Minggu, 03 Maret 2013

Mhmmm..... vegane Mohnschnecken!

Ich liebe faule Sonntage. Solche, an denen man den ganzen Tag im Pyjama auf der Couch sitzen kann, seine Lieblingsserien auf DVD ansieht, und nahtlos vom Nachmittagskaffee zum Aperitif übergeht. Meistens bin ich an solchen Sonntagen auch zu faul, um groß aufzukochen, immerhin ruft die Couch nach mir. 


Etwas Süßes sollte es aber trotzdem geben, und Zimtschnecken bieten sich besonders in den kälteren Monaten an. M ist aber nach Weihnachten kein besonderer Fan von Zimt, und jede Speise, in der sich Zimt befindet - ob es nun ein indisches Curry mit Garam Masala oder Kakao mit Zimt ist - schmeckt dann seiner Meinung nach (und zu meinem Ärgernis) "weihnachtlich". Darum haben die Zimtschnecken eine neue Füllung bekommen: Mohn. Der saftige, weiche Germteig mit der süßen Mohnfüllung macht meinen Sonntag noch etwas schöner. Zwar ist es ein wenig Arbeit, den Teig zu kneten, aber danach kann man sich gleich wieder ausruhen, immerhin muss der Teig auch noch aufgehen. Nach der Anstrengung kann  man sich mit einer köstlichen, aromatischen Mohnschnecke belohnen - perfekter wird es am Sonntag nicht!


Mohnschnecken

Teig:
1 EL gemahlene Leinsamen
3 EL Wasser 
250 Gramm Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Zucker
½ TL Salz
25 Gramm vegane Butter, weich (z. B. Alsan aus dem Bio-Markt)
125 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch), lauwarm

Füllung:
Weiche vegane Butter
100 Gramm gemahlener Mohn
70 Gramm Zucker
50 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)

Leinsamen sehr gut mit Wasser verquirlen und für einige Minuten beiseite stellen. Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz vermischen. Butter, Leinsamen mit Wasser und Sojamilch hinzufügen und einige Minuten zu einem glatten Teig verkneten, bis der Teig glänzt und nicht mehr zu klebrig ist (andernfalls noch etwas Mehl hinzugeben). Mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort etwa 1 1/2 bis 2 Stunden rasten lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. 
Dann den Teig in etwa rechteckig dünn ausrollen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung Mohn mit Zucker und Sojamilch zu einer glatten Paste verrühren. Die restliche vegane Butter dünn auf den Teig streichen, darüber die Mohnfüllung gleichmäßig verteilen. Dann den Teig der langen Seite nach aufrollen und mit einem scharfen Messer in etwa 3cm dicke Schnecken schneiden. In eine gefettete Form setzen und bei 180 Grad etwa 25 backen, bis sie oben leicht gebräunt sind. Wer mag, glasiert die Mohnschnecken noch mit etwas Zuckerguss: Ein paar Esslöffel Sojamilch (oder Wasser) mit reichlich gesiebten Staubzucker verrühren.


Minggu, 17 Februari 2013

Vegane Phở - Vietnamesische Nudelsuppe

Eine neue Arbeitskollegin kommt aus Vietnam und hat uns vor kurzem mit ihrer Kochkunst beglückt. Netterweise gab es für mich als Veganerin ein eigenes Gericht, knusprige Nudeln mit Gemüse, die wirklich ausgezeichnet waren. Aber während ich meine Nudeln aß, beäugte ich trotzdem etwas neidisch das Essen der anderen: Phở. Phở ist im Prinzip ein vietnamesischer Nudeltopf, dessen wichtigste Zutat eine kräftige, aromatische Brühe ist, die dann mit breiten Reisnudeln, knackigem asiatischem Gemüse, frischen Kräutern und Chilli-Sauce serviert wird. Ich liebe herzhafte Suppen - nichts finde ich besser, als das Essen mit einem Löffel zu schlürfen. Dummerweise gab es für mich ein großes Hindernis, das mich von diesem Phở-Erlebnis abhielt: Die Suppe bekommt ihren Geschmack durch Rindfleisch und, ja, auch Rinderknochen - nichts also, was ich gerne serviert bekommen würde.



Die Vorstellung dieser köstlichen Suppe blieb mir aber im Gedächtnis, und ich beschloss, sie nachzukochen. Da das Fleich doch viel Aroma abgibt, tüftelte ich einige Zeit an dem Rezept für die Brühe, immerhin ist sie das Kernstück jeder guten Phở. Viele Gewürze, Suppengemüse und als besondere Note getrocknete Shiitake-Pilze verleihen aber der Brühe nun die herzhafte Note, die ich gerne haben wollte. 



Aufwendig ist Phở nicht zu kochen, ihr braucht nur die passenden Gewürze (die ich empfehle, aus dem Asialaden zu kaufen) und ein wenig Zeit, um die Brühe köcheln zu lassen - aber da die Brühe am nächsten Tag fast besser schmeckt, lässt sie sich sehr gut vorbereiten.
Phở ist genau das richtige Essen, um eure Gäste mit den exotischen Aromen zu beeindrucken - aber Vorsicht, zu einem romantischen Dinner würde ich sie nicht servieren, da man Phở fast nicht ohne Schlürfen essen kann.


Vegane Phở (3 Portionen)

Brühe
1 EL Öl
1 ½ EL Koriandersamen, leicht zerstoßen
2 TL Cuminsamen, leicht zerstoßen
1 TL Fenchelsamen
3 Stück Sternanis
1 Zimtstange
80 Gramm Karotten, geschält, in groben Scheiben
50 Gramm Sellerie, geschält, in groben Würfeln
30 Gramm Lauch, gewaschen, in grobe Ringe geschnitten
30 Gramm Peterwurzen (oder mehr Sellerie), geschält, in groben Stücken
1 kleine Zwiebel, geschält, geviertelt
8 Zehen Knoblauch, geschält, halbiert
10 Gramm Ingwer, geschält, in groben Scheiben
8 Gramm getrocknete Shiitake-Pilze (kurz abgewaschen)
1,6 Liter Wasser
1 - 1 1/2 TL Salz
3 EL Sojasauce (oder mehr nach Geschmack)
2 ½ TL braunen Zucker
10 Gramm frischer Koriander (inkl. Stiele)

Einlage
250 Gramm breite Reisnudeln (oder mehr, wenn ihr auf Nudeln steht)
180 Gramm Baby Pak Choy
1 EL Öl
200 Gramm Räuchertofu
Pro Teller eine Handvoll Sojasprossen (Mungobohnensprossen)
Frischer Koriander

Zum Servieren
Frischer Koriander
Chillisauce (z. B. Sriracha aus dem Asialaden)
Limetten, geviertelt
Sojasauce

Öl in einem großen Topf erhitzen, Gewürze dazu geben und unter Rühren auf mittlerer Hitze anrösten, bis sie zischen und angenehm duften. Das Gemüse (Karotten, Sellerie, Lauch, Peterwurzen, Zwiebel, Knoblauch) und Ingwer dazugeben, zwei bis drei Minuten mitrösten. Dann mit Wasser aufgießen, getrocknete Shiitake-Pilze, Salz und Sojasauce dazugeben. Die Brühe mit Deckel zum Kochen bringen, dann Temperatur etwas verringern und für etwa eineinhalb bis zwei Stunden köcheln lassen. Nach 30 bis 40 Minuten den frischen Koriander hinzufügen und mitköcheln lassen.
Nach Ende der Kochzeit sollte das Gemüse sehr weich sein. Ein feinmaschiges Sieb über eine Schüssel legen, und die Brühe hineinleeren, um sie abzuseihen. Das Gemüse mit einem Löffel im Sieb gut auspressen, damit das ganze Aroma in die Brühe fließt.
Reisnudeln nach Packungsanleitung gar kochen, abgießen, abschrecken und beiseite stellen. Baby Pak Choy waschen, in Stücke schneiden, dabei die Blätter zur Seite legen. Räuchertofu halbieren und in dickere Streifen schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Räuchertofu von beiden Seiten knusprig anbraten. Kurz die Stiele des Pak Choy hinzufügen, ein bis zwei Minuten mitbraten, dann die Blätter dazugeben, bis sie leicht zusammengefallen sind.
Zum Anrichten die Reisnudeln in einen tiefen Teller geben, darauf kommt etwas Tofu und Pak Choy, eine Handvoll Sojasprossen und frischer Koriander. Die sehr heiße Suppe darüber schöpfen, sofort mit Stäbchen und einem Löffel servieren, dazu Limetten, scharfe Chillisauce und mehr Sojasauce reichen.

Minggu, 10 Februari 2013

Be My Vegan Valentine! Einfache Ideen für den Valentinstag

Ja, ich weiß: Der Valentinstag ist von der Blumen-, Grußkarten- und Pralinen-Industrie erfunden worden, um alle in einer Beziehung lebenden Menschen in den Kaufwahn und alle Singles gezielt in Depressionen zu stürzen. Aber: Man muss den Valentinstag nicht so begehen, wie es einem vorgelebt wird, und kann durchaus auf Kuhmilchschokolade und Plüschherzen "made by children in China" verzichten. Stattdessen könnte man am Valentinstag vegane Köstlichkeiten auftischen - und jeden Feiertag, bei dem veganes Essen involviert ist, finde ich feiernswert. Darum hier einige Ideen als Überraschung für eure Freunde, Freundinnen, Männer, Frauen - oder einfach für euch selbst, denn ihr habt es euch verdient. Und weil es im Alltag schon stressig genug ist, lassen sich alle Rezepte mit wenigen Zutaten und in kurzer Zeit zubereiten.


Der Klassiker auf meinem Blog, und er ist geeignet für alle - von Backunerfahrenen bis hin zu Profi-Konditoren. Einfacher wird es nicht - köstlicher aber vermutlich auch nicht. Schmeckt besonders mit veganer Schlagsahne, Schokoladensauce oder, passend zum Valentinstag, in Herzform gebacken.


Soft-Cake Kuchen
Habt ihr auch ein Übermaß an Bio-Orangen daheim? Dann verwandelt sie in diesen leckeren Soft-Cake Kuchen: Denn nichts sagt "Ich liebe dich" wie Schokolade und Orangen.


Chocolate Chip Coconut Cookies
Einfach zu backen und schnell fertig, schmecken sie am besten noch warm aus dem Ofen. Oder portioniert, mit einer bunten Schleife als Geschenk für einen lieben Menschen.


Schneller und simpler geht es kaum: Apfelkuchen, der trotzdem Eindruck schindet, und auch an einem kalten Februar-Tag am besten mit Soja-Vanilleeis schmeckt.


Weil Pralinen nicht immer gekauft werden müssen: Mit ganz wenigen Zutaten lassen sich süße Schoko-Erdnuss-Verführungen herstellen.


Artischocken-Dip
Weil es nicht immer süß sein muss: Wie wäre es mit einem Picknick am Wohnzimmer-Teppich? Mit einem Glas Wein und pikanten Snacks, wie diesem Artischocken-Dip.


Ebenso für das Indoor-Picknick eignet sich dieser wunderbare österreichische Aufstrich, der am allerbesten auf gutem Schwarzbrot schmeckt - und, ihr habt es erraten, einfach zuzubereiten ist.

Und weil bald Valentinstag ist, und ich meine Leserinnen und Leser liebe, gibt es etwas zu gewinnen: nu3, ein Online-Versand für allerlei gesunde Goodies - auch auf Facebook - ist so nett und hat uns ein tolles veganes Valentins-Paket zusammengestellt, das Stunden zu zweit oder auch alleine noch schöner macht. Mit dabei: Körperöl von Lavera, Goji-Beeren, Ombar, und Lovechock in zwei leckeren Sorten.


Wie kann man dieses hübsche Paket gewinnen?
1. Verrate uns auf der Facebook-Seite von Totally Veg!, wie dein perfekter Valentinstag aussieht - mit wem, wie oder überhaupt ganz abgeschafft? (Kommentar auf Facebook unter dem Gewinnspielfoto - siehe oben)*
2. Einsendeschluss ist der 14. Februar 2013 - der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgelost und sowohl auf Facebook als auch hier in diesem Artikel bekanntgegeben. Nachdem ihr mir dann eure Adresse mitgeteilt habt, verschickt nu3 dann euer Paket!
3. Wer ein bisschen Liebe zeigen möchte, besucht die Facebook-Seite von nu3.de!

*Für diejenigen unter euch, die keine Fans von Facebook selbst sind, könnt ihr auch ein E-Mail schicken an totallyveg@gmx.at, Betreff: Gewinnspiel

Jumat, 01 Februari 2013

Sommer-Sehnsucht-Torteletts mit Kirschen und Pudding

Ich bin eine Herbst-Freundin. Aber in den letzten Jahren habe ich mich doch sehr mit dem Sommer angefreundet. Und das ewige Grau im Winter, die fünfzehn Lagen Stoff am Körper, die Salzränder auf meinen neuen schicken Stiefeln und die ewig rinnende Nase stören mich dann doch. Ich sehne mich nach lauen Abenden im Gastgarten, nach Wassermelone, großen Sonnenbrillen, meinem Fahrrad und nach Planschen im See. Kurz: Sommer soll es bitte werden, aber flott.


Weil ich die wärmere Jahreszeit vermisse, wollte ich ein einfaches Dessert zubereiten, das mich an den Sommer erinnert. Torteletts mit Kirschen und Pudding sollten es werden, ein sehr simples und schnelles Dessert, da man die veganen Torteletts fertig im Bio-Markt kaufen kann und nur noch belegen muss.


Natürlich fehlt von Kirschen momentan momentan jede Spur. Darum wanderten ihre Kolleginnen aus dem Glas in meinen Einkaufswagen, die in diesem Rezept auch sehr gut schmecken - noch besser sind natürlich selbst eingemachte! Und während ich meine Torteletts esse, stille ich meine Sehnsucht nach warmen Wetter und freue mich doch wieder über meine gemütlichen Kuschelsocken und faule Abende mit Winter-Wohlfühlessen.



Sommer-Sehnsucht-Torteletts

7 vegane Torteletts (aus dem Biomarkt oder Reformhaus)
1 Packung Vanillepudding-Pulver (zum Zubereiten: Sojamilch und Vanillezucker)
200 Gramm abgetropfte Kirschen oder Weichseln aus dem Glas
4 - 5 EL Saft von den Kirschen
10 Gramm Maisstärke
etwas Vanillezucker
Spritzer Zitronensaft
 mehr Kirschen zum Dekorieren

Den Pudding nach Packungsanleitung vegan zubereiten (funktioniert üblicherweise mit 500 ml Sojamilch und Zucker). Klarsichtfolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet, und etwas abkühlen lassen. 
Kirschen grob zerstampfen, mit dem Saft mischen und auf dem Herd mit etwas Vanillezucker und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen lassen. Maisstärke mit etwas mehr Kirschsaft oder Wasser in einer extra Schüssel flüssig verrühren und zu den Kirschen geben. Unter Rühren köcheln lassen, bis die Kirschen eingedickt sind. Noch warm auf die Torteletts verteilen (etwa 1 - 2 EL pro Tortelett). Den Pudding, ebenfalls noch warm (er sollte aber schon etwas fest geworden sein), darüber löffeln. Jedes Tortelett mit einer Kirsche dekorieren und etwa zwei Stunden ziehen lassen.

Minggu, 27 Januari 2013

Vegan in Salzburg

Eine Leserin wünschte sich zu Weihnachten einen veganen Guide für Salzburg. Da ihr, geschätzte Leser und Leserinnen, meinen Blog erst zu einem Blog macht (sonst wäre es mein Tagebuch), ist mir euer Wunsch Befehl - und es ist wirklich mal Zeit, über meine Stadt zu schreiben. Alle genannten Etablissements bieten natürlich auch mehrere vegetarische Optionen an, ich schreibe hier aber nur über die veganen, weil ich die selbst gegessen habe.

Vegetarische Cafés und Restaurants

 
Veganer Schokoladenkuchen im Heart of Joy

Heart of Joy
Dieses Café in der Franz-Josef-Straße bietet neben kleineren Speisen wie veganen Baguettes, Toasts und Salaten auch ein wechselndes Mittagsmenü, das meistens indisch inspiriert ist - der Dhal mit Reis und Salat ist wirklich sehr gut. Eigentlich gehe ich aber zum Kuchenessen hin, denn hier hat man die Auswahl zwischen zwei bis vier leckeren vegane Kuchensorten, zu denen man auch veganen Schlagobers essen und Sojamilch-Kaffee schlürfen kann. Im Sommer, wenn das Heart of Joy zum lauschigen Straßencafé wird, werden Eisbecher serviert, auch hier lohnt sich das Nachfragen nach einer veganen Option. Ebenso wird ein veganes Frühstück wird angeboten. Hier findet auch jeden ersten Freitag im Monat der vegetarische Stammtisch statt, zu dem Neuankömmlinge herzlich willkommen sind.

Spicy Spices
Dieses kleine Restaurant in der Wolf-Dietrich-Straße (nahe Linzergasse) bietet indische Speisen an - Samosas, Curries, Reis und gefüllte Brote (kleiner Tipp: die Speisekarte ist oft nur Zierde, darum am besten das Tagesangebot bestellen, und am besten nicht zu spät hinkommen!). Mir persönlich ist das Spicy oft etwas zu verplant, aber wem der Sinn der nach indischer und biologischer Küche steht, der ist dort gut aufgehoben. Die meisten Speisen sind hier vegan.

Restaurants mit veganem Angebot

Raffinierte gefüllte Zucchini auf Fenchelgemüse

Vitalbistro Leichtsinn
Einer meiner persönlichen Lieblinge: Das Vitalbistro Leichtsinn beim Kieselhaus. Hier gibt es standardmäßig vegane Gerichte wie Suppe, Curry oder asiatisches Gemüse, auf Nachfrage und je nach Geschäftigkeit zaubern der nette Chef und seine Crew auch noch mehr vegane Gustostückerl auf den Tisch. Das Salat-Buffet sollte man unbedingt probieren, Sojamilch gibt es auch. Leider komme ich aufgrund der Öffnungszeiten viel zu selten hin, das Leichtsinn ist aber mein persönlicher Geheimtipp in Salzburg.

 Indische Schlemmerei

Taj Mahal
Ich liebe indisches Essen, und im Taj Mahal in der Bayerhammerstraße gibt es das beste Chana Masala (Kichererbsen in Tomaten-Curry-Sauce). Da im Taj Mahal nicht mit Ghee gekocht wird, gibt es standardmäßig mehrere vegane Speisen wie Chana Masala, Mix-Sabzee und Sabzee-Jhalfreezi, dazu schmeckt Roti, knuspriges Fladenbrot. Teilweise können auch andere vegetarische Speisen vegan zubereitet werden, hier lohnt sich das Nachfragen, am besten beim freundlichen Chef! 

Da Giacomo
Italiener, die einen veganen Pizza-Teig zubereiten - so wie das italienische Original - gibt es in Salzburg sicher mehrere. Für eine köstliche Pizza mit viel Gemüse, aber ohne Kuhkäse, gehe ich  gerne zu Giacomo in der Nonntaler Hauptstraße, nicht nur wegen des schönen Gastgartens im Sommer. Auch sehr zu empfehlen ist das Bruschetta. Einige Nudelsorten wie Penne sind ohne Ei, beim Bestellen von Nudeln mit Sauce sollte man aber wirklich betonen, dass man keinen Käse möchte, weder in der Sauce noch darüber, denn Giacomo liebt Kuhkäse - Mamma Mia!

Super-Sushi und scharfer Mango-Salat

Tokyo Bay
Ich habe eine große Schwäche: Avocado. Und das Tokyo Bay in der Ignaz-Harrer-Straße bietet unglaubliches Sushi mit Avocado an - Sushi, Maki und leckere Nori-Wraps mit Mango. Wer sich an den köstlichen Röllchen noch nicht sattgegessen hat, der isst scharfen Mango-Salat, Udon-Nudeln mit Tofu und Gemüse, asiatisches Gemüse mit Tofu oder gebratenen Reis (letzteres ohne Ei bestellen). Dummerweise hat das Tokyo Bay einen Lieferservice, denn M und ich sind dadurch sehr faul geworden. Avocado-Sushi bis vor die Tür geliefert ist aber einfach zu gut.

BioBurgerMeister
Mit mittlerweile zwei Locations (Linzergasse und beim Landeskrankenhaus) bietet der BioburgerMeister sagenhafte drei vegane Burger an - mit eingelegtem Tofu, Gemüse, Avocado und veganer Schnittlauch-Sauce, mit Gemüselaibchen, Gemüse und Curry-Sauce oder mit Gemüselaibchen, Gemüse und Hot-Sauce. Dazu gibt es knusprige selbstgemachte Kartoffelchips, und das alles überwiegend in Bio-Qualität!

Indigo
Diese Kette mit gesundem Fastfood bietet Curries, Salate und Sushi an. Die vegetarischen Curries sind vegan (mein Favorit ist das Red-Tofu-Curry), zum Kaffee gibt es Sojamilch und alles gibt es auch To-Go.

Reformhäuser und Bio-Märkte

Basic Bio
Das ist einer der schönsten Bio-Märkte, der mir je untergekommen ist, und das Shopping-Paradies meiner Wahl. Hier in der Alpenstraße gibt es eine große Gemüse- und Obst-Auswahl, pikante vegane Schmankerl, aufschlagbare vegane Sahne und in der Bäckerei ein wirklich gutes veganes Tofuburger-Sandwich.

Denn's
Etwas kleiner als Basic Bio bietet Denn's in der Sterneckstraße trotzdem eine Auswahl an allem, was das vegane Herz begehrt - und teilweise ist das Sortiment doch etwas anders als bei Basic, darum lohnt sich der Vergleich.

Reformhaus Linzergasse
Reformhäuser gibt es einige in Salzburg, ich finde das in der Linzergasse aber besonders schön. Neben der modernen Einrichtung, einer gut sortierten Kühltheke, in der man auch vegane Wurst und veganen Käse bekommt, gibt es auch süße vegane Dinkelherzen und Linzeraugen zum Snacken.

Und sonst?

Ich und Silvia, meine treue Ko-Organisatorin

Vegan Bake Sale am fairkehrten Fest
Letztes Jahr gab es ihn schon, auch heuer soll es ihn wieder geben: Den veganen Bake Sale, organisiert von der Euren. Wer schon immer vegane Kuchen für einen guten Zweck schlemmen wollte, der ist hier genau richtig. Mehr Details gibt es bis dahin ganz bestimmt auf der Facebook-Seite von Totally Veg!. Das fairkehrte Fest ist nicht nur eine tolle Aktion mit vielen interessanten Ständen, meistens gibt es auch veganen Döner - eine schöne Abwechslung zu den veganen süßen Sünden.

Letztes Jahr war diese vegane Messe schon ein Erfolg, heuer zieht sie in eine größere Location, ins Messezentrum Salzurg. Hier gibt es am 16. und 17. März 2013 alles rund um den veganen Lebensstil mit zahlreichen Shopping-Möglichkeiten. Es wird gemunkelt, dass ich dort Tipps zum veganen Backen weitergeben werde...

Habt ihr weitere Tipps für Salzburg? Und wo geht ihr in eurer Stadt besonders gerne hin?

Minggu, 20 Januari 2013

Besuch auf Gut Aiderbichl

Wer am Heiligen Abend auch nur annähernd in Betracht zieht, den Fernseher einzuschalten, dem ist "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" vermutlich ein Begriff - eine kitschig-sülzige Sendung mit einer Menge Tierbabies, großen Kulleraugen, feuchten Hundenasen und noch mehr volkstümlichen Berühmtheiten. Mäh.

  Mini-Pferd und Pferd

  Am Hof

 
 Winterwunderland

Gut Aiderbichl Henndorf, ein großer Gnadenhof für gerettete Tiere, liegt praktisch ums Eck. Und trotzdem war ich in meiner veganen Karriere noch nie dort. Das hatte bisher auch einen Grund - vor einigen Jahren habe ich Gut Aiderbichl schon einmal besucht. Als Fleischesserin. Und während ich Ziegen den Bauch kraulte, Kühe respektvoll aus der Ferne beobachtete und Schweine streichelte, wurden neben mir am Weihnachtsmarkt Bratwürste verkauft - und ich meine nicht die aus Seitan. Selbst als Fleischesserin kam mir das eigenartig vor, und die Tierliebe seltsam beschränkt auf das, was sich vor unserer Nase als möglichst kuschelig präsentiert - das war für mich weder glaubwürdig noch ernstzunehmend (Natürlich waren mir diese unbehaglichen Gefühlen keine Lektion, und es sollte noch einige Jahre dauern, bis ich zur Vegetarierin wurde - ich war unbelehrbar.)

 Kuh-Spielplatz

 Streicheleinheiten für die zutrauliche Ziege

 Baby-Ziegen testen ihre Hörnchen aus

Als Veganerin blieben die Eindrücke von Gut Aiderbichl, und das tote Fleisch neben den lebendigen Attraktionen wurde für mich noch unverzeihlicher. Schließlich erfuhr ich aber, dass man auf Gut Aiderbichl doch Einsicht gefunden hatte, und auf eine rein vegetarische Küche umgestellt hatte. Da ich doch eine vielbeschäftige Person bin (immerhin verschlingt Kuchen essen einen Großteil meiner Zeit), schafften M und ich erst vor kurzem einen Ausflug nach Aiderbichl zu unternehmen  - Kinder, wie die Zeit vergeht.

Einem Züchter, der mit seinem Jagd-Produkt Mitleid hatte, verdankt dieser Hirsch sein Leben.

Das Fohlen dieser Stute ist blind - die Züchterin verkaufte beide an Gut Aiderbichl und nicht an den Metzger.

Garfield kam vom Zirkus nach Aiderbichl - und zeigte seine "artgerechten" Tricks nie wieder vor.

Ich wusste dort nicht recht, was ich erwarten sollte. Ich schwor mir, am Absatz umzudrehen, falls mir irgendjemand eine Bratwurst anbieten sollte. Oder Tiere wie Zirkusattraktionen vorgeführt würden. Oder ich mich wie im Zoo fühlen würde, mit angestarrten Kreaturen, die dort nicht hingehören. Was mich auf Aiderbichl empfing, war aber ganz anders: Sensible Information, die über Massentierhaltung aufklärt - und auch die Milchproduktion nicht beschönigt. Ausstellungsstücke, die belegen, wie grausam Tierfabriken mit ihren Insassen umgehen. Freilaufende Esel, die einen Narren an M gefressen haben. Ziegen, die gerne eine Streicheleinheit in Anspruch nehmen. Schweine, die so selig im Heu schlafen, dass man sich selbst gleich dazulegen möchte. Ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier. Ein phänomenales Soja-Schnitzel. Und Mitarbeiter, die mit mir ein Pläuschen über ihr leidenschaftliches vegetarisches Dasein hielten.

 Die wohl riesigste Werbung für Soja-Schnitzel.

Yum.

Das ist die Realität von konventionellem Schnitzel.


Tatsächlich hat Gut Aiderbichl auf die Einwände reagiert, und bietet nun rein vegetarische und vegane Gerichte an. Als wir zu Besuch waren, gab es etwa vier bis fünf als vegan ausgewiesene Speisen, und der freundliche Koch hätte uns wohl auch noch mehr zubereitet. Aber ganz ehrlich: Das Soja-Schnitzel ist die Reise wert - ganz so, wie es sich gehört. 

 Eine "ausgediente" Milchkuh, die sich trotzdem ihres Lebens erfreut.

 Die Eselchen ziehen in Ruhe vorbei.

Schweine wissen, wie man richtig relaxed.

Natürlich hätte ich noch einige Verbesserungsvorschläge für Gut Aiderbichl. Etwa eine rein vegane Küche, die noch konsistenter mit den Grundsätzen wäre. Oder, etwas weniger ernstgemeint: Keine super-hässlichen Geschenke im Shop und bitte auch keine Volksmusik-Stars. Aber die Tatsache, dass sie Veränderung angenommen haben, ist für mich ein gutes Zeichen - da geht sicher noch mehr. Bis dahin ist mit einer Touristen-Attraktion, die auch Omi und Opi kennen, und die mit dem Finger auf Massentierhaltung zeigt, auch schon ein echtes Stück geschafft. Und die zahllosen geretteten Tiere erzählen ihre ganz eigenen Geschichten von einer grausamen Industrie ohne Herz oder Verstand - Geschichten, die berühren, und die dort zum Angreifen nahe sind. Massentierhaltung, die durch jedes einzelne Tier auf Aiderbichl nun nicht mehr industrialisert und abstrakt ist, sondern ein Gesicht und Fell oder Federn hat. Und die einen hautnah erleben lässt, dass alle Tiere einfach nur leben möchten.

Minggu, 06 Januari 2013

Gedanken für 2013 - und veganes Trifle

Ich hoffe, dass alle gut in das Jahr 2013 gerutscht sind - wer nun als Neujahrsvorsatz den Sprung zum Veganismus geplant hat, dem kann ich meine "Warum vegan?"-Seite ans Herz legen: Hier findet ihr meine bisherigen Artikel zum Thema Veganismus, besonders beliebt sind Fragen zu sozialen Aspekten, zu günstiger veganer Ernährung, Tipps für den perfekten veganen Kuchen, veganes Essen in nicht-veganen Restaurants und Alternativen zu tierischen Produkten. Egal, ob ihr vorsichtig beginnen wollt oder den Umstieg mit voller Kraft voraus angeht - ich freue mich auf euch, und wir haben euch schon einen Platz an unserem reich gedeckten veganem Tisch freigehalten.
Die Hopi-Indianer sagen: "Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben". Jedes Mal, wenn wir meinen, irgendwer müsste doch etwas dagegen machen, irgendeiner sollte das anpacken, irgendjemand würde doch was tun, könnte es dann sein, dass wir dieser jemand sind? Ich finde diese Vorstellung motivierend und beängstigend zugleich. Aber für unsere Sache - für jede Sache, die richtig und gut ist - brauchen wir Menschen, die über ihren eigenen Schatten springen und sich diesen Aufgaben stellen, auch wenn sie noch nicht genau wissen, wie, oder ob sie dafür eigentlich geeignet sind. Wir brauchen die Mutigen, die mit viel Herz, die, die nicht länger wegsehen wollen, und die, die laut aussprechen, was keiner hören möchte. Natürlich sind wir Veganer und Veganerinnen keine Märtyrer, sondern leben einen wunderbaren Lebensstil, der an Mitgefühl, Respekt und, natürlich, Genuss ausgerichtet ist.


Genau für diesen Genuss gibt es ein Rezept - oder besser gesagt, eine Bauanleitung - für ein veganes Trifle, das ich am Weihnachtsabend serviert habe. Da die meisten Leute denken, dass man als vegan lebender Mensch süße Köstlichkeiten nur aus der Ferne anschmachten kann, ist dieses dekadente Schicht-Dessert ein perfektes Mittel, um diese Vorurteile aus der Welt zu räumen.
Ein Trifle besteht aus Schichten von Kuchen, süßer Creme und Früchten, die dann als saftige Verführung auf den Teller kommen - da ein Trifle einige Stunden ziehen muss, wird der Kuchen wunderbar weich und verbindet sich mit den Aromen der Creme und der Früchte. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Mein Rezept hier ist darum mehr als Inspiration gedacht. Im Sommer können die Dosen-Pfirsiche und die tiefgekühlten Beeren natürlich durch frische, sehr reife Produkte ersetzt werden.

Veganes Trifle

Ich habe das Trifle in einer großen Glasschüssel angerichtet (eine Salat-Schüssel), es ergibt etwa vier bis fünf Portionen. Für ein Foto habe ich noch ein Mini-Trifle hergestellt, die natürlich auch süß zum Anschauen sind.

Für den Kuchen

300 Gramm Mehl
120 Gramm Zucker
1 Packung Vanille-Zucker
1/2 TL Salz
3/4 EL Backpulver
1/4 TL Natron
120 ml Öl
220 ml Wasser
2 EL Zitronensaft

Eine 24 cm Springform am Boden mit Backpapier auslegen, und an den Seiten gut einfetten. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Mehl, Zucker, Vanille-Zucker, Salz, Backpulver und Natron in einer großen Schüssel vermischen. Öl, Wasser und Zitronensaft hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren. In die Form füllen und etwa 25 bis 30 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Den Kuchen komplett auskühlen lassen. Anschließend braucht man etwa die Hälfte des Kuchens (ihr werdet sicher etwas mit dem Rest anfangen können, oder ihr verdoppelt die restlichen Zutaten und bekommt doppelt so viel Trifle heraus). Die Hälfte des Kuchens horizontal halbieren - also in zwei gleich große Scheiben schneiden, und diese beiden Teile dann in mundgerechte Würfel schneiden - das muss nicht so genau sein.

Zum Zusammensetzen

etwa 300 Gramm Pfirsiche, aus der Dose, abgetropft
tiefgekühlte Beeren-Mischung, z.B. Himbeeren, Ribisel, Brombeeren
300 ml vegane Schlagsahne (z.B. eine Packung Soyatoo!)
etwa 8 EL veganer Vanille-Pudding, selbstgekocht oder gekauft (z.B. von Alpro)
1 große (Glas-)Schüssel, z.B. für Salat

Die Pfirsiche in feine Scheiben schneiden. Die vegane Schlagsahne aufschlagen, und den Pudding unterheben. In der Schüssel zuerst einige Kuchenwürfel verteilen - das wird die erste Kuchenschicht. Darauf einige Pfirsich-Scheiben verteilen, dann einige tiefgekühlte Beeren darüber streuen (ihr müsst sie nicht extra auftauen), dann mit der Schlagsahne bedecken. Dann geht es weiter mit Kuchen, dann wieder Pfirsiche, Beeren, Creme - nun kennt ihr denn Drill. Wiederholen, bis der Kuchen aufgebraucht ist, und abschließen mit einer Schicht Creme, auf der man dekorativ entweder Kakaopulver streuen kann oder Pfirsichspalten arrangiert. Dann das Trifle für einige Stunden kühl stellen, damit es gut durchziehen kann. Zum Servieren mit einem großen Löffel einzelne Portionen herausstechen - dabei darauf achten, dass alle Schichten erwischt werden.
Wenn ihr das Trifle in einzelnen Gläser anrichtet, sieht das beim Servieren natürlich schöner aus, aber ist auch etwas mehr Arbeit.