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Sabtu, 23 Maret 2013

Vegane Geburtstage

M und ich haben sehr knapp hintereinander Geburtstag, was einerseits praktisch ist, da wir eine gemeinsame Feier veranstalten können, andererseits aber ganz schön anstrengend, weil sich die Festivitäten meistens innerhalb einer Woche bündeln. 
Ich nehme Geburtstage sehr ernst - an diesem Tag ist man in meinen Augen King bzw. Queen of the Day und muss entsprechend gewürdigt werden. So wird es in meiner Familie seit Jahren gehalten und ich habe nicht die Absicht, das zu ändern. Aufgrund dieser Tradition macht es meiner Familie auch nichts aus, dass ich sie an meinem Geburtstag etwas herumscheuche, um den Tag nach meinen Wünschen zu gestalten - das klingt nun wesentlich egozentrischer, als es eigentlich ist, aber seht selbst.

 Bulgur, Gemüse, Pesto, frische Kräuter

Ich wurde in eines meiner liebsten Salzburger Restaurants auf einen ausgezeichneten, und sehr frühlingshaft schmeckenden, herzhaften Bulgur-Schmarren eingeladen. Außerdem statteten wir trotz Schnee und eiskaltem Wind den Tieren von Gut Aiderbichl einen Besuch ab - der Kontakt mit den dort aufgenommen Tieren, die eigentlich schon längst ausrangiert werden sollten, wärmt ohnehin von innen heraus.

 Sonnenanbeter...

... Eselchen-Gang...

 ...und ein entzückendes Lämmchen.

Heuer gelang es mir, die Geburtstagsfeierlichkeiten besonders lange auszudehnen, da ich am letzten Wochenende mit der Veggie Planet beschäftigt war, und so feierten wir erst an diesem Wochenende mit alten Freunden (die ich seit 18 Jahren kenne, und wenn ich das schreibe, komme ich mir älter vor, als ich eigentlich bin). Es gibt bei Feiern, die M und ich veranstalten, immer nur veganes Essen, und nicht nur hat sich noch nie jemand darüber beschwert, ich wage sogar zu behaupten, dass das Essen meistens eines der Highlights ist - die leer geputzten Teller sprechen immerhin Bände


Heuer gab es Papa's tolles veganes Chili, frisches Brot und natürlich Süßes in Form von Mini-Muffins und einer Torte - ganz experimentell habe ich vegane aufschlagbare Sahne mit fein gemahlenen veganen Keksen vermischt. Und ich kann euch hier nur Schnappschüsse präsentieren, denn wie das so ist auf guten Feiern, fehlt die Zeit für richtig schöne Fotos. Dafür war das Kater-Frühstück dann nicht nur nötig, sondern auch richtig lecker: Vegourmet hat eine neue tolle Pastete herausgebracht, die wunderbar würzig schmeckt - und von Vegourmet kann ich euch in nächster Zeit noch mehr Neuheiten präsentieren! Vorher erhole ich mich aber etwas von den Geburtstagsfeierlichkeiten.

Tolle Pastete von Vegourmet und Papa's Chili

Kamis, 01 November 2012

Vegane belegte Party-Brötchen

In meiner Familie werden Feiertage festlich zelebriert. Ob Weihnachten, Silvester, oder Ostern, es gibt ein besonderes Menü und meine Mama lässt ihren kreativen Fähigkeiten freien Lauf - an ihr ist wirklich eine Dekorateurin verloren gegangen, denn bei den geschmückten Tischen, Gestecken und Deko-Elementen, die sie zaubert, wird jedes Schaufenster in hochpreisigen Kaufhäusern neidisch (eine Fähigkeit, die sie übrigens an mich nicht vererbt hat). Meine liebste Kindheitserinnerung an Parties sind ihre belegten Brötchen, die sie genauso liebevoll gestaltet, und die jedem Gast "Iss mich sofort!" zurufen. 


Jeder, der meinen Blog regelmäßig liest, weiß, wie sehr ich Halloween liebe. Für die diesjährigen Feierlichkeiten sollten es auch belegte Brötchen werden, natürlich vegan. Ich bin zwar ein großer Halloween-Fan - aber Tiere zu essen ist wirklich einfach zu gruselig.



Für die Beläge gab es Erdäpfelkas nach meinem Rezept, veganer Eier-Salat nach einem Rezept von Björn Moschinski (ich gebe immer noch etwas Senf, Soja-Joghurt und Kala Namak, ein nach Ei schmeckendes Salz, dazu), vegane Wurst und veganes Schmalz (aus dem Bio-Markt). Dekoriert wurden unsere Schnittchen des Grauens mit Essiggurkerl, Radieschen, Kresse aus der Bio-Kiste, Zwiebel, Ketchup, Senf, veganer Mayo und etwas veganem Kaviar, den ich in einem Supermarkt gefunden habe, und der aus Algen gewonnen wird, aber eher ein Gag als ein kulinarisches Highlight ist. M zauberte noch ein paar Pizza-Schnittchen mit Tomatensauce, Pesto und eingelegten Artischocken und Tramezzini mit Rucola.





Ein Blick auf unsere Deko - an der ich mich noch bis Weihnachten erfreuen werde!

Muss ich sagen, dass es wir mehr als genug Essen vorbereitet haben? Darum geht die gemütliche Knabberei heute in die nächste Runde, und ich kann Halloween noch etwas in die Länge ziehen. Hurra!

Wie habt ihr Halloween verbracht? Übrigens, pünktlich zum heutigen World Vegan Day, gibt es eine neue Seite am Blog - Warum vegan?

Minggu, 19 Agustus 2012

Meine vegane Sommerparty - Menü, viele Bilder und süße Rezepte!

Wie ihr schon im letzten Artikel gelesen habt, haben M und ich zu einer Party mit komplett veganem Buffet geladen. Das Motto war, wie auch schon vergangenes Jahr, "Piraten im Garten", wobei die Piraten heuer Lust auf Veggie Burger entwickelten und sich das Buffet darum aufbaute. Viele der Speisen entstanden etwas aus dem Ärmel geschüttelt, da ich ständig am Kosten und Nachwürzen war, um veganes Essen so perfekt wie möglich zu präsentieren. Daher gibt es für vieles auch keine richtigen Rezepte, aber immerhin war ich so geistesgegenwärtig die Rezepte für die Desserts aufzuschreiben - Tropic Thunder Torte und Nougatmousse! Aber fangen wir doch von vorne an...

 Als Vorspeise servierten wir Pistazien zum Selberknacken und einen Teller Bruschetta mit Tomaten frisch aus dem Garten. Für das Topping einfach entkernte Tomaten würfeln, mit gepresstem Knoblauch, reichlich Basilikum, einem Schuss Essig, etwas Olivenöl und Salz mischen, kurz ziehen lassen und auf getoastetes Baguette geben.

Hier die Stars unserer Party: Die veganen Burger (die übrigens fertig gekauft waren von einer großen deutschen Diskonter-Kette), gemeinsam mit Maiskolben am Grill. Himmlisch!

Für das Beilagen-Buffet gab es Bohnensalat aus Kidneybohnen, weißen Bohnen, Mais, Zwiebel und einem Dressing aus Ketchup, Chili Pulver, Essig, Olivenöl, Cumin, Salz und einem Schuss Liquid Smoke.

Da ich Nudelsalat so sehr liebe, gab es gleich zwei Sorten davon. Hier die amerikanisch angehauchte Variante, Real American Pasta Salad, mit Erbsen, Mais und geraspelten Karotten, dazu ein Dressing aus viel veganer Mayonnaise, etwas Soja-Joghurt, Senf, Essig und frisch gemahlenem Pfeffer.

Der zweite Nudelsalat war italienisch angehaucht und bestand aus Antipasti: Klein geschnittene eingelegte Artischocken, getrocknete Tomaten und geröstete Paprika wurden mit etwas Mais, frischem Knoblauch und einem Dressing aus dem Gewürz-Öl der Artischocken gemischt.

Hier die ganze Pracht der Salate, dahinter noch die Burger Buns, rechts sieht man auch noch in der braunen Schüssel eine selbstgemachte Knoblauchsauce (aus Soja-Joghurt, veganer Mayonnaise, viel frischem Knoblauch und etwas Senf), dahinter eine selbstgemachte Kräuterbutter (etwas vegane Margarine weich werden lassen, mit vielen frischen gehackten Kräutern und frischem Knoblauch mischen und salzen).

Kurz vor Eröffnung des Buffets gesellten sich noch Ofen-Kartoffeln dazu, links oben (unter der Schatzkiste) gab es noch selbstgemachte Cocktailsauce (Soja-Joghurt, vegane Mayonnaise, viel Ketchup, Senf, etwas vegane Worcestershiresauce).

Hier mein Teller (der erste, wohlgemerkt) - ich habe das Foto geschossen, bevor ich den Burger mit Cocktailsauce ertränkt habe und den Maiskolben unter einem Berg von Kräuterbutter versteckt habe. So sieht es wenigstens noch halbwegs appetitlich aus!

Eine Party ist natürlich keine Party ohne Dessert. Bei dem piratigen Thema entschied ich mich für eine südliche, sommerlich angehauchte Torte, der M den Namen "Tropic Thunder" verpasst hat. Tropic Thunder ist nun also nicht nur der Film mit Tom Cruise's verstörendster Rolle, sondern auch eine wunderbar fruchtige, saftige, vegane Torte.

Serviert wurde die Torte mit einer Portion Nougat-Mousse, das ich in einen Schoko-Becher gefüllt habe. Die Schoko-Becher finde ich gelegentlich in Supermärkten, und horte sie dann (zu M's Leidwesen) in unserer zu kleinen Küche für Anlässe wie diesen. Das Mousse war ein großer Hit, perfekt für Nougat-Fans (ich bin übrigens kein besonders großer, aber M war selig).

Tropic Thunder Torte (Achtung, braucht etwas Vorbereitungszeit!)

Für den Teig
350 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
160 ml Öl
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
Eine Springform (26 cm) gut einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. In die Springform füllen, und bei 180 Grad Celsius ca. 40 bis 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt.

Für die Creme
750 Gramm Soja-Joghurt, Pfirsich-Mango (oder nur Pfirsich), 24 Stunden abgetropft*
300 ml vegane Schlagcreme
4 Packungen Sahnesteif
1 TL Tropic-Marmelade (eine Mischung aus Ananas, Mango, Pfirsich, ihr könnt auch jede andere Marmelade benutzen, die euch schmeckt)

Die vegane Schlagcreme aufschlagen, Soja-Joghurt unterheben und erneut vermixen, dann das Sahnesteif und die Marmelade dazugeben und noch ein wenig weitermixen, bis alles gut vermixt ist. Am besten über Nacht kühl stellen.

*Ein feinmaschiges Sieb mit Küchenrolle auslegen, das Joghurt hineinleeren und 24 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen.

Zum Zusammensetzen
Mehr Tropic-Marmelade
Schoko-Splitter, vegan (oder geraspelte Zarbitter-Schokolade)

Den Kuchen in zwei Hälften schneiden. Auf die untere Hälfte großzügig die Marmelade streichen, und etwa ein Drittel der Creme auftragen. Dann die obere Hälfte daraufsetzen, und den Kuchen mit der restlichen Creme einstreichen. Am Rand mit Schokosplitter verzieren, und einige Stunden kühl stellen.


Nougat-Mousse

125 Gramm veganes Nougat (ich habe meines im Reformhaus gekauft)
300 ml vegane Schlagcreme
3 EL Kakaopulver
2 - 3 EL Rum (optional)

Das Nougat vorsichtig mit niedriger Hitze in einem Topf schmelzen und kurz abkühlen lassen. Die Schlagcreme aufschlagen, Kakaopulver, Nougat und Rum hinzugeben und gut durchmischen. Einige Stunden kühl stellen.


Habt ihr in letzter Zeit Gäste mit veganem Essen verwöhnt?

Selasa, 14 Agustus 2012

11 Tipps für die perfekte vegane Party

Nach dem Erfolg unserer Gartenparty im letzten Sommer packten M und ich es heuer wieder an: Eine vegane Party für 12 Gäste, davon waren M und ich die einzigen Veggies. Die Party war ein absoluter Erfolg, voll mit guten Freundinnen und Freunden, einem Buffet, das förmlich inhaliert wurde, Lagerfeuer, Sternschnuppen und einfach wunderbaren Erinnerungen. Was M und ich bei den Vorbereitungen gelernt haben, und wie ihr selbst eine perfekte Party auf die Beine stellt, die auch Nicht-VeganerInnen beeindruckt - hier sind meine Tipps!

Das Buffet vom letzten Jahr...

Kein Platz für Experimente
Wenn man für Nicht-VeganerInnen kocht, ist dies nicht der richtige Zeitpunkt für kulinarische Experimente. Man kann auch ein anderes Mal ausprobieren, ob veganer Eischnee wirklich funktioniert – bei Parties sollte man sich jedoch auf Rezepte verlassen, die getestet und perfektioniert wurden, und einfach jedes Mal fabelhaft schmecken.

Die Diät fängt morgen an
Auch wenn ich privat mit sehr wenig Öl koche, gerne Vollkornprodukte esse und Mangold liebe: Nicht jeder teilt meinen Geschmack. Gerade Leute, die an Fleisch und Fleischprodukte gewöhnt sind, verzehren sich oft nach dem vertrauten Geschmack von Fett, Salz und Zucker. Darum sollte man großzügig würzen, Speisen nicht in Light-Versionen verwandeln, und beim Kuchen lieber auf das Vollkornmehl verzichten.

Vertraut ohne Vergleich
Ich lehne Gerichte gerne an bereits Vertrautes an (wie Nudelsalate, cremige Dips oder herzhafte Eintöpfe), suche aber nicht den direkten Vergleich mit tierischen Produkten, denn da schmecken vegane Versionen einfach anderes - nicht schlechter, aber anders. Darum verlagere mich lieber auf Speisen, die zwar vertraut schmecken, aber nicht gleich „Ersatz-Produkt“ schreien. Natürlich ist der Übergang fließend - während Veggie Burger und mexikanischer Seitan durchaus schon serviert wurden, werde ich wohl nie ein veganes Steak für meine Gäste braten.

In your face
Auch, wenn man noch so stolz ist auf die vegane Pracht, die man gezaubert hat: Es gibt eine feine Linie zwischen dem Hinweis, dass das Essen vegan ist und einem Kreuzzug. Natürlich möchte ich, dass alle meine Freunde schlussendlich zu VeganerInnen werden, aber ich trompete die Veganität meines Essens nicht unermüdlich vor mir her, und spare mir die blutrünstigen Bilder aus Massentierhaltungen auch für einen anderen Zeitpunkt auf - der sicherlich kommt. Auf einer Party möchte ich Veganismus mit einem positiven Lebensstil verbinden und eine gute Zeit mit Freunden haben, und nicht durch Penetranz Widerstände herausfordern.

Listen sind dein Freund
Wenn man für viele Gäste kocht, sind Listen unverzichtbar. Ich hatte mehrere: Eine Liste für die Menü-Planung, eine für’s Einkaufen, eine für die Bepackung des Autos, eine für den zeitlichen Ablauf. Listen helfen enorm, den Überblick zu bewahren. Und ich bin normalerweise wirklich kein Listen-Mensch.

Motto-Parties
Ich persönlich bin ein großer Motto-Fan. Nicht, weil ich mich besonders gerne verkleide (oder es mir Freude macht, M dazu zu zwingen), sondern weil es die Planung erleichtert, die Auswahl an Speisen eingrenzt und das Essen besser zusammenpasst. Immerhin serviert man auf einer Hawaii-Party wohl keine Spätzlepfanne, oder? Auch wenn eure Party selbst nicht unter einem Motto steht, könnt ihr euch ein Motto für das Buffet einfallen lassen. Wir hatten letztes Jahr ein mexikanisches Buffet mit Tacos, Burritos und allem, was dazugehört, heuer gab es Veggie Burger mit typischen Beilagen mit einem Hauch USA.

Zuviel kann zu wenig sein
Am längsten sitze ich wohl immer an der Planung der Menge des Essens. Heuer haben wir pro Person zwei Veggie-Burger, zwei Ofen-Kartoffeln, ein Stück Mais, Nudel-Salat (50 Gramm Nudeln in rohem Zustand) und reichlich Dips und Kräuterbutter kalkuliert. Dazu kamen noch eine kleine Vorspeise und der Nachtisch. Nachdem ich also umständlich an den Mengen herumgerechnet habe, und das Gefühl hatte, dass es zuviel Essen sein könnte, machte ich trotzdem etwas mehr als geplant. Erstens sind unsere Freunde gute und brave Esser, zweitens regt Alkohol und Gesellschaft den Appetit an, und drittens gibt es nichts Besseres als ein Kater-Frühstück aus den Resten des Buffets. 

Mach’s dir leicht
In großen Mengen zu kochen ist eine organisatorische Herausforderung. Ich mache mir daher das Leben nicht unnötig schwer – beispielsweise würde es mir nicht einfallen, auch noch das Brot selbst zu backen, und die Veggie Burger in diesem Jahr waren fertig gekauft. Das spart Zeit und vor allem Nerven.

Füttern erlaubt
Vermutlich wird das Buffet oder das Menü noch nicht ganz vollständig sein, wenn eure Gäste eintrudeln. Trotzdem werden sie hungrig sein. Um zu verhindern, dass sie sich an der Bowle gütlich tun, und die Verbindung von leerem Magen und Alkohol ihre ersten Opfer fordert, ist eine kleine Vorspeise durchaus erlaubt. Das können Knabbereien wie Chips oder Nüsse sein; ich servierte heuer auch noch einen Teller Bruschetta dazu. So sind eure Gäste beschäftigt, der erste Hunger ist besänftigt und es bleibt trotzdem noch genug Magenvolumen für das Buffet übrig.

Ein bisschen Stil gefällig?
Auch, wenn M und ich gerne vor dem Fernseher essen und ich gelegentlich direkt aus dem Topf löffle: Das muss ja nun nicht jeder wissen (ups). Eine ansprechende Präsentation regt den Appetit an und signalisiert euren Gästen, dass ihr euch Mühe gegeben habt. Salate sollten nicht in den Schüsseln serviert werden, in denen sie gemischt wurden, auf Saucen oder Dips macht sich eine Prise Pfeffer oder Chili-Pulver wunderbar, und bei bereits geschnittenen Häppchen wird lieber zugegriffen als bei einem massiven Block an Irgendetwas. Deshalb: Beeindruckt eure Gäste mit einem appetitlichen Buffet, packt euer schönstes Hemd aus und übt schon euren "Butler James"-Tonfall.

Mir ist nie langweilig
Als Gastgeber und Gastgeberin genießt man die Party am allerwenigsten - zumindest nicht, bis der kulinarische Teil vorbei ist. Und wenn das bei euch anders ist, sorry, aber dann macht ihr etwas falsch. Als gute Gastgeber waren M und ich ständig damit beschäftigt, das Buffet nachzufüllen (und das muss schneller passieren, als man denkt), Serviette auszuteilen, abgestürzte Nudeln aufzusammeln, den Tisch abzuräumen, die Nachspeise vorzubereiten, und ja, auch Getränke nachzuschenken. Natürlich könnten die Gäste auch selbst ihre Getränke holen oder einfach fragen, wenn etwas am Buffet aus ist - das werden sie aber meistens nicht, weil sie nicht unhöflich erscheinen oder keine Last sein wollen, und daher lieber hungrig am Trockenen sitzen. Natürlich kommt der Abend dann in die Phase, in der die erste Scheu überwunden ist, und man Vater's Jubiläumswein vor durstigen Gästen retten muss, aber gerade am Anfang sollte man als GastgeberIn nie stillsitzen.

... und eine Auswahl des diesjährigen Buffets.

Gebt ihr selbst gerne Parties? Habt ihr nützliche Tipps für uns?

Im nächsten Artikel seht ihr mehr Fotos von unserer Feier, unser Buffet und natürlich Rezepte!

Senin, 28 Mei 2012

Wie man einen Vegan Bake Sale organisiert


Vegan Bake Sales sind momentan der Hit unter den veganen Veranstaltungen - wer möchte nicht haufenweise leckeren Kuchen für einen guten Zweck vernaschen? Die Idee kommt aus den USA (darum der englische Name) - es ist ein veganer Kuchenbasar, bei dem gespendete, vegane Backwaren für einen guten Zweck verkauft werden. Dadurch kommen die Menschen mit köstlichem veganen Essen in Berührung, werden über Veganismus aufgeklärt und das eingenommene Geld kommt einem guten Zweck zugute.


Letztes Wochenende war es bei uns in Salzburg soweit - die ursprüngliche Idee stammte von mir, aber gewachsen ist der Bake Sale durch die wunderbaren Menschen um mich herum, die ihn durch ihre Zeit, Energie, ihre Backkünste und ihren Spenden zu einem tollen, positiven Ereignis gemacht haben. Allen voran Silvia, mit der ich fast buchstäblich durch einen Wink des Universums in Kontakt gekommen bin - sie hat so viel Energie und Herzblut in den Bake Sale gesteckt, und wurde nicht nur zur zuverlässigen Partnerin bei diesem Projekt, sondern auch zu einer lieben Bekannten.


Vegan Bake Sales sind eine wunderbare Form des Aktivismus, und sie bringen die vegane Community enger zusammen. Jeder kann einen veranstalten, und hier gebe ich ein paar Tipps, damit der Bake Sale sicher auch ein Erfolg ist.


  • Location, Location, Location. Nicht nur bei Immobilien, auch bei Bake Sales entscheidet der Ort über alles. Optimal sind alle Plätze, an denen viel Leute vorbei kommen (hier kann man Infostände anmelden), Club-Häuser, Veranstaltungszentren, vielleicht auch vegan-freundliche Restaurants, Geschäfte oder Cafes, die  kostenlos Fläche zur Verfügung stellen. Gibt es in der Nachbarschaft ein Straßenfest? Gerade bei Festen mit ökologischen, klimafreundlichen Schwerpunkten kann ein Vegan Bake Sale gut ankommen (so kam auch der Vegan Bake Sale Salzburg zustande!).
  • Niemand ist eine Insel. Die Idee zu einem Bake Sale stammt vielleicht von einer einzigen Person, aber man braucht tapfere MitstreiterInnen, die organisieren, backen und verkaufen. Geht zu veganen und vegetarischen Veranstaltungen und macht Werbung. Bittet vegane, vegetarische oder Tierschutz-Newsletter aus der Gegend, den Bake Sale zu bewerben. Gründet ein Event auf Facebook und teilt es mit FreundInnen, und bewerbt es besonders ein paar Tage vorher fleissig. Wenn ihr die Möglichkeit habt, ein paar Flyer zu drucken, legt sie in Reformhäusern oder Bio-Märkten oder in benachbarten Supermärkten aus. Bittet vegane oder vegetarische Organisationen für euren Bake Sale zu werben.
  • Accessoires. Was ihr unbedingt brauchen werdet: Teller, Besteck, Servietten, Tortenheber, Messer in mehreren Ausführungen, Küchenrolle oder Geschirrtücher zum Abwischen der Utensilien, Müllsäcke, und: Handschuhe. Wer will schon meine dreckigen Pfoten an seinem leckeren Muffin haben? Wenn der Bake Sale draussen stattfindet, braucht ihr ein Zelt - ja, wirklich, auch wenn das Wetter schön ist. Schon mal einen Schokoladenkuchen mit Glasur gesehen, der zwei Stunden in der prallen Sonne gestanden ist? Eben.
  • Man hat nie zu viele Accessoires. Ein Bake Sale besteht nicht nur aus Süßem - es braucht auch einen Rahmen. Wenn euer Bake Sale draussen stattfindet, braucht ihr natürlich Tische, ein Zelt und vielleicht auch Bänke. Ihr könnt die Backwaren natürlich so präsentieren, wie ihr wollt, aber hübsch und professionell lockt besonders viele Leute an: Hübsche Tischdecken, Tortenplatten, Tortenspitzen, Kuchenständer, eine Etagere für Cupcakes und Muffins sorgen für das perfekte Konditorei-Feeling. Beschriftete Schilder verraten, was die Leckereien sind und eventuell auch, was drinnen steckt. Dekoration wie Blumen, Windränder, bunte Girlanden schaden nie, und natürlich Schilder, die erklären, was ihr eigentlich tut: Vegane Kuchen für den guten Zweck verkaufen - und ein Spendenglas mit einer netten Aufschrift neben dem Schild öffnet Brietaschen.
  • Wollen Sie es zum Mitnehmen? Viele Leute werden von eurem leckeren Angebot angelockt werden, aber können nicht fünf Cupcakes auf einmal essen. Haltet viel Material zum Einpacken bereit, damit die Leckereien mitgenommen werden können - so geben die Leute viel mehr Geld bei euch aus. Wir hatten kleine Schachteln (ursprünglich für Kekse), die wir mit Alufolie umwickelten, und Butterbrot-Tüten für Cookie und Muffins ohne Creme. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr Brownies oder Kekse gleich fertig verpackt verkaufen oder Kuchen im Glas anbieten.
  • Kaffee & Kuchen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, Kaffee mit Pflanzenmilch anzubieten, macht das unbedingt - vielleicht hat jemand eine Filterkaffeemaschine oder, noch besser, eine Pad- oder Kapsel-Maschine (weil die weniger Aufwand ist), die ausgeborgt werden kann. Gerade wenn Sitzgelegenheiten vorhanden sind, gibt es nichts Besseres als veganen Kuchen mit gutem Kaffee.
  • Was soll ich backen? Backt eure besten veganen Rezepte - keine Experimente! Alles mit Schokolade ist meistens ein Hit, aber auch saisonale Leckereien wie saftige Obstkuchen kommen gut an. Cupcakes, Muffins und große Cookies sind bei uns oft noch exotisch und werden daher auch gerne gekauft. Unsere Erfahrung war, dass süße Sachen wesentlich lieber gekauft werden als pikantes Backwerk.
  • Mehr als nur Süßes. Bei einem Vegan Bake Sale geht es auch darum, die Leute über Veganismus zu informieren. Drückt den Leuten bei jedem Einkauf eine Information in die Hand, einen veganer Flyer oder eine Broschüre. Fragt bei großen veganen oder vegetarischen Organisationen an, ob sie nicht Infomaterial zur Verfügung stellen möchten - ihr könnt ja einen Teil der Einnahmen dieser Organisation spenden.

Ich (links) und Silvia glücklich vor dem großen Ansturm!

Habt ihr schon einmal einen Vegan Bake Sale organisiert und möchtet eure Tipps weitergeben? Wart ihr schon einmal auf einem Bake Sale? Habe ich euch inspiriert, einen Vegan Bake Sale zu organisieren? Verratet es mir doch in den Kommentaren!

Kamis, 17 Mei 2012

Pinke Cupcakes mit Erdbeercreme

Eine liebe Freundin feierte letztes Wochenende ihren Abschied vom unverheirateten Dasein. Statt des klassischen Polterabends mit Schnaps, peinlichen Outfits und der Darstellung des männlichen Geschlechts in allen Formen und Farben entschlossen sich wir Brautjungfern der Braut zu einem kitschigen Abend mit ihren Mädels zu verhelfen. Die zukünftige Braut wurde beim Cocktail-Trinken abgelenkt, während wir wie kleine Kobolde ihre Wohnung in zartes Rosarot tauchten - der Abend stand ganz unter dem Motto "Pretty in Pink". Nicht nur die Dekoration, das Krönchen der Braut und die Outfits der Gäste mussten Pink sein, sondern auch die Nachspeise. Zu diesem Anlass färbte ich feine Vanille-Cupcakes (aus meinem Happy Vanilla Cake) passend ein und verzierte sie mit einem Häubchen rosaroter Erdbeercreme. Pinker geht es nicht - die Cupcakes passen perfekt zu einer Party mit den Mädels und sind eine süße Stärkung, bevor die Nacht durchgetanzt wird.

 Jungfräuliche Cupcakes, die wirklich sehr pink geworden sind...

Pinke Cupcakes

Für den Teig
350 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
220 ml Öl
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
Vegane Lebensmittelfarbe als Pulver, Pink*

Ein Muffin-Blech mit Papierförmchen auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. Vorsichtig das Pulver unterrühren, bis der Teig den gewünschten Farbton hat. Auf die Förmchen aufteilen, und bei 180 Grad etwa 14 - 17 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Cupcakes gestochen, sauber wieder herauskommt. Die Cupcakes sehr gut auskühlen lassen.

*Vegane Lebensmittelfarbe habe ich im Reformhaus gefunden, von einer österreichischen Firma namens Schimek, die die Farbe "Sissi" in allen Tönen herstellt.

Für die Erdbeercreme
1 Packung vegane Schlagsahne (vorzugsweise Soyatoo Rice Whip, 300 ml)
100 Gramm Erdbeeren, gewaschen und trockengetupft
2 TL Erdbeermarmelade
3 Packungen Sahnesteif

Erdbeeren mit der Marmelade fein pürieren. Vegane Schlagsahne gut aufschlagen, Erdbeeren und Sahnesteif hinzugeben, und erneut aufschlagen. Einige Stunden kühl stellen, dann auf die Cupcakes auftragen.

...und fertig dekoriert. Daneben die Accessoires der Braut.

Minggu, 18 Maret 2012

Soyatoo ist zurück - Happy Vanilla Cake & Schoko-Erdnuss-Bombe

Viele von euch haben es schon bemerkt: Soyatoo, die aufschlagbare vegane Sahne, ist wieder da - und besser als jemals zuvor, kommt sie nun in drei Sorten daher (erhältlich im Viana Store, Online-Versand und vereinzelten Reformhäusern - Nachfragen lohnt sich!). Ich habe für euch die klassische Soja-Sahne, und, ganz neu, Kokos-Sahne in zwei Rezepten getestet.
Die Soja-Sahne hat wieder ihre gewohnte Qualität, mit dem typischen Soyatoo-Geschmack. Der heimliche Star ist für mich die Kokos-Sahne, die nur dezent nach Kokos schmeckt, und von der Standfestigkeit die gewöhnliche Soja-Sahne in den Schatten stellt - himmlisch!
Anlässlich meiner Geburtstagsfeier letzte Woche gab es einen Happy Vanille Cake (mit Kokos-Sahne) und eine Schoko-Erdnuss-Bombe (mit Soja-Sahne) - nun auch für euch zum Nachbacken!


Happy Vanilla Cake
Der perfekte Geburtstagskuchen!

360 Gramm Mehl
250 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Salz
1 EL Backpulver
¼ TL Natron
220 ml Öl
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt
250 ml Wasser
2 EL Zitronensaft

Eine Springform (26 cm) gut einfetten. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, und Natron gut vermischen. In einer kleinen Schüssel das Mark der Vanilleschote mit dem Öl gut versprudeln. Eine Mulde in die trockenen Zutaten machen, und das Öl, Wasser und den Zitronensaft hineingießen. Vorsichtig vermischen, nur so lange, bis ein Teig entstanden ist. In die Springform füllen, und bei 180 Grad Celsius ca. 40 bis 45 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt.

Zum Zusammensetzen
Vegane Zuckerstreusel zum Füllen (eine kleine Handvoll)

1 Packung vegane Schlagsahne (vorzugsweise Soyatoo CocosWhip, 300 ml)
2 Packungen Sahnesteif
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Mehr Zuckerstreusel zum Dekorieren

Die Schlagsahne mit dem Mark der Vanilleschote aufschlagen, Sahnesteif hinzufügen und bis zur gewünschten Konsistenz weiter aufschlagen.
Kuchen sehr gut auskühlen lassen, aus der Form entfernen und in zwei Hälften teilen. Die untere Hälfte mit etwa einem Viertel der Schlagsahne bestreichen, darauf reichlich Zuckerstreusel verteilen. Die andere Hälfte darauf setzen und alles mit der restlichen Schlagsahne überziehen. Dann auf dem Rand mehr Zuckerstreusel verteilen. Einige Stunden kühl stellen.


Schoko-Erdnuss-Bombe
Beeindruckt garantiert jeden, nicht nur die Erdnuss-Fans!

200 Gramm Mehl
150 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
30 Gramm Kakaopulver
1 TL Natron
1/2 TL Salz
80 ml Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
1 EL Essig, z.B. Apfelessig
250 ml Wasser

Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.Eine Kuchenform (24 cm) gut einfetten.
Mehl, Zucker, Vanillezucker, Kakaopulver, Natron und Salz in einer Schüssel gut vermischen. Dann in der Mitte eine kleine Mulde formen, und dort hinein Essig, Öl, und Wasser geben. Mit einem Löffel (nicht mit dem Handmixer) die Zutaten vorsichtig verrühren, nur so lange, bis sie vermischt sind. Den Teig in die Form füllen, und ca. 20 - 30 Minuten backen - ein Zahnstocher, den man die Mitte hineinsticht, sollte sauber wieder herauskommen.

Zum Zusammensetzen
1 Packung vegane Schlagsahne (vorzugsweise Soyatoo Soy Whip, 300 ml)
4 - 5 EL Erdnussmus (gesalzen)
2 Packungen Sahnesteif

Etwas vegane Schokolade oder Kuvertüre

Die Schlagsahne mit dem Erdnussmus gut aufschlagen. Sahnesteif hinzufügen und bis zur gewünschten Konsistenz weiterschlagen.
Den Kuchen sehr gut auskühlen lassen, aus der Form entfernen und in zwei Hälften schneiden. Die untere Hälfte mit etwa einem Viertel der Sahne bestreichen, die obere Hälfte darauf setzen und mit dem Rest der Sahne einstreichen. Als Dekoration die vegane Schokolade darüber raspeln, und einige Stunden kühl stellen.

Kamis, 15 Maret 2012

Vegane Geburtstagsfeier(n) - Eine Bildgeschichte

M und ich haben innerhalb von zwei Tagen Geburtstag. Das bedeutet eine doppelt intensive Zeit voller Torten, Kerzen, Geschenke und Essen. Aber ehrlich: Ich beschwere mich nicht. Besonders dann nicht, wenn man so leckere Gerichte verspeisen kann, mit Familie, den besten Freunden und Freundinnen feiern darf und auch noch mit einer ganzen Menge an wunderbaren Geschenken versorgt wird.

 Schokoladen-Erdnuss-Torte - gebacken mit der neuen aufschlagbaren Soja-Sahne von Soyatoo. Rezept folgt bald!

 Happy-Vanilla-Cake: Die ultimative Geburtstagstorte. Gezaubert mit der neuen aufschlagbaren Kokos-Sahne von Soyatoo. Auch hier gibt es bald das Rezept!

 Geschenke! Mein Regal mit Kochbüchern quillt über, und ich finde das wunderbar. Und offensichtlich gibt es mitterweile eine Diskrepanz zwischen meinem Alter und meiner Vorliebe für Kartenmotive, die auch meine Freunde erkannt haben.

Papa Totally Veg! kocht zur Feier des Tages: Faschierter Braten, Mangold-Pilz-Gemüse und Kartoffelpüree mit Kren, dazu bunter Salat.

 Ein Schnappschnuss des tollen Frühstücks, das M für mich zubereitet hat: Herzhaft mit Kartoffelpuffern, Baked Beans, veganen Würstchen, dazu Kaffee und ein leckerer Heidelbeer-Smoothie - so startet man gut in den Geburtstag!

Selasa, 25 Oktober 2011

Veganes Halloween


Die gruseligste Zeit des Jahres ist wieder angebrochen... Halloween (stellt euch bitte eine sehr tiefe Stimme vor)! Spätestens seit M und ich einige Zeit in den USA gelebt haben, bin ich mit dem orangen Virus infiziert. Die Vorfreude auf Halloween macht sogar den Hochsommer erträglich, denn dann ist es nicht mehr weit bis zu Kürbissen, Geistern und natürlich Süßigkeiten. M fürchtet sich bereits vor dem Tag, an dem wir (irgendwann) in ein Haus ziehen werden, da ich plane, den Garten spätestens ab Mitte September in einen verfluchten Friedhof zu verwandeln, komplett mit Skeletten, Soundeffekten und Nebelmaschine. Vermutlich würde dann wirklich ein Pfarrer bei uns vorbeischauen, weniger besorgt um einen Exorzismus als um meine psychische Gesundheit.
Die alljährliche Halloween-Party darf daher natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit Freunden zünden M und ich gefühlte 257 Kerzen an, bewundern Kürbisse und essen, bis uns die Bäuche stehen. Während ich gerne Essen für Gäste koche, mache ich es mir doch gerne so einfach wie möglich bei den Vorbereitungen. Ich hatte nämlich nie besonders Lust darauf, nach acht Stunden in der Küche meinen Gästen die Türe mit herunterhängender Zunge und Kuchenteig in den Haaren zu öffnen, um sie dann zwei Stunden später wieder vor die Türe zu setzen, weil ich mich vor Müdigkeit nicht mehr auf den Beinen halten kann. Da gehe ich es lieber etwas gemütlicher an und trinke dafür eine Tasse Tee, während ich meine Halloween-Sounds anhöre (obwohl einem das ständige Kettenrasseln und die Hilfeschreie irgendwann gehörig auf die Nerven fallen). Wenn ihr Parties genauso vorbereiten wollt wie ich, hier einige Snacks, die umkompliziert und lecker sind, und genug Zeit lassen, die Wohnung mit künstlichen Spinnennetzen zu überziehen.

Mini-Pizzen sind ein perfekter Snack. Wer liebt nicht leckere kleine Dinge? Und sie sind einfacher zu machen, als man annehmen sollte. Der Trick ist der fertige, gekaufte Pizzateig - ausnahmsweise. Dann stecht ihr mit einem Glas Kreise aus, bestreicht sie mit einer fertigen, gekauften Pastasauce (ausnahmsweise) und belegt es mit etwas Gemüse. In diesem Fall: Artischoken, Zwiebel und Oliven. Oben drauf kommt ein kleiner Klecks fertiges, gekauftes (wirklich, ausnahmsweise!) Pesto. Das Öl im Pesto sorgt für saftige Mini-Pizzen.

Natürlich sollte man auch etwas Süßes anbieten. Immerhin ist Halloween! Diese saftigen Chocolate Chip Pumpkin Cookies sind schnell zusammengemixt. Allerdings braucht man gekochten, pürierten Kürbis dafür, wie für viele leckere Backwerke, die aus Kürbis entstehen sollen. Mein Tipp ist: Wenn ihr einen faulen Nachmittag Zeit habt, schneidet einen Kürbis auf, dünstet oder kocht ihn weich, püriert ihn und füllt in ihn in kleine Portionen (eine Beschriftung für Menge ist eine gute Idee), und ab in den Tiefkühler damit. Für köstliche Kekse einfach den Kürbis auftauen! Eignet sich natürlich auch für Pumpkin Pie, Pumpkin Latte, Pumpkin Everything...

Der Grusel-Tisch - Dekoration und ekelige Namen sind natürlich alles.... wer möchte gerne Monster-Schnecken, Folterrollen oder Blutscheiben essen? Wenn ihr kreativ genug seid, wird euren Gästen vielleicht so ekeln, dass ihr das ganze Essen für euch selber habt.

Natürlich ist auch in der übrigen Wohnung etwas Ambiente wichtig... Kerzen, Kürbisse, Spinnen (bitte keine echten), Spinnennetze und Grabsteine (auch hier bitte keine echten benutzen).

Mini-Pizzen angerichtet mit Wraps, die in Stücke geschnitten wurden. Die Wraps sind gefüllt mit geraspelten Karotten, Rucola und einem fertigen, gekauften Aufstrich (ja, schon wieder, aber das spart enorm Zeit).

Sushi mit Avocado und Gurke (lässt sich exzellent einige Stunden vorher rollen und hält, in Frischhaltefolie gewickelt, sehr gut im Kühlschrank aus), Wraps und Tofuschnecken, die immer ein Hit sind. Wenn ihr eure omnivoren Mitmenschen mit den Schnecken füttert, enthüllt erst hinterher, dass sie Tofu enthalten, und erfreut euch an den Gesichtsausdrücken.

Das sind also meine Tipps für ein leckeres, gruseliges, aber entspanntes Halloween. Ich lehne mich nun zurück und freue mich auf Erzählungen eurer Halloween-Parties. Macht mich stolz und erschreckt eure Gäste zu Tode (und serviert ihnen ein paar leckere Snacks). Booo to you!