Tampilkan postingan dengan label Desserts. Tampilkan semua postingan
Tampilkan postingan dengan label Desserts. Tampilkan semua postingan

Selasa, 19 Maret 2013

Softcake Cupcakes von der Veggie Planet


Dieses Wochenende ging die vegane Messe "Veggie Planet" in Salzburg über die Bühne, und ich durfte in einer kleinen Show Tipps und Tricks zum veganen Backen geben und Cupcakes live backen. Ich entschied mich zu diesem Anlass dafür, das populäre Softcake-Rezept in Cupcakes zu verwandeln. Auch wenn ihr es nicht zur Messe geschafft habt, hier gibt es nun das Rezept für Softcake Cupcakes in sogar zwei Varianten - ihr habt die Wahl, ob ihr die Cupcakes lieber mit Schokoladenglasur oder Kakaocreme verzieren möchtet!



Softcake Cupcakes (für 12 Cupcakes)

Für den Teig
270 Gramm Mehl
180 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanille-Zucker
¾ TL Salz
¼ TL Natron
¾ TL Backpulver
100 ml Öl
Abrieb von 2 Bio-Orangen (fein geraspelte Schale)
180 ml Flüssigkeit (Saft der ausgepressten Orangen + etwas Wasser oder gekaufter Orangensaft)

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Mehl, Zucker, Vanille-Zucker, Salz, Natron und Backpulver vermischen. Öl, Abrieb der Orangen und Flüssigkeit vermischen und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren und auf die Förmchen aufteilen. 15 bis 17 Minuten bei 180 Grad backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Cupcakes gestochen, sauber wieder herauskommt. Ganz auskühlen lassen.

Für die Kakaocreme
200 Gramm Alsan (vegane Margarine), weich
150 Gramm Staubzucker
50 Gramm Kakaopulver

Alsan und Staubzucker mit einem Handmixer gut verrühren. Kakaopulver hinzugeben und zu einer glatten Creme vermixen.

Für die Schokoladenglasur
70 Gramm vegane Schokolade / Kuvertüre
5 – 6 EL Sojamilch
Prise Zucker

In einem Topf bei sehr geringer Hitze die Schokolade mit der Sojamilch vorsichtig schmelzen, nach Geschmack Zucker hinzufügen.

Zum Zusammensetzen
Helle Marmelade (z. B. Marille, Pfirsich oder Orange)

Die Cupcakes mit einem Klecks Marmelade bestreichen. 
Für die Variante mit Kakaocreme die Creme in einen Spritzbeutel füllen und auf den Cupcake dressieren. 
Für die Variante mit Schokoladenglasur die warme Glasur vorsichtig auf die Cupcakes streichen.


Minggu, 03 Maret 2013

Mhmmm..... vegane Mohnschnecken!

Ich liebe faule Sonntage. Solche, an denen man den ganzen Tag im Pyjama auf der Couch sitzen kann, seine Lieblingsserien auf DVD ansieht, und nahtlos vom Nachmittagskaffee zum Aperitif übergeht. Meistens bin ich an solchen Sonntagen auch zu faul, um groß aufzukochen, immerhin ruft die Couch nach mir. 


Etwas Süßes sollte es aber trotzdem geben, und Zimtschnecken bieten sich besonders in den kälteren Monaten an. M ist aber nach Weihnachten kein besonderer Fan von Zimt, und jede Speise, in der sich Zimt befindet - ob es nun ein indisches Curry mit Garam Masala oder Kakao mit Zimt ist - schmeckt dann seiner Meinung nach (und zu meinem Ärgernis) "weihnachtlich". Darum haben die Zimtschnecken eine neue Füllung bekommen: Mohn. Der saftige, weiche Germteig mit der süßen Mohnfüllung macht meinen Sonntag noch etwas schöner. Zwar ist es ein wenig Arbeit, den Teig zu kneten, aber danach kann man sich gleich wieder ausruhen, immerhin muss der Teig auch noch aufgehen. Nach der Anstrengung kann  man sich mit einer köstlichen, aromatischen Mohnschnecke belohnen - perfekter wird es am Sonntag nicht!


Mohnschnecken

Teig:
1 EL gemahlene Leinsamen
3 EL Wasser 
250 Gramm Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Zucker
½ TL Salz
25 Gramm vegane Butter, weich (z. B. Alsan aus dem Bio-Markt)
125 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch), lauwarm

Füllung:
Weiche vegane Butter
100 Gramm gemahlener Mohn
70 Gramm Zucker
50 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)

Leinsamen sehr gut mit Wasser verquirlen und für einige Minuten beiseite stellen. Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz vermischen. Butter, Leinsamen mit Wasser und Sojamilch hinzufügen und einige Minuten zu einem glatten Teig verkneten, bis der Teig glänzt und nicht mehr zu klebrig ist (andernfalls noch etwas Mehl hinzugeben). Mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort etwa 1 1/2 bis 2 Stunden rasten lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. 
Dann den Teig in etwa rechteckig dünn ausrollen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung Mohn mit Zucker und Sojamilch zu einer glatten Paste verrühren. Die restliche vegane Butter dünn auf den Teig streichen, darüber die Mohnfüllung gleichmäßig verteilen. Dann den Teig der langen Seite nach aufrollen und mit einem scharfen Messer in etwa 3cm dicke Schnecken schneiden. In eine gefettete Form setzen und bei 180 Grad etwa 25 backen, bis sie oben leicht gebräunt sind. Wer mag, glasiert die Mohnschnecken noch mit etwas Zuckerguss: Ein paar Esslöffel Sojamilch (oder Wasser) mit reichlich gesiebten Staubzucker verrühren.


Jumat, 01 Februari 2013

Sommer-Sehnsucht-Torteletts mit Kirschen und Pudding

Ich bin eine Herbst-Freundin. Aber in den letzten Jahren habe ich mich doch sehr mit dem Sommer angefreundet. Und das ewige Grau im Winter, die fünfzehn Lagen Stoff am Körper, die Salzränder auf meinen neuen schicken Stiefeln und die ewig rinnende Nase stören mich dann doch. Ich sehne mich nach lauen Abenden im Gastgarten, nach Wassermelone, großen Sonnenbrillen, meinem Fahrrad und nach Planschen im See. Kurz: Sommer soll es bitte werden, aber flott.


Weil ich die wärmere Jahreszeit vermisse, wollte ich ein einfaches Dessert zubereiten, das mich an den Sommer erinnert. Torteletts mit Kirschen und Pudding sollten es werden, ein sehr simples und schnelles Dessert, da man die veganen Torteletts fertig im Bio-Markt kaufen kann und nur noch belegen muss.


Natürlich fehlt von Kirschen momentan momentan jede Spur. Darum wanderten ihre Kolleginnen aus dem Glas in meinen Einkaufswagen, die in diesem Rezept auch sehr gut schmecken - noch besser sind natürlich selbst eingemachte! Und während ich meine Torteletts esse, stille ich meine Sehnsucht nach warmen Wetter und freue mich doch wieder über meine gemütlichen Kuschelsocken und faule Abende mit Winter-Wohlfühlessen.



Sommer-Sehnsucht-Torteletts

7 vegane Torteletts (aus dem Biomarkt oder Reformhaus)
1 Packung Vanillepudding-Pulver (zum Zubereiten: Sojamilch und Vanillezucker)
200 Gramm abgetropfte Kirschen oder Weichseln aus dem Glas
4 - 5 EL Saft von den Kirschen
10 Gramm Maisstärke
etwas Vanillezucker
Spritzer Zitronensaft
 mehr Kirschen zum Dekorieren

Den Pudding nach Packungsanleitung vegan zubereiten (funktioniert üblicherweise mit 500 ml Sojamilch und Zucker). Klarsichtfolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet, und etwas abkühlen lassen. 
Kirschen grob zerstampfen, mit dem Saft mischen und auf dem Herd mit etwas Vanillezucker und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen lassen. Maisstärke mit etwas mehr Kirschsaft oder Wasser in einer extra Schüssel flüssig verrühren und zu den Kirschen geben. Unter Rühren köcheln lassen, bis die Kirschen eingedickt sind. Noch warm auf die Torteletts verteilen (etwa 1 - 2 EL pro Tortelett). Den Pudding, ebenfalls noch warm (er sollte aber schon etwas fest geworden sein), darüber löffeln. Jedes Tortelett mit einer Kirsche dekorieren und etwa zwei Stunden ziehen lassen.

Minggu, 06 Januari 2013

Gedanken für 2013 - und veganes Trifle

Ich hoffe, dass alle gut in das Jahr 2013 gerutscht sind - wer nun als Neujahrsvorsatz den Sprung zum Veganismus geplant hat, dem kann ich meine "Warum vegan?"-Seite ans Herz legen: Hier findet ihr meine bisherigen Artikel zum Thema Veganismus, besonders beliebt sind Fragen zu sozialen Aspekten, zu günstiger veganer Ernährung, Tipps für den perfekten veganen Kuchen, veganes Essen in nicht-veganen Restaurants und Alternativen zu tierischen Produkten. Egal, ob ihr vorsichtig beginnen wollt oder den Umstieg mit voller Kraft voraus angeht - ich freue mich auf euch, und wir haben euch schon einen Platz an unserem reich gedeckten veganem Tisch freigehalten.
Die Hopi-Indianer sagen: "Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben". Jedes Mal, wenn wir meinen, irgendwer müsste doch etwas dagegen machen, irgendeiner sollte das anpacken, irgendjemand würde doch was tun, könnte es dann sein, dass wir dieser jemand sind? Ich finde diese Vorstellung motivierend und beängstigend zugleich. Aber für unsere Sache - für jede Sache, die richtig und gut ist - brauchen wir Menschen, die über ihren eigenen Schatten springen und sich diesen Aufgaben stellen, auch wenn sie noch nicht genau wissen, wie, oder ob sie dafür eigentlich geeignet sind. Wir brauchen die Mutigen, die mit viel Herz, die, die nicht länger wegsehen wollen, und die, die laut aussprechen, was keiner hören möchte. Natürlich sind wir Veganer und Veganerinnen keine Märtyrer, sondern leben einen wunderbaren Lebensstil, der an Mitgefühl, Respekt und, natürlich, Genuss ausgerichtet ist.


Genau für diesen Genuss gibt es ein Rezept - oder besser gesagt, eine Bauanleitung - für ein veganes Trifle, das ich am Weihnachtsabend serviert habe. Da die meisten Leute denken, dass man als vegan lebender Mensch süße Köstlichkeiten nur aus der Ferne anschmachten kann, ist dieses dekadente Schicht-Dessert ein perfektes Mittel, um diese Vorurteile aus der Welt zu räumen.
Ein Trifle besteht aus Schichten von Kuchen, süßer Creme und Früchten, die dann als saftige Verführung auf den Teller kommen - da ein Trifle einige Stunden ziehen muss, wird der Kuchen wunderbar weich und verbindet sich mit den Aromen der Creme und der Früchte. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Mein Rezept hier ist darum mehr als Inspiration gedacht. Im Sommer können die Dosen-Pfirsiche und die tiefgekühlten Beeren natürlich durch frische, sehr reife Produkte ersetzt werden.

Veganes Trifle

Ich habe das Trifle in einer großen Glasschüssel angerichtet (eine Salat-Schüssel), es ergibt etwa vier bis fünf Portionen. Für ein Foto habe ich noch ein Mini-Trifle hergestellt, die natürlich auch süß zum Anschauen sind.

Für den Kuchen

300 Gramm Mehl
120 Gramm Zucker
1 Packung Vanille-Zucker
1/2 TL Salz
3/4 EL Backpulver
1/4 TL Natron
120 ml Öl
220 ml Wasser
2 EL Zitronensaft

Eine 24 cm Springform am Boden mit Backpapier auslegen, und an den Seiten gut einfetten. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Mehl, Zucker, Vanille-Zucker, Salz, Backpulver und Natron in einer großen Schüssel vermischen. Öl, Wasser und Zitronensaft hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren. In die Form füllen und etwa 25 bis 30 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Den Kuchen komplett auskühlen lassen. Anschließend braucht man etwa die Hälfte des Kuchens (ihr werdet sicher etwas mit dem Rest anfangen können, oder ihr verdoppelt die restlichen Zutaten und bekommt doppelt so viel Trifle heraus). Die Hälfte des Kuchens horizontal halbieren - also in zwei gleich große Scheiben schneiden, und diese beiden Teile dann in mundgerechte Würfel schneiden - das muss nicht so genau sein.

Zum Zusammensetzen

etwa 300 Gramm Pfirsiche, aus der Dose, abgetropft
tiefgekühlte Beeren-Mischung, z.B. Himbeeren, Ribisel, Brombeeren
300 ml vegane Schlagsahne (z.B. eine Packung Soyatoo!)
etwa 8 EL veganer Vanille-Pudding, selbstgekocht oder gekauft (z.B. von Alpro)
1 große (Glas-)Schüssel, z.B. für Salat

Die Pfirsiche in feine Scheiben schneiden. Die vegane Schlagsahne aufschlagen, und den Pudding unterheben. In der Schüssel zuerst einige Kuchenwürfel verteilen - das wird die erste Kuchenschicht. Darauf einige Pfirsich-Scheiben verteilen, dann einige tiefgekühlte Beeren darüber streuen (ihr müsst sie nicht extra auftauen), dann mit der Schlagsahne bedecken. Dann geht es weiter mit Kuchen, dann wieder Pfirsiche, Beeren, Creme - nun kennt ihr denn Drill. Wiederholen, bis der Kuchen aufgebraucht ist, und abschließen mit einer Schicht Creme, auf der man dekorativ entweder Kakaopulver streuen kann oder Pfirsichspalten arrangiert. Dann das Trifle für einige Stunden kühl stellen, damit es gut durchziehen kann. Zum Servieren mit einem großen Löffel einzelne Portionen herausstechen - dabei darauf achten, dass alle Schichten erwischt werden.
Wenn ihr das Trifle in einzelnen Gläser anrichtet, sieht das beim Servieren natürlich schöner aus, aber ist auch etwas mehr Arbeit.

Minggu, 11 November 2012

Pumpkin Spice Latte - selbstgemacht und vegan!

Neuer Job, neues Glück... und ganz viel zum Um- und Eingewöhnen! Momentan wird an der  Kochfront daher nur das Nötigste ausgeführt, damit M und ich nicht verhungern, und trotzdem ein paar Vitamine in unser System wandern. Pasta-Gerichte, Sandwiches und ja, auch Tiefkühl-Gemüse sind darum gerade ein wichtiger Bestandteil meines kulinarischen Repertoires - denn wenn ich abends mit knurrendem Magen nach Hause komme, möchte ich so wenig Zeit wie möglich am Herd verbringen!


Für eine kleine Belohnung am Wochenende habe ich mir aber einen Pumpkin Spice Latte zusammengemixt - ein herbstlicher, aromatischer Drink wie in einer populären Kaffee-Kette, für den man aber die eigenen vier Wände nicht verlassen muss!
Übrigens empfehle ich es sehr, einen Teil der Kürbis-Ernte zu dünsten, zu pürieren und portionsweise einzufrieren - pürierter Kürbis eignet sich nämlich nicht nur für Pumpkin Spice Latte, sondern auch für leckere Kürbis-Kekse, Kürbis-Muffins und für rasche Kürbis-Suppen!


Dieses Rezept ist nur eine Idee, ihr könnt damit herumspielen - den Kaffee weglassen für eine leckere Kürbis-Milch, die Gewürze variieren (mehr Zimt, mehr Muskat, etwas Garam Masala hinzugeben), den Drink mit Vanille-Sojamilch zubereiten - lasst eurer herbstlichen Kreativität freien Lauf!


Pumpkin Spice Latte

150 ml Sojamilch (oder Pflanzenmilch nach Geschmack)
200 ml fertig gebrühter, starker Kaffee
1 gehäufter EL Kürbis-Püree
1/8 - 1/4 TL Zimt
1 Prise Muskat
1 - 2 TL brauner Zucker, oder mehr nach Geschmack
vegane Schlagsahne
zum Dekorieren: Zimt, Zimtstangen, Muskat, Schoko-Raspel...

Milch in einem Topf erhitzen, und den Zucker darin auflösen. Kürbis-Püree und Gewürze einrühren, zum Köcheln bringen, von der Flamme nehmen und mit einem Pürierstab gut vermixen, dabei etwas aufschäumen. Den Kaffee hinzufügen, in ein großes Glas oder einen Becher füllen, und mit veganer Schlagsahne dekorieren.

Minggu, 26 Agustus 2012

Die kurze, tragische Geschichte des Zucchini-Kuchens

Ihr wisst, wie ich diesen Blog führe - ich denke, es hat noch nie ein Rezept ohne Foto gegeben. Totally Veg! ist sogar bekannt für die Essenfotografie: Regelmäßig tauchen Fotos auf FoodGawker auf, einem US-Portal für Food Bloger, ich wurde erst kürzlich in einem Fotografie-Blog erwähnt, und sicher speichelt ihr selbst eure Tastatur regelmäßig ein - mittlerweile sind meine Bilder schon so beliebt, dass sie auch einfach ohne Quellenangabe geklaut werden, wie hier.
Besonders begeistert bin ich darüber nun wirklich nicht. Ich stecke sehr viel Arbeit in die Artikel, Rezepte und vor allem die Fotos, und da ist eine kurzes Anfragen und ein Quellenverweis wohl nicht zu viel Aufwand. Für mich ist das einfach eine Frage des Respekts vor der Arbeit anderer. Kopieren ist vielleicht die höchste Form der Anerkennung - mit einem Verweis auf den Urheber könnten sich aber alle wirklich darüber freuen. Also bitte: Wenn ihr Fotos oder Artikel von Blogs oder Websiten auf irgendeine Weise vervielfältigen wollt (selbstgemacht ist übrigens immer besser!), schickt doch ein nettes E-Mail an den Autor oder die Autorin, und wenn das ok ist, schreibt doch die Quelle dazu - für ein netteres, nachbarschaftlicheres, einfach cooleres Internet. Ende der Predigt.

Irgendwie passend ist es nun, dass für dieses Rezept wirklich kein Bild vorhanden ist. Aber eigentlich hat das wenig mit dem strengen Unterton des Artikels zu tun (den ich wirklich, wirklich nicht anschlagen möchte, und nun auch wieder ausschalte), sondern eher damit, dass ich den Zucchini-Kuchen für den Besuch zweier sehr lieber und langjähriger Freunde gebacken habe. Eine Freundin schenkte mir eine Super-Bio-Zuccchini aus dem eigenen Garten, die so riesig war, dass sie einfach nach Kuchen schrie. Und nachdem ich für Besuch grundsätzlich Kuchen backe, war der Zucchini-Kuchen geboren. Das einzige Problem war, dass er saftig, süß, schmackhaft und durchzogen von Schokolade war, und drei erwachsene Männer ihn umzingelten - leider wurde er so schnell aufgegessen, dass mir keine Chance blieb, ihn zu fotografieren, was ja auch wieder irgendwie ein Qualitätsmerkmal ist.

No-Picture-Zucchini-Kuchen

2 EL Leinsamen, gemahlen
6 EL Wasser
200 Gramm Mehl
150 Gramm Zucker
2 Packungen Vanille-Zucker
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1 TL Zimt
1/4 TL Muskat
270 Gramm Zucchini (geschält, geraspelt und ggf. entkernt - danach abgewogen)
120 ml Öl
50 Gramm Schoko-Raspel, vegan und zartbitter

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Brotform mit Backpapier auslegen und an den Enden einfetten.
Die Leinsamen mit Wasser gut verrühren und beiseite stellen.
Mehl, Zucker, Vanille-Zucker, Natron, Backpulver, Zimt und Muskat verrühren. Leinsamen samt Wasser, Zucchini und Öl hinzufügen und gut verrühren. Dann vorsichtig die Schoko-Raspel unterheben. In die Form streichen und im Ofen etwa 47 bis 55 Minuten bei 180 Grad backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt.


Natürlich ist ein Artikel ohne Fotos kein richtiger Artikel. Darum für euch, meine lieben Leserinnen und Leser, ein paar Schnappschüsse, die mit Zucchini-Kuchen zwar nichts zu tun haben, aber trotzdem ganz nett anzusehen sind.

 Ich liebe den Herbst - und Kaffee. Letztes Jahr habe ich einen selbstgemachten Pumpkin Latte gezaubert, den ich heuer perfektionieren werde.


Und: Ich habe Chocolate Chip Cookies gebacken. Interesse? Dachte ich es mir doch.

Habt ihr in letzter Zeit etwas gebacken oder gekocht, das einfach zu schnell aufgegessen wurde?

Minggu, 19 Agustus 2012

Meine vegane Sommerparty - Menü, viele Bilder und süße Rezepte!

Wie ihr schon im letzten Artikel gelesen habt, haben M und ich zu einer Party mit komplett veganem Buffet geladen. Das Motto war, wie auch schon vergangenes Jahr, "Piraten im Garten", wobei die Piraten heuer Lust auf Veggie Burger entwickelten und sich das Buffet darum aufbaute. Viele der Speisen entstanden etwas aus dem Ärmel geschüttelt, da ich ständig am Kosten und Nachwürzen war, um veganes Essen so perfekt wie möglich zu präsentieren. Daher gibt es für vieles auch keine richtigen Rezepte, aber immerhin war ich so geistesgegenwärtig die Rezepte für die Desserts aufzuschreiben - Tropic Thunder Torte und Nougatmousse! Aber fangen wir doch von vorne an...

 Als Vorspeise servierten wir Pistazien zum Selberknacken und einen Teller Bruschetta mit Tomaten frisch aus dem Garten. Für das Topping einfach entkernte Tomaten würfeln, mit gepresstem Knoblauch, reichlich Basilikum, einem Schuss Essig, etwas Olivenöl und Salz mischen, kurz ziehen lassen und auf getoastetes Baguette geben.

Hier die Stars unserer Party: Die veganen Burger (die übrigens fertig gekauft waren von einer großen deutschen Diskonter-Kette), gemeinsam mit Maiskolben am Grill. Himmlisch!

Für das Beilagen-Buffet gab es Bohnensalat aus Kidneybohnen, weißen Bohnen, Mais, Zwiebel und einem Dressing aus Ketchup, Chili Pulver, Essig, Olivenöl, Cumin, Salz und einem Schuss Liquid Smoke.

Da ich Nudelsalat so sehr liebe, gab es gleich zwei Sorten davon. Hier die amerikanisch angehauchte Variante, Real American Pasta Salad, mit Erbsen, Mais und geraspelten Karotten, dazu ein Dressing aus viel veganer Mayonnaise, etwas Soja-Joghurt, Senf, Essig und frisch gemahlenem Pfeffer.

Der zweite Nudelsalat war italienisch angehaucht und bestand aus Antipasti: Klein geschnittene eingelegte Artischocken, getrocknete Tomaten und geröstete Paprika wurden mit etwas Mais, frischem Knoblauch und einem Dressing aus dem Gewürz-Öl der Artischocken gemischt.

Hier die ganze Pracht der Salate, dahinter noch die Burger Buns, rechts sieht man auch noch in der braunen Schüssel eine selbstgemachte Knoblauchsauce (aus Soja-Joghurt, veganer Mayonnaise, viel frischem Knoblauch und etwas Senf), dahinter eine selbstgemachte Kräuterbutter (etwas vegane Margarine weich werden lassen, mit vielen frischen gehackten Kräutern und frischem Knoblauch mischen und salzen).

Kurz vor Eröffnung des Buffets gesellten sich noch Ofen-Kartoffeln dazu, links oben (unter der Schatzkiste) gab es noch selbstgemachte Cocktailsauce (Soja-Joghurt, vegane Mayonnaise, viel Ketchup, Senf, etwas vegane Worcestershiresauce).

Hier mein Teller (der erste, wohlgemerkt) - ich habe das Foto geschossen, bevor ich den Burger mit Cocktailsauce ertränkt habe und den Maiskolben unter einem Berg von Kräuterbutter versteckt habe. So sieht es wenigstens noch halbwegs appetitlich aus!

Eine Party ist natürlich keine Party ohne Dessert. Bei dem piratigen Thema entschied ich mich für eine südliche, sommerlich angehauchte Torte, der M den Namen "Tropic Thunder" verpasst hat. Tropic Thunder ist nun also nicht nur der Film mit Tom Cruise's verstörendster Rolle, sondern auch eine wunderbar fruchtige, saftige, vegane Torte.

Serviert wurde die Torte mit einer Portion Nougat-Mousse, das ich in einen Schoko-Becher gefüllt habe. Die Schoko-Becher finde ich gelegentlich in Supermärkten, und horte sie dann (zu M's Leidwesen) in unserer zu kleinen Küche für Anlässe wie diesen. Das Mousse war ein großer Hit, perfekt für Nougat-Fans (ich bin übrigens kein besonders großer, aber M war selig).

Tropic Thunder Torte (Achtung, braucht etwas Vorbereitungszeit!)

Für den Teig
350 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
160 ml Öl
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
Eine Springform (26 cm) gut einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. In die Springform füllen, und bei 180 Grad Celsius ca. 40 bis 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt.

Für die Creme
750 Gramm Soja-Joghurt, Pfirsich-Mango (oder nur Pfirsich), 24 Stunden abgetropft*
300 ml vegane Schlagcreme
4 Packungen Sahnesteif
1 TL Tropic-Marmelade (eine Mischung aus Ananas, Mango, Pfirsich, ihr könnt auch jede andere Marmelade benutzen, die euch schmeckt)

Die vegane Schlagcreme aufschlagen, Soja-Joghurt unterheben und erneut vermixen, dann das Sahnesteif und die Marmelade dazugeben und noch ein wenig weitermixen, bis alles gut vermixt ist. Am besten über Nacht kühl stellen.

*Ein feinmaschiges Sieb mit Küchenrolle auslegen, das Joghurt hineinleeren und 24 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen.

Zum Zusammensetzen
Mehr Tropic-Marmelade
Schoko-Splitter, vegan (oder geraspelte Zarbitter-Schokolade)

Den Kuchen in zwei Hälften schneiden. Auf die untere Hälfte großzügig die Marmelade streichen, und etwa ein Drittel der Creme auftragen. Dann die obere Hälfte daraufsetzen, und den Kuchen mit der restlichen Creme einstreichen. Am Rand mit Schokosplitter verzieren, und einige Stunden kühl stellen.


Nougat-Mousse

125 Gramm veganes Nougat (ich habe meines im Reformhaus gekauft)
300 ml vegane Schlagcreme
3 EL Kakaopulver
2 - 3 EL Rum (optional)

Das Nougat vorsichtig mit niedriger Hitze in einem Topf schmelzen und kurz abkühlen lassen. Die Schlagcreme aufschlagen, Kakaopulver, Nougat und Rum hinzugeben und gut durchmischen. Einige Stunden kühl stellen.


Habt ihr in letzter Zeit Gäste mit veganem Essen verwöhnt?

Rabu, 25 Juli 2012

Soft Cake Kuchen - Orangenkuchen mit Schokoguss


Ich habe es endlich getan. Ich habe mir eine süße, winzige Springform mit einem Durchmesser von 18 cm gekauft. Nun kann ich endlich wunderbare und kreative Kuchen für euch testen, und M und ich müssen nicht eine Riesenportion Kuchen alleine aufessen. Ja, es gibt Schlimmeres, als Kuchen zu essen, aber ab dem Zeitpunkt, wo die Nähte meiner Jeans bei jeder Bewegung krachen, kann es auch gerne ein Stück Kuchen weniger sein - und weil Selbstdisziplin nicht mein Freund ist (vegane Kuchen und Torten sind auch einfach viel zu gut dafür) wird einfach eine kleinere Portion davon gebacken. Der große Vorteil ist, wenn ihr keine kleine Form habt, könnt ihr den Teig einfach verdoppeln und ihn in eine normal große Form mit 26 cm füllen!


Der erste Kuchen aus der Mini-Form war eine Erinnerung an meine Kindheit und die köstlichen, weichen Orangen-Kekse mit Schokoladenüberzug, auch bekannt als Soft Cake. Dieser Kuchen schmeckt so - nur besser und etwas erwachsener - mit einem feinen, saftigen Orangenteig und einem süß-herben Schokoladenguss. M war begeistert und hat den Kuchen fast alleine gegessen - da relativiert sich die kleine Form auch wieder.



Soft Cake Kuchen (für 18 cm Form, für 26 cm Form Zutaten bitte verdoppeln)

180 Gramm Mehl
125 Gramm Zucker
1 Packung Bourbon Vanillezucker
½ TL Salz
½ EL Backpulver
1/8 TL Natron
80 ml Öl
Abrieb einer halben großen Bio-Orange
125 ml Orangensaft (die Orange auspressen und den Rest mit fertigem Oragensaft auffüllen)

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (18 cm, für 26 cm das Rezept verdoppeln) am Boden mit Backpapier auslegen und an den Seiten einfetten.
Mehl, Zucker,Vanillezucker, Salz, Backpulver und Natron vermischen. Öl mit dem Orangen-Abrieb und dem Saft gut versprudeln und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Löffel einen glatten Teig daraus rühren. In die Springform füllen und bei 180 Grad 30 bis 35 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchen gestochen, sauber wieder herauskommt. Sollte der Kuchen gegen Ende der Backzeit oben zu braun werden, einfach mit Alufolie abdecken. Bei einer größeren Form verlängert sich die Backzeit etwas.

Für den Schokoguss
70 Gramm Schokolade, zartbitter und vegan
3 EL Hafersahne oder Sojasahne (zum Kochen)
¼ TL Agavensirup (oder etwas Zucker)

Schokolade in einem Topf sehr vorsichtig schmelzen. Die vegane Sahne unterrühren und mit Agavensirup süßen. Den Schokoguss noch warm auf dem Kuchen verteilen.

Jumat, 13 Juli 2012

Stracciatella Muffins - Gesprenkelte Verführung

Vanille und Schokolade sind enfach ein super Team. Es gibt für mich kaum eine bessere Mischung! Schon als Kind liebte ich Stracciatella-Eis heiß und innig, auch wegen des schönen italienischen Namens (den ich heute, gute zwanzig Jahre später, zwar aussprechen, aber immer noch nicht ohne große Mühe fehlerfrei schreiben kann).


Für einen Brunch mit Freunden sollte es darum etwas mit Vanilla und Schokolade werden, und für einen Brunch sind natürlich Muffins perfekt. So wurden diese Stracciatella-Muffins geboren - saftig, süß und schokoladig, eben perfekt für einen Brunch, eine Geburtstagsfeier oder als kulinarische Überraschung für eine liebe Person. Sollte ein Kindergeburtstag anstehen, würde ich sie vielleicht als Dalmatiner Muffins anbieten: So oder so, sie sind bestimmt ein Hit! Noch dazu sind sie einfach zu backen - also legt los!

Muffins am Brunch-Buffet


Stracciatella Muffins

250 ml Sojamilch
1 EL Essig
240 Gramm Mehl
100 Gramm weißer Zucker
20 Gramm brauner Zucker
2 Packungen Vanillezucker
1 Packung Backpulver
1/2 TL Salz
70 ml Öl
140 Gramm vegane Schokosplitter oder fein geraspelte Schokolade (Zartbitter)

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Sojamilch mit dem Essig verrühren und beiseite stellen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz gut verrühren. Öl und Sojamilch hinzufügen und zu einem halbwegs glatten Teig verrühren (mit einem Löffel, nicht mit dem Mixer). Vorsichtig die Schokosplitter unterheben. Auf 12 vorbereitet Muffin-Förmchen aufteilen, und bei 180 Grad 18 - 20 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte gestochen, ohne klebrigen Teig herauskommt.

Jumat, 06 Juli 2012

Veganes Eis und süßes Bier

ICH. LIEBE. EIS.

In Großbuchstaben und mit mindestens vier Ausrufezeichen. Es gibt einfach nichts Besseres als eine halb geschmolzene Eiskugel, etwas träge fließende Schokoladensauce darüber mit ein paar fruchtigen Bananenscheiben. Oder gehackten Nüsse. Oder Heidelbeeren. Vielleicht auch ein paar Marshmallows. Ihr seht, ich komme ich ins Träumen, wenn ich nur an Eis denke.

Veganes Eis am Stiel

Zum Glück gibt es mittlerweile veganes Eis in Hülle und Fülle. Ganz vorne natürlich das Vanille-Soja-Eis einer österreichischen Supermarkt-Kette, das ich auch in dem kleinen Markt nebenan bekomme - perfekt für Gelüste kurz vor Ladenschluss. Aber auch in Deutschland gibt es in großen Supermärkten veganes Eis, aus Soja oder aus Lupinen oder als Eis am Stiel - und es wartet nur darauf, dass ihr es entdeckt! Und wenn alle Stricke reissen, gibt es immer noch den Bio-Markt - meiner bietet drei verschiedene Soja-Eis-Sorten an, von den fruchtigen Sorbets ganz zu schweigen.

Dessert in einem Londoner Restaurant

Am schönsten ist es natürlich, wenn man in einem Restaurant cremiges, süßes, perfektes Eis serviert bekommt, in Form eines riesigen Eisbechers oder auf einem wunderbaren Stück Kuchen.

Eisbecher im Münchner Restaurant Max Pett

Aber auch zuhause gibt es viele Möglichkeiten, um das Eis abwechslungsreich zu präsentieren - beispielsweise in Form von süßem, veganen Bier!


Ja, ihr habt mich entlarvt. Es ist kein Bier, sondern Eiskaffee. Aber als ich die Eiskugeln in den Kaffee fallen ließ, drängte sich der Vergleich einfach auf -  dunkle Flüssigkeit, eine helle, schaumige Krone, und große Biergläser eignen sich einfach ganz besonders dafür! M hat eine stolze Sammlung in unserer Küche, und endlich erweist sich diese auch als sinnvoll.


Die Variationen von Eiskaffee sind natürlich unendlich: M trinkt seinen am liebsten schwarz, ich mag ihn gerne mit Sojamlich und gesüßt, ein Klacks vegane Sahne macht den Eiskaffee besonders dekadent, wer mag, träufelt auch noch etwas Schokoladensauce darüber... Und wer auf den Alkohol nicht verzichten will, der fügt noch 1 EL Rum hinzu.


Eiskaffee
300 ml gekühlter Kaffee
200 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja, Mandel, Haselnuss, Kokos)
1/2 - 1 TL Agavensirup (oder Zucker)
2 kleine Kugeln veganes Vanille-Eis
1 TL Schokosplitter
1 Bierkrug (oder ein hohes Gefäß)

Kaffee, Milch und Agavensirup in einem hohen Glas vermixen. Das Vanille-Eis mit einem Eisportionierer in den Kaffee geben und mit Schokosplittern toppen.


Und was sind eure liebsten Eis-Sorten? Und wie esst ihr euer Eis am allerliebsten?

Kamis, 31 Mei 2012

Rhabarber-Torte (die Eltern schmeckt) - ein einfaches Rezept!

Ja, ich kämpfe mich immer noch durch Berge von Rhabarber. Nach meinem letzten Kuchen kam ich zur Überzeugung, dass Rhabarber doch nicht die Ausgeburt des Bösen ist. Zu der Rhabarber-Torte, die ihr am Bild seht, gibt es übrigens auch eine Geschichte.


Vor kurzem verbrachte ich ein Wochenende bei meinen Eltern. Sie sind wohl die größten Fans meiner süßen Kreationen und freuen sich immer über selbstgebackene Mehlspeisen. Leider musste ich sie in letzter Zeit enttäuschen und nutzte ihre Wohnung nur als Zwischenlager für Kuchen und Cupcakes, bevor sie dann, natürlich in unangetastetem und perfektem Zustand, weiter an Freunde und Freundinnen geliefert wurden (wie diese pinken Cupcakes). Das ist natürlich kulinarische Folter der untersten Schublade - zu alledem bekam meine Frau Mama auch gar keinen Kuchen zum Muttertag, weil ich so beschäftigt war, für andere Leute zu backen. Um meinen Ruf als Tochter also wiederherzustellen, brachte ich ihnen diese leckere Rhabarber-Torte mit. Unter uns: Die Torte entstand aus Not heraus, denn in meinem Kühlschrank häufte sich der Rhabarber, und etwas Kokosmilch hatte ich auch noch zu verbrauchen. Für eine aufwendigere Torte mit veganer Sahne oder ähnlichen Spielereien fehlten aber sowohl Zeit als auch die Mittel. Schließlich wurde daraus diese Kreation: Die Rhabarber-Torte hat einen süßen, flaumigen Vanille-Boden und ein leicht säuerliches Topping mit zarter Zimt-Note. Wenn ihr also etwas süßes Saisonales sucht, das nicht viel Aufwand benötigt, und bei dem die Zutaten rasch bei der Hand sind, ist diese Torte mein Tipp an euch.
Übrigens: Die Torte wurde mit Begeisterungsstürmen empfangen, und der Hausfrieden war damit wieder gesichert.


Rhabarber-Torte (oder: Wie man Eltern glücklich macht)

Für den Boden
350 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
180 ml Öl
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft

Eine Springform (26 cm) gut einfetten, den Boden mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. In die Springform füllen, und bei 180 Grad Celsius ca. 40 bis 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt.

Für das Topping
500 Gramm Rhabarber (nach dem Schälen und Schneiden gewogen)
50 ml Wasser
75 Gramm brauner Zucker
1 Packung Bourbon-Vanillezucker
1 Beutel Agartine (pflanzliches Geliermittel aus dem Supermarkt) (oder 3/4 TL Agar Agar)
200 ml Kokosmilch (oder Soja / Hafer Cuisine)
1 Messerspitze Zimt

Den Rhabarber gegebenenfalls schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf mit dem Wasser und Zucker zum Köcheln bringen. Köcheln lassen, bis der Rhabarber sehr weich ist und schon fast zu einem Püree zerfällt. In einer Küchenmaschine oder mit einem Stabmixer dann fein pürieren. Die Kokosmilch mit der Agartine vermischen und in einem Topf aufkochen. Unter Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Zimt zum Rhabarber hinzufügen und noch einmal gut pürieren. Noch einmal abschmecken, ob euch die Mischung süß genug ist, dann geht es weiter zum Zusammensetzen!

Zum Zusammensetzen
Einen Tortenring um den Kuchen legen (oder wieder die Seite der Springform benutzen). Das noch warme Rhabarber-Topping daraufleeren und ein paar Stunden kühl stellen. Schmeckt besonders mit einem Klecks veganer Sahne!

Rabu, 09 Mei 2012

Rhabarberkuchen mit Zuckerkruste

In meiner Bio-Kiste fand sich letzte Woche zum ersten Mal Rhabarber. Das mag ich an meiner Kiste so gerne - sie konfrontiert mich mit Obst und Gemüse, das ich sonst niemals kaufen würde. Denn obwohl ich wohl noch nie bewusst Rhabarber gegessen habe, hatte ich eine Abneigung gegen die unschuldigen Stangen. Zum einen, weil in meiner Familie der Rhabarber-Hass tief verwurzelt ist, der sich offensichtlich weitervererbt ("Rhabarber ist so sauer, pfui!"); zum anderen auch, weil ich den Eindruck hatte, dass der einzige Einsatzbereich von Rhabarber Kompott ist. Ehrlich, auch wenn ich gelegentlich gerne Zwetschkenröster (Pflaumenkompott) über Pancakes esse, richtig scharf bin ich nicht auf Kompott. Ich weiß nie etwas damit anzufangen - es ist zu flüssig, um es über Kuchen oder als Marmelade zu servieren, und wenn ich es pur esse, kommt es mir wiederum vor, als würde etwas fehlen. Und dann gibt es noch das berüchtigte Kirschen-Kompott, bei dem in den Kirschen noch die Kerne sind... ich möchte mich während des Essens nicht dauernd vornüber beugen, um Teile davon wieder auszuspucken, also: Nein, danke!
Ihr seht, Rhabarber und ich hatten keinen besonders guten Start. Er ist zu sauer, und ich zu voreingenommen gegenüber Kompott. Zum Glück gibt es Kuchen. In Kuchen schmeckt alles Gemüse oder Obst wunderbar, und auch beim Rhabarber war es nicht anders. Um der Säure vorzubeugen, habe ich den rohen Teig mit braunem Zucker bestreut. Nach dem Backen bildet diese knusprige, süße Kruste einen köstlichen Kontrast zum säuerlichen, weichen Rhabarber.


Backt den Kuchen nach und entdeckt so wie ich eure Liebe zu Rhabarber. Wie alles im Leben schmeckt der Kuchen mit einer Kugel veganem Eis noch besser. Wo wir gerade von Eis sprechen: Es ist schon wieder Rhabarber in meinem Kühlschrank. Vielleicht wage ich mich doch mal an ein Kompott, ich könnte ja versuchen, es auch mit Vanille-Eis zu essen.


Rhabarberkuchen mit Zuckerkruste

1 EL gemahlene Leinsamen
3 EL Wasser
110 Gramm vegane Butter, weich (z.B. Alsan)
80 Gramm Zucker, weiß
120 Gramm Zucker, braun
1 Packung Vanillezucker
300 Gramm Mehl
1 TL Natron / Speisesoda
1/4 TL Salz
1 TL Zimt
1/4 TL Muskat
200 ml Sojamilch
1 EL (Apfel-)Essig
300 Gramm Rhabarber, ggf. geschält und in kleine Stücke geschnitten (nach dem Schälen und Schneiden gewogen)
1 EL Mehl
3 EL Zucker, braun

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (26 cm) gut einfetten, den Boden mit Backpapier auslegen.
Leinsamen mit Wasser vermischen, beiseite stellen. In einer großen Schüssel die vegane Butter mit dem Zucker und Vanillezucker mit einem Handmixer gut schaumig schlagen, Leinsamen hinzugeben und noch einmal gut vermischen. In einer zweiten Schüssel das Mehl mit Natron, Salz, Zimt und Muskat vermischen. Die Sojamilch mit dem Essig vermischen und kurz stehen lassen. Dann das Mehl mit der Sojamilch zu dem Butter-Gemisch geben, und daraus einen glatten Teig rühren. Den Rhabarber mit 1 EL Mehl vermischen, dann unter den Teig heben. In die Form streichen, den Zucker darüber streuen und bei 180 Grad etwa 35 - 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt.

Minggu, 18 Maret 2012

Soyatoo ist zurück - Happy Vanilla Cake & Schoko-Erdnuss-Bombe

Viele von euch haben es schon bemerkt: Soyatoo, die aufschlagbare vegane Sahne, ist wieder da - und besser als jemals zuvor, kommt sie nun in drei Sorten daher (erhältlich im Viana Store, Online-Versand und vereinzelten Reformhäusern - Nachfragen lohnt sich!). Ich habe für euch die klassische Soja-Sahne, und, ganz neu, Kokos-Sahne in zwei Rezepten getestet.
Die Soja-Sahne hat wieder ihre gewohnte Qualität, mit dem typischen Soyatoo-Geschmack. Der heimliche Star ist für mich die Kokos-Sahne, die nur dezent nach Kokos schmeckt, und von der Standfestigkeit die gewöhnliche Soja-Sahne in den Schatten stellt - himmlisch!
Anlässlich meiner Geburtstagsfeier letzte Woche gab es einen Happy Vanille Cake (mit Kokos-Sahne) und eine Schoko-Erdnuss-Bombe (mit Soja-Sahne) - nun auch für euch zum Nachbacken!


Happy Vanilla Cake
Der perfekte Geburtstagskuchen!

360 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
220 ml Öl
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft

Eine Springform (26 cm) gut einfetten. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. In einer kleinen Schüssel das Mark der Vanilleschote mit dem Öl gut versprudeln. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. In die Springform füllen, und bei 180 Grad Celsius ca. 40 bis 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt.

Zum Zusammensetzen
Vegane Zuckerstreusel zum Füllen (eine kleine Handvoll)

1 Packung vegane Schlagsahne (vorzugsweise Soyatoo CocosWhip, 300 ml)
2 Packungen Sahnesteif
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Mehr Zuckerstreusel zum Dekorieren

Die Schlagsahne mit dem Mark der Vanilleschote aufschlagen, Sahnesteif hinzufügen und bis zur gewünschten Konsistenz weiter aufschlagen.
Kuchen sehr gut auskühlen lassen, aus der Form entfernen und in zwei Hälften teilen. Die untere Hälfte mit etwa einem Viertel der Schlagsahne bestreichen, darauf reichlich Zuckerstreusel verteilen. Die andere Hälfte darauf setzen und alles mit der restlichen Schlagsahne überziehen. Dann auf dem Rand mehr Zuckerstreusel verteilen. Einige Stunden kühl stellen.


Schoko-Erdnuss-Bombe
Beeindruckt garantiert jeden, nicht nur die Erdnuss-Fans!

200 Gramm Mehl
150 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
30 Gramm Kakaopulver
1 TL Natron
1/2 TL Salz
80 ml Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
1 EL Essig, z.B. Apfelessig
250 ml Wasser

Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.Eine Kuchenform (24 cm) gut einfetten.
Mehl, Zucker, Vanillezucker, Kakaopulver, Natron und Salz in einer Schüssel gut vermischen. Dann in der Mitte eine kleine Mulde formen, und dort hinein Essig, Öl, und Wasser geben. Mit einem Löffel (nicht mit dem Handmixer) die Zutaten vorsichtig verrühren, nur so lange, bis sie vermischt sind. Den Teig in die Form füllen, und ca. 20 - 30 Minuten backen - ein Zahnstocher, den man die Mitte hineinsticht, sollte sauber wieder herauskommen.

Zum Zusammensetzen
1 Packung vegane Schlagsahne (vorzugsweise Soyatoo Soy Whip, 300 ml)
4 - 5 EL Erdnussmus (gesalzen)
2 Packungen Sahnesteif

Etwas vegane Schokolade oder Kuvertüre

Die Schlagsahne mit dem Erdnussmus gut aufschlagen. Sahnesteif hinzufügen und bis zur gewünschten Konsistenz weiterschlagen.
Den Kuchen sehr gut auskühlen lassen, aus der Form entfernen und in zwei Hälften schneiden. Die untere Hälfte mit etwa einem Viertel der Sahne bestreichen, die obere Hälfte darauf setzen und mit dem Rest der Sahne einstreichen. Als Dekoration die vegane Schokolade darüber raspeln, und einige Stunden kühl stellen.