich aber in Disneyland Paris. Ja, wirklich - ich habe eine Leidenschaft für die Disneyparks (wie treue Leser und Leserinnen auch schon hier erkennen konnten), und M und ich verbrachten auch schon zwei Wochen am Stück in Walt Disney World in Florida. Nein, man muss diese Leidenschaft nicht verstehen - während mir klar ist, dass Disney sicher nichts für jeden ist, gibt es für mich nichts Schöneres als durch die Parks zu wandern, mit den Attraktionen zu fahren und die Atmosphäre zu genießen. Und ja, Disney steht für Konsum, Kommerz und gigantische Urlaubsdestinationen - für mich aber eben auch für Kindheitserinnerungen, Detailverliebtheit und den perfekten Weg, meinen Kopf freizuräumen.

 Vegane Ausbeute im Hakuna Matata-Restaurant

Wie so oft in Paris lässt aber auch das Essen - ganz anders als in den amerikanischen Parks - in Disneyland Paris für VeganerInnen etwas zu wünschen übrig. Falls ihr vegan lebt und Disneyland besucht, solltet ihr nicht zu große Erwartungen haben. Oft sind Extrawünsche aufgrund der Sprachbarriere und des vorbereiteten Essens einfach nicht drinnen: Das höchste der Gefühle sind in den Schnellimbiss-Restaurants meistens Pommes Frites, Salate, oder Nudeln mit Tomatensauce. Aber man findet auch als vegan lebende Mickey Mouse, äh, Person, etwas, und für ein paar Tage kann mich auch weniger exquisites Essen mit genug Energie versorgen, um mich fit für die Achterbahnen zu halten.

 Veggie Sandwich von außen...

 ... und von innen, gepimpt mit etwas Senf.

Im Disney Village, am Eingang der Parks, gibt es einen Starbucks für die tägliche Dosis Koffein in Form eines Soja Lattes. Außerdem hat ein Earl of Sandwich im Disney Village Einzug gehalten, der - richtig geraten - Sandwiches serviert. Das Veggie Sandwich ohne Käse und mit Balsamico- anstatt mediterranem Dressing ist vegan. Zwar sieht es nicht besonders spektakulär aus, aber das Brot ist knusprig, das Gemüse geröstet und insgesamt schmeckt es wesentlich besser als beim Konkurrenten Subway - besonders wenn der Tag lang und der Bauch leer ist.

Baguette mit Soja-Steak von Sojasun (selbst mitgebracht), dazu Pommes und Salat - gar nicht so schlecht!

Flan mit Karamellsauce von Sojasun, selbst in den Park geschummelt, dazu Mickey's Kaffee mit schöner Crema

Gelegentlich schmuggelte ich auch Essen in den Park, wie die leckeren veganen Sojasun-Burger, ein selbst belegtes Sandwich, Joghurt oder Flan mit Karamell-Sauce der Marke Sojasun (nahe Disneyland gibt es einen großen Supermarkt, Auchan, der nur eine Schnellbahnhaltestelle entfernt ist). 

Sojasun-Burger goes Disneyland Park - er schmeckt auch kalt!

Der einzige Geheimtipp ist das Agrabah-Cafe im Adventureland, das orientalisch-inspirierte Küche anbietet und das vegane Herz mit geröstetem Gemüse und Kartoffeln, Hummus, herzhaften Salaten wie Tabbouleh und jeder Menge Kichererbsen in einfach wunderschönem Ambiente erfreut. 

Willkommen in Agrabah: Kichererbsen, Salate, geröstete Kartoffeln, Unmengen Tabbouleh...

 ... und noch mehr davon, inklusive leckerem Hummus - Aladdin würde es gefallen!

Als Nachtisch etwas frischer Obstsalat und Orangensalat mit Zimt, dazu furchtbar süßer Minztee.

Und während mir gerade noch die Füße wehtun, möchte ich am liebsten schon wieder die nächste Reise buchen, oder zumindest von einer träumen. Seid ihr schon in Paris gewesen - und wo geht euer nächster Urlaub hin?

Minggu, 16 Desember 2012

Vorweihnachtliche Schlemmerei in München

M und ich nutzten ein Wochenende in der Vorweihnachtszeit, um mit lieben Freunden zwei Tage in München zu verbringen. München ist natürlich nicht gerade eine Weltreise von Salzburg entfernt, aber es fühlt sich trotzdem immer ein wenig wie eine andere Welt an - nicht zuletzt aufgrund des großen veganen Angebots. Mir gefällt besonders, dass man dafür nicht in irgendwelche entlegenen Vierteln fahren muss, sondern sich auch im Zentrum (sprich: bei den touristischen Highlights, wo M und ich uns gerne rumtreiben) sehr bequem den Winterspeck auffüllen kann.

 

Ein großer Schritt ist ein veganer Stand in der Schrannenhalle, die sich hinter dem Viktualienmarkt befindet. Das Boonian hat hier erst vor kurzem Einzug gehalten, und behauptet sich nun mit pflanzlichen Köstlichkeiten.


Neben Aufstrichen und Delikatess-Salaten, die man in schicken Gläsern auch mit Hause nehmen kann, findet man eine große Auswahl an veganen Gusto-Stücken: Vegane Weine und Sekt, Schokoladen und Pralinen können hier erstanden werden.


Zusätzlich kann man natürlich auch dort am Stand essen und trinken, zur Auswahl stehen neben (auch grünen) Smoothies, Limonaden, Kaffee und heißer Schokolade verschiedene Aufstriche, Sandwiches und wechselnde Tagesgerichte - und genau diese pikanten Details finde ich wunderbar, wenn man nach einem Spaziergang gerne einen Bissen zu sich nehmen möchte.
M entschied sich für das Sandwich, das mit pflanzlichem Fleisch gefüllt war - die Stücke davon waren ihm etwas zu groß, aber alles in allem war es ein sehr ordentliches Sandwich.


Ich wählte die Soja-Medaillons in BBQ Sauce, dazu gab es Reis und Quinoa-Salat. Für mich eine sehr gute Wahl, obwohl die BBQ-Sauce wirklich höllenscharf war - aber das nette Personal beim Boonian nahm dieses Feedback gerne entgegen, was ich sehr professionell fand. Natürlich mussten auch noch ein paar Nougat-Pralinen mit, die wirklich ausgezeichnet waren - so ausgezeichnet, dass es gar kein Foto von ihnen gibt, weil sie zu schnell gegessen wurden.
Insgesamt ist das Boonian eine große Bereicherung der Schrannenhalle, das dort nicht nur mit einer gesunden Auswahl, sondern auch mit einem coolen Design besticht. 


Abends war der Hunger trotzdem wieder groß, und M und ich kehrten in das Max Pett ein. Wer den Blog hier regelmäßig liest, der weiß, dass wir dort sehr gerne essen, und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht: Die Käsespätzle offenbarten mir eine neue Welt. Und das meine ich ernst. Ich würde sie wieder, und wieder, und immer wieder bestellen, und wenn ihr sie auf der Karte seht, solltet ihr das auch tun. M hatte den Döner-Teller, aber das ist bei ihm nun wirklich nichts Neues.


Am nächsten Tag ließen wir das für vegane Menschen eher sehr uninteressante Frühstück in unserem Hotel hinter uns, und gönnten uns etwas ganz Besonderes: Das Frühstücksbuffet im Hotel Louis (direkt am Viktualienmarkt). In diesem sehr chicen Hotel birgt das Frühstück eine ganz besondere Überraschung: Eine eigene vegane Sektion am Buffet. Und damit meine ich nicht den Obstkorb, sondern die Hälfte des Buffets, auf dem sich vegane Häppchen und Köstlichkeiten überschlagen.
Oben seht ihr Mini-Weckerl, das allerbeste Avocadomousse, von dem ich etwa fünfzehn Portionen gegessen habe, eine Art Gemüse-Quiche mit Safran, Couscoussalat, gegrillte Ananas, Miso-Suppe und ein veganes Mango-Lassi.


Mehr Avocado-Creme (ich sage ja, ich habe hier ordentlich zugeschlagen), mehr Couscous-Salat, etwas Rohkost, gegrillte Ananas, Schokoladenkuchen, Couscous-Häppchen. Da das Hotel wirklich sehr schön ist, habe ich nicht bei jedem Teller die Kamera herausgeholt, und die Auswahl war daher weit größer, als ihr sie hier seht: Es gab auch noch Spinat in appetitlichen Paketen, Grießbrei, ein fantastisches Nougat-Mousse, Kichererbsen-Aufstrich, Kichererbsen-Salat, Tofu-Aufstrich und gefühlte hundert Dinge mehr, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann. Dazu gab es sehr guten Kaffee, der natürlich auch mit Sojamilch erhältlich ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer kann, geht ins Hotel Louis zum Frühstück und staunt. Und nimmt am besten noch Freunde mit, denen es genauso gut gefällt.

Jumat, 24 Agustus 2012

Was Totally Veg! im Sommer macht (eine Bildgeschichte)...

Einen kulinarischen Ausflug nach Wien unternehmen...

Veganer Zwiebelrostbraten in der Biobar von Antun

M's vegane Cevapcici in der Biobar von Antun

Asiatisches Buffet im Vegetasia

Vegane Auswahl im Yamm!

Zum Beweis: Es wurde nicht nur gegessen, sondern auch spaziert, wie hier durch den Garten des Belvedere.

Veganes Essen mit (nicht-veganen) Freunden teilen

 Bei einem Ausflug ins Weinland Niederösterreich gab es mitgebrachten Couscous-Salat für alle...

 ... und abens ging es in das vegane Restaurant Schillinger, wo M und ich uns natürlich die Hausplatte teilten - es hat allen geschmeckt!

Antipasti und Gurken-Avcado-Salat für den Besuch einer lieben Freundin

Eis essen

Das beste Eis gibt es beim Eisgreissler in Wien. Aber auch im Supermarkt wird man fündig und kann sich mit veganem Vanille- oder Fruchteis eindecken!

Salate zubereiten

Ich bin normalerweise kein großer Salat-Fan. Aber wenn das Thermometer über 28 Grad klettert, dann bleibt einem ja nichts anderes übrig - und so wie diesen Bratwurst-Salat mag ich ihn doch wieder gerne!

Und wo wir gerade bei Fotos von leckerem Essen sind... Totally Veg! wurde am Fotografie Blog von Manfrotto erwähnt - hurra!

Wir verbringt ihr euren Sommer so?


Natürlich besteht mein Sommer nicht nur aus Vergnügungen, sondern auch aus C's und M's Abschlussarbeiten, keiner Zeit für einen richtigen Urlaub, Verzögerungen und nervigen Wartezeiten weil aber alle anderen auf Urlaub sind, Schwitzen und Sonnenbrand. Ich freue mich schon auf den Herbst. Wirklich.

Kamis, 19 April 2012

Vegan in Graz - Business & Pleasure

Im letzten Artikel habe ich erst von meiner veganen Seifenblase erzählt, die ich dann kürzlich wirklich verlassen musste: Es verschlug mich beruflich nach Graz zu einer Konferenz. Wer je bei einer wissenschaftlichen Konferenz war, der kennt die Routine dort vermutlich: Man sitzt viel, man hört viel zu, man denkt viel, man redet viel, man geht spät ins Bett, man isst viel und man prostet sich viel zu. Das Organisationsteam dieser Konferenz machte das auch für uns PflanzenesserInnen leicht - es gab Sojamilch für die unzähligen Becher Kaffee, die ich entgegen meiner Gewohnheit trank, und selbstgebackenen veganen Apfelstrudel zum Naschen, wobei ich nicht mehr weiß, wieviele Stückchen in meinen Bauch wanderten (aber ich befürchte, wir bewegen uns hier im zweistelligen Bereich). Am Gesellschaftsabend wurde auf meinen Wunsch ein veganes Menü gezaubert: Vogerlsalat mit Kernöl und Kartoffeln, köstliches Risotto mit Pilzen, als Abschluss ein Fruchtsalat mit Minze und Sorbet. Wieder mal ein Beweis, dass ein, zwei freundliche E-Mails vorab und ein offenes, dankbares Auftreten das vegane Leben auch auswärts der eigenen vier Wände enorm erleichtern können.

Der Beweis: Veganer Apfelstrudel. Und ich schwöre, die fehlenden Stücke habe nicht alle ich gegessen.

Anschließend verbrachten M und ich noch ein wenig Zeit abseits der Konferenz in Graz, um die herzliche und interessante Atmospähre der Stadt zu genießen, und natürlich um die vegetarischen Restaurants zu testen.


Ein Mittagessen verbrachten wir im Ginko, einem vegetarischen Buffet-Restaurant mit großem veganen Angebot. Man nimmt sich, worauf man vom vielfältigen Buffet Lust hat, und zahlt einen fairen Preis je nach Gewicht. Außerdem macht das Ginko ganz wunderbare Mehlspeisen, und ich bin bei Mehlspeisen, auf gut österreichisch, "haglich" (also wählerisch). Die Mango-Kokos-Schnitte und Mandel-Marzipan-Schnitte haben mich aber beide überzeugt!

Am Buffet außer Rand und Band: Da hätten wir Lasagne, Gemüse, Kartoffelpfanne, Cremespinat, Sojagulasch mit Semmelknödel, Curryreis, normaler Reis, Käferbohnen und irgendwo versteckt sich noch etwas Indisches.

Mandel-Marzipan-Schnitte - soviel kann man vom Buffet gar nicht essen, damit nicht noch eine süße Nachspeise Platz hat!

Ein eher leichtes, aber durchaus so gewünschtes Abendessen haben wir im Tribeka, einer lokalen Kaffee-Kette eingenommen. Das Tribeka bietet nicht nur Sojamilch, sondern auch zwei explizit so ausgewiesene vegane Bagels an, die gut belegt und richtig herzhaft sind. Dazu den besten Tee von Clippers - kennt jemand diese Tees? Der Wild Berry ist ein fruchtiger Traum.

Hummus-Bagel mit Tee

Nach einer Wanderung am Schloßberg gönnten M und ich uns eine verdiente Stärkung im Midori, einem zwar nicht vegetarischen Restaurant, das aber ein großes veganes Angebot hat mit einem eigens gekennzeichneten veganen Abschnitt in der Karte. Ich bestellte die fettige, würzige und einfach wunderbare vegane Ente mit Sojasprossen und Reis (das war früher immer mein Lieblingsgericht), M entschied sich für die weniger fleischige Option der gefüllten Teigtaschen mit Krautsalat, die hervorragend pikant schmeckten. Jeder, der sich nach der klassischen China-Restaurant-Erfahrung sehnt, ist im Midori sehr gut aufgehoben.

 Vegane Ente mit Sojasprossen und Reis

 Vegetarische Teigtaschen mit Krautsalat und würziger Sauce

Graz war gut zu mir, nicht nur in kulinarischer Hinsicht, und ich hoffe, dass ich bald wieder dorthin zurückkommen kann!

 So sehe ich aus, wenn ich zufrieden bin... und an die nächste Mahlzeit denke!

Minggu, 04 Maret 2012

Frühling, bist du da?

Ich liebe Herbst. Und Weihnachten. Und Silvester. Aber spätestens ab Februar beginne ich unruhig zu werden und hoffe auf Sonnenlicht und Temperaturen, die kurze Ärmel erlauben - zumindest ein bisschen. Diese Woche gab uns der Frühling schon einen kurzen Vorgeschmack... die Sonne brach durch, es wurde wärmer, und ich war nicht die einzige, die mit einem breitem Grinser im Gesicht herumspazierte. M und ich nutzten das kurze Frühlings-Intermezzo für einen spontanen Ausflug nach München. Neben einem sonnigen Aufenthalt im Biergarten kehrten wir ins Max Pett ein - ein rein veganes Restaurant mit allem, was das Herz höher schlagen lässt. Aber seht selbst:

Sojarahmschnitzel

 Club-Sandwich

Das Sojarahmschnitzel mit Makkaroni und Broccoli war zart, pikant und cremig. M's aufgetürmtes Club Sandwich ließ ihn verstummen - mit vollem Mund spricht man schließlich nicht. Da draussen die Sonne blinzelte, konnte ich nicht anders, als den ersten Eisbecher des Jahres zu bestellen. Mein Nachtisch brachte mir gierige Blicke vom Nebentisch und einen himmlischen Zuckerschock ein: Der Knusperbecher ist eine dekadente Kombination aus veganer Schlagsahne, Nüssen, Karamellsauce und dem besten veganen Eis überhaupt - besonders für die Kreation des Erdnusseis hat irgendjemand im Max Pett seine Seele verkauft, da bin ich überzeugt. 

 Knusperbecher

Auch wenn es im Gemüseregal noch nicht nach Frühling aussieht (hallo Kraut, bist du immer noch da?), ich lasse mich von Freunden aus der Tiefkühlabteilung trösten, denn mal ehrlich: Es gibt doch nichts besseres als Spinat und Knoblauch. Gemeinsam mit der kräftigen Farbe verzögert dieses Gericht auch etwas die Wartezeit auf den Frühlingsbeginn.


Cremige Spinat-Sauce (für 2 Personen)

1 El Öl
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
3 Zehen Knoblauch, gepresst
300 Gramm TK-Spinat (oder äqivalente Menge frischer Spinat)
150 ml vegane Sahne zum Kochen (Hafer - oder Soja)
Salz
5 El Soja-Milch
2 EL Hefeflocken

Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze im Öl anschwitzen, bis der Zwiebel weich ist. Den gefrorenen Spinat hinzugeben, und unter gelegentlichen Rühren auftauen lassen. Schließlich die Soja-Sahne und Salz hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Jetzt die Sauce mit einem Stabmixer vorsichtig pürieren. Danach ist sie etwas dick und sollte mit ca. 5 EL Soja-Milch gestreckt werden, und erneut auf heißen Kochplatte gewärmt werden, dann die Hefeflocken unterrühren. Abschmecken und servieren!

Minggu, 18 Desember 2011

Wien, immer wieder Wien! Vegane Leckereien in der österreichischen Hauptstadt

Wien hat einen festen Platz in meinem Herzen. Mittlerweile habe ich schon einige berühmte Städte auf meinen Reisen besucht, aber Wien ist besonders. Ob es nun am Hauch der Kaiserzeit liegt, der immer noch durch die Stadt weht, oder am Großstadt-Feeling, das einen beim Bummeln ergreift, oder an den wienerischen Originalen, die man wirklich nur in Wien findet (aber auch vielleicht nicht unbedingt gesucht hat), ich fahre einfach gerne nach Wien. Und ganz ehrlich: Man würde es nicht glauben, aber Wien ist ein veganer Geheimtipp. Selten findet man eine so große Anzahl an vegetarischen Restaurants in einer wunderbaren Vielfalt - ob schick oder gemütlich, Buffet oder Fastfood, für alle ist etwas dabei. Einige Lokalitäten, die ich bereits im Frühling besucht habe (und wo ich immer gerne hin zurückkehre), findet ihr in diesem Post. Bei meinen letzten Besuch habe ich auch wieder eine ganze Menge Köstlichkeiten verspeist:

Wer (wie ich) früher gerne zu Mittagsbuffets beim Chinesen ging, der findet im Vegetasia die vegetarische Variante davon. Das Buffet zum günstigen Preis bietet neben Suppen, Salaten, asiatisch zubereitetem Gemüse, Nudeln- und Reisgerichten auch die klassische gebratene Ente und knuspriges Hühnchen, natürlich in der veganen Version! Das Buffet bietet fast ausschließlich vegane Speisen (die KellnerInnen geben gerne Auskunft), schmecken tut's genauso gut wie früher beim klassischen Chinesen. Auch die veganen Fleischsorten überzeugen auf ganzer Linie; der vegane Lachs für das Sushi ist in seiner Echtheit aber schon fast ein wenig gruselig. Wer mehr auf gesunde Kost steht, zieht lieber weiter, immerhin ist vieles frittiert - aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Von unten im Uhrzeigersinn: Reis, Broccoli mit Sojaschinken, knusprige Ente, veganes Sushi, Frühlingsrollen, Tofu mit Gemüse, gebratene Nudeln

Yamm
Zwar auch ein Buffet, aber ansonsten das Kontrastprogramm zum Vegetasia, ist das erst kürzlich eröffnete Yamm: Hier gibt es viel Gesundes, hervorragende Salate, Gerichte mit Vollkorn und glutenfreie Optionen. Bezahlt wird nach Gewicht der Speisen, und das kann bei zu großen Augen schnell zu einem etwas teureren Essen führen. Wer aber vernünftig aussucht, wird mit wunderbarem, frischen Essen belohnt, das im modernen Ambiente im Herzen von Wien genossen werden kann. Die vegane Auswahl am Buffet ist sehr groß, auch vegane Nachspeisen werden angeboten. Besonders die Falafel sind nicht von dieser Welt, selten habe ich so gute Kichererbsenbällchen gegessen. Da ich eine Schwäche für Süßes habe, musste ich den Dekadenten Brownie probieren, der zwar gut schokoladig, aber leider sonst viel zu trocken war. Fazit: Das Buffet ist top, beim Brownie sollte noch etwas getüftelt werden.

Von unten im den Uhrzeigersinn: Nudelsalat, Orzo-Salat, Hummus, Rosmarinkartoffeln, die besten Falafel, Seitan Chili, Brot und Salat aus roten Rüben

Schön schokoladig, leider viel zu trocken für einen echten Brownie

Cupcakes Wien
Obwohl ich schon einmal vor der gänzlich unveganen Theke stand und unverrichteter Dinge wieder abziehen musste, versuchte ich erneut mein Glück bei Cupcakes Wien und hatte Glück: Gleich drei vegane Cupcakes waren im Angebot, in den Geschmacksrichtungen Schokomousse, Erdnuss und Maroni. M entschied sich für Schokolade und ich machte mich über den Erdnuss-Cupcake her. Wie gesagt, ich habe nicht nur eine Schwäche für Süßes, sondern bin auch ziemlich kritisch, was veganes Backwerk angeht - aber diese Cupcakes waren fabelhaft. Besonders das Topping war nicht so süß, wie man es von amerikanischen Cupcakes gewohnt ist, sondern mit einer flaumigen Konsistenz und einem Geschmack, der auch europäische Gaumen begeistert. Der Erdnuss-Cupcake war unser Favorit. Besuchen sollte man das Cupcake Wien auch wegen seiner herzigen Ausstattung: Mit all der rosaroten Deko, der liebevollen Einrichtung und der direkt angeschlossenen Backstube kommt es einem vor, als speise man in einer Puppenküche.

So sollen Cupcakes schmecken: Schokolade und Erdnuss

Gasthaus Schillinger
Auf dem Heimweg legten wir noch einen Stopp beim Gasthaus Schillinger in Großmugl ein (hier findet ihr noch mehr über unsere Besuche dort). Großmugl ist von Wien aus (fast nur) mit dem Auto in etwa einer halben Stunde erreichbar. In dem verschlafenen Örtchen findet man ein komplett veganes Gasthaus mit echter Wirtshausküche: Hier wird deftig gekocht, und es schmeckt so richtig gut. Wir entschieden uns für Paprika-Henderl mit Spätzle, Spieße mit Pesto-Kartoffeln und Knoblauchdip, als Nachtisch Palatschinken mit Schokoladensauce und Nougatknödel. Das Gasthaus Schillinger überzeugt nicht nur durch die Qualität des Essens, sondern auch durch die Atmosphäre. Man genießt vegane Speisen gemeinsam mit älteren Paaren, die gerade aus der Kirche kommen, Familien mit Kindern und Geschäftsleuten, die von Wien aus einen Abstecher machen. Vegan ist im Gasthaus Schillinger tatsächlich ganz normal.

Paprika-Hendl mit Spätzle und Salat


Gemischte Spieße mit Kartoffeln und Knoblauch-Dip


Palatschinken mit Schokoladensauce und veganer Sahne


Nougatknödel auf Vanillejoghurt