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Minggu, 15 Juli 2012

Mexikanische Fiesta - Rezepte mit Sombrero!

Ich liebe mexikanisches Essen. Bohnen esse ich für mein Leben gerne, ich gerate bei Zimt, Chili und Cumin ins Schwärmen, und bei Avocados werden mir die Knie weich. In unserer Zeit in den USA waren M und ich treue Kunden eines mexikanischen Restaurants, das ums Eck unseres Apartment lag. Dadurch waren Quesadillas, Burritos, Fajitas und Jumbo-Daiquiris immer nur einen kurzen Spaziergang entfernt und wir aßen Woche um Woche dort. Ich vermisse diese Zeit, denn die Mexikaner hier in der Nähe bieten alle das übliche, langweillige Tex-Mex-Repertoire aus Rippchen, Ofenkartoffeln mit Kräuterbutter und Steak an - Dinge, die mit mexikanischen Essen recht wenig zu tun haben, und die auch nicht besonders veggie-freundlich sind.


Darum pflegen wir unsere Liebe zum mexikanischen Essen nun in den eigenen vier Wänden. Natürlich koche ich nicht absolut authentisch, aber es ist nah dran an dem, was mir so köstlich im Gedächtnis geblieben ist.


Besonders gerne essen wir Arroz a la mexikana (mexikanischer Reis), eine wunderbare Kombination aus Reis und frischem Gemüse, Zwiebeln und Tomaten, gepaart mit dem erdigen Geschmack von Cumin, mit einem leichten Kick Chili. Der Reis kann pur gegessen werden - er schmeckt auch kalt ausgezeichnet - und macht sich ausgezeichnet in Burritos. Dafür rollt man ihn in eine Weizenflade, würzt mit reichlich Guacamole, Koriander und etwas veganem Käse und beisst genüsslich hinein. Wir lieben außerdem noch etwas pikanten Knoblauch-Dip darin, der dem ganzen noch eine herrliche Cremigkeit verleiht.


Also, worauf wartet ihr noch? Startet doch eure eigene mexikanische Fiesta. Burritos, die sich jeder selbst belegen kann, Arroz a la mexikana, reichlich Guacamole, Knoblauch-Dip, Nachos oder Tortilla Chips mit Salsa und ein kühles Corona. ¡Ay, caramba!

Arroz a la mexikana

170 Gramm (Natur-)Reis
1 Paprika (gelb oder rot)
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch, gepresst
1 große Tomate
1 Dose schwarze Bohnen (oder Kidney-Bohnen)
2 EL Tomatenmark
100 ml Wasser
4 EL Mais (tiefgefroren oder frisch)
1 EL Chili-Pulver (die Gewürzmischung, kein Cayennepfeffer)
3/4 EL Cumin, gemahlen
1/2  TL Oregano
Salz
Etwas frischer Koriander (optional)

Den Reis bissfest kochen. Abkühlen lassen.
Paprika, Zwiebel und Tomate würfeln. Etwas Öl (1 EL) in einer Pfanne erhitzen und Paprika und Zwiebel etwa 2 Minute auf mittlerer Hitze darin anschwitzen. Tomate, Knoblauch und Bohnen hinzufügen und kurz weiter anschwitzen, bis die Tomaten etwas weich geworden sind. Reis, Tomatenmark, Wasser, Mais und Gewürze hinzufügen und unter gelegentlichen Rühren andünsten, bis die Flüssigkeit verschwunden ist (man kann ihn auch etwas knusprig anbraten). Mit Salz abschmecken und kurz vor dem Servieren mit etwas geschnittenem Koriander bestreuen.

Guacamole

1 reife Avocado (Hass-Avocado, die mit dunkler Schale)
1 halbe Zitrone
1 - 2 Zehen Knoblauch, gepresst
Salz

Avocado mit einer Gabel zerdrücken, Zitronensaft, Knoblauch und Salz hinzufügen und gut verrühren. Sofort servieren.

Knoblauch-Dip

150 Gramm Soja-Joghurt, natur
1 gehäufter EL vegane Mayonnaise (selbstgemacht oder gekauft)
1 - 2 Zehen Knoblauch, gepresst
1/2 TL Senf
1 Messerspitze Agavensirup
Salz

Alle Zutaten miteinander zu einem glatten Dip verrühren und im Kühlschrank kurz durchziehen lassen.

Kamis, 28 Juni 2012

Schnittlauch-Polenta an buntem Sommergemüse

Polenta und ich - wir haben ein eher zwiespältiges Verhältnis. Gelegentlich kommt sie in Restaurants an meinen Tisch und ist glitschig und geschmacklos - da hilft es ihr auch nicht, wenn sie sich mit Sauce bedeckt. Ein anderes Mal rühre ich sie auf meinem Herd und sie wird klumpig. Oder sie verbrennt. Polenta, Polenta - warum kommen wir beide nicht zusammen?

Ich habe jetzt eine Lösung für unser Beziehungsproblem gefunden: Schnellkochende Polenta (auch "Polenta-Fix" - die feinkörnig ist, und darum schneller gar wird). Ja, jede richtige italienische Mama schlägt nun wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen, aber ganz ehrlich: Ich habe keine Lust, am Ofen zu rühren und Stoßgebete an die Küchengötter zu schicken, auf dass meine Polenta cremig werde, anstatt eines bröseligen Desasters, und sie bitte auch meinen Topf nicht mit einem verbrannten Boden ausstatten möge. Mit einer schnellkochenden Polenta erspare ich mir das Beten am Herd und kann dem Essen mehr Zeit widmen.


Darum hier eine Premiere:  Mein erstes Rezept mit Polenta (ja, tatsächlich - ihr könnt es hier überprüfen). Wer gerne nach traditionellerweise Polenta kochen möchte - ich halte euch nicht auf. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt. 
Ein letzter Tipp: Damit die Polenta auch wirklich schön fest wird, bereite ich sie am Vorabend zu, streiche sie in die Form und stelle sie in den Kühlschrank. Am nächsten Tag ist sie wunderbar schnittfest und wird herrlich knusprig im Ofen.


Schnittlauch-Polenta an buntem Sommergemüse (für 3 - 4 Personen)

150 Gramm Polenta-Fix (feinkörnige Polenta)
350 ml Gemüsebrühe
1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten
1 EL Hefeflocken (Nährhefe)
1/2 kg Zucchini, in feinen Scheiben
2 mittlere Zwiebel
3 kleine Knoblauchzehen, gepresst
2 Paprika
6 Stück Cherry-Tomaten
1 Dose Kidney-Bohnen, abgewaschen und abgetropft
2 EL Essig
2 EL Hefeflocken (Nährhefe)
Salz

Am besten am Vortag: Gemüsebrühe aufkochen, Polenta einrühren und kurz garen lassen, bis die Polenta durch ist. Schnittlauch und 1 ELHefeflocken einrühren. Eine Springform (24 cm) mit Backpapier einlegen, die Polenta hineinstreichen und die Oberfläche glätten (geht am besten mit einem angefeuchteten Löffel. Auskühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.
Einen Ofen auf 210 Grad Celsius vorheizen. Die Polenta in acht Stücke schneiden und auf ein Blech mit Backpapier legen. 10 Minuten backen, dann umdrehen und noch einmal 10 Minuten backen lassen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne das Gemüse und die Bohnen in etwas Flüssigkeit andünsten (z.B. 2 EL Olivenöl, Wasser, Gemüsebrühe oder Wein) und salzen. Wenn das Gemüse fast durch ist, den Essig einrühren. Dann die Hefeflocken unterheben und nach Geschmack nachsalzen. Mahlzeit!

Kamis, 21 Juni 2012

Sushi-Salat - exotische Sommer-Leckerei!

Ich liebe Sushi. Cremige Avocado, knackige Karotte, süß-saurer Reis, zarte Algen – für Sushi bin ich einfach immer zu haben! Selbst das Rollen von Sushi finde ich entspannend, und es ist meine bevorzugte Beschäftigung während ich fernsehe. Aber seit ich auf das Konzept von Sushi-Salat gestoßen bin, hat es mir keine Ruhe gelassen: Ein Reis-Salat, der nach meinem geliebten Sushi schmeckt – und noch schneller zusammengeworfen ist?


Das Ergebnis schmeckt in der Tat nach Sushi, aber auch noch etwas anders: Nach einem erfrischenden Sommer-Gericht. Der Reis-Salat lässt sich gut vorbereiten (dann aber die Avocado erst hinterher hinzugeben), und schmeckt noch besser, wenn er gut durchgezogen hat – achtet aber darauf, den Reis nicht zu weich zu kochen, sonst wird er matschig. Serviert wird der Salat am besten mit einem Tupfer Wasabi, etwas scharfer Sauce und vielleicht auch noch mit ein bisschen veganer Mayonnaise – vertraut mir!


Sushi-Salat (für 3 bis 4 Personen)

200 Gramm Jasmin-Reis (oder Sushi-Reis, der aber viel klebriger ist)
3 - 3 1/2 EL Reisessig
2 - 2 1/2 TL Zucker
2 EL Sesam
2 Blätter Nori, mit einer Schere in feine Streifen geschnitten
230 Gramm Gurke, in feinen Stücken
100 Gramm Karotte, in feinen Stücken 
50 Gramm Zuckerschoten (oder anderes Gemüse, das zu Sushi passt, wie Radieschen oder Edamame)
1/2 - 1 TL Wasabi-Pulver
4 EL Wasser
3 - 4 EL Sojasauce (oder Tamari für eine glutenfreie Version)
1 Avocado

Jasmin-Reis bissfest kochen (funktioniert gut nach dieser Anleitung). Noch warm den Reisessig, Sesam und Zucker untermischen und gut verrühren. Gut auskühlen lassen. Dann das Gemüse mit dem Nori unterheben. Wasabi-Pulver mit Wasser und Sojasauce vermischen und über den Salat leeren. Gut durchmischen und im Kühlschrank mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Die Avocado-Würfeln unterheben oder den Salat damit bestreuen. Mit scharfer Sauce, mehr Sesam, mehr Wasabi oder veganer Mayonnaise servieren. 

Minggu, 01 April 2012

Tribute von Panem - Falscher Lamm-Eintopf mit Pflaumen

Ich bin eine Erwachsene, und lese trotzdem gerne Literatur, die für Jugendliche bestimmt ist. Ich habe Harry Potter verschlungen. Bei Twilight habe ich mit Bella mitgelitten (und mich im Film für sie fremdgeschämt). Und jetzt hat mich das "Hunger Games"-Fieber (dt. Die Tribute von Panem) erwischt. Wer die Serie nicht kennt: In einem totalitären Staat, Panem, müssen sich alljährlich 24 Jugendliche vor den Augen des Publikums gegenseitig niedermetzeln, bis nur eine Person übrig ist. Klingt wirklich sehr nach Teenie-Literatur, nicht wahr? Für den jugendlichen Touch sorgt noch eine romantisch-verzwickte Dreiecksbeziehung, keine Sorge.
Als großer "Hunger Games"-Fan musste ich den Kinostart letzte Woche sowie meine Vollendung des dritten Buches mit einer kulinarischen Ode feiern. Die Protagonistin, Katniss, kommt aus einem armen Teil des Landes Panem, und wird in der reichen Hauptstadt nur so mit Essen überschüttet. Ihr Favorit ist ein Lamm-Eintopf mit Pflaumen an wildem Reis.
Ich lebe zum Glück nicht in Panem - genauso, wie ich es unakzeptabel finde, Jugendliche für meine Belustigung sich gegenseitig an die Gurgel gehen zu lassen, finde ich es ebenso unakzeptabel, Baby-Schafe für mein Essen zu verwenden. Das wäre ja barbarisch, nicht wahr?

Darum präsentiere ich euch, voller Stolz, meinen veganen Lamm-Eintopf, die zivilisierte Variante - das Lamm wurde durch Soja ersetzt. Ich bin mir sicher, dass auch Katniss von diesem Eintopf sehr angetan wäre - er ist würzig, aromatisch, und die Pflaumen geben ihm eine exotische Note. Der Eintopf wäre sicher auch eine gute Idee für ein Oster-Essen. Ihr könnt ihn über Couscous oder, ganz originalgetreu, über Wildreis servieren, dazu passt ein gemischter Salat mit einer Senf-Vinaigrette.


Katniss' liebster falscher Lamm-Eintopf mit Pflaumen
Für 3 Personen

2 EL Olivenöl
120 Gramm Pastinaken (alternativ: Petersilienwurzel oder Sellerie), gewürfelt
100 Gramm Karotte, gewürfelt
1 große Zwiebel, gewürfelt
100 Gramm Kartoffel, gewürfelt
3 Zehen Knoblauch, in feinen Stücken
80 Gramm getrocknete Pflaumen, in Stücke geschnitten
200 ml Rotwein (oder roten Traubensaft, dann den Agavensirup weglassen)
350 ml Gemüsebrühe
60 Gramm Tomaten in Stücken (Dose)
2 TL Cumin, gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1 Zimtstange
1 1/2 - 2 EL Sojasauce
Salz
1/4 TL Agavensirup (oder braunen Zucker)
60 Gramm Sojageschnetzeltes/granulat, grob

Couscous
200 Gramm Couscous
200 ml Gemüsebrühe (oder Wasser mit ausreichend Meersalz)

Olivenöl in einem Topf heiß werden lassen, Pastinaken, Karotte, Zwiebel, Kartoffel und Knoblauch darin anschwitzen, bis der Zwiebel glasig ist. Pflaumen und Rotwein hinzugeben und 2 Minuten köcheln lassen. Tomaten, Gemüsebrühe, Cumin, Zimtstange, Sojasauce, Salz und Agavensirup hinzugeben und auf mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit gesalzenes Wasser aufkochen, Sojaschnetzel darin 3 - 5 Minuten köcheln lassen, dann das Wasser abgießen. Sojaschnetzel abkühlen lassen und anschließend zwischen zwei Stück Küchenrolle sehr gut auspressen, damit die Flüssigkeit herauskommt. In kleinere Stücke schneiden und dann zum Eintopf geben. Weiterköcheln lassen, bis die Kartoffeln bissfest sind. Bei Bedarf etwas mehr Flüssigkeit (z.B. Gemüsebrühe) hinzugießen.

Für den Couscous
Gemüsebrühe aufkochen, von der Herdplatte nehmen und Couscous hineinrühren. Mit Deckel ein paar Minuten stehen lassen und dann mit ein Gabel auflockern.

Habt ihr schon mal Essen zubereitet, das thematisch zu einem Buch oder Film passt? Und mögt ihr die Hunger Games so sehr wie ich (obwohl, ich gestehe, ich vom Film eher enttäuscht war)?

Minggu, 26 Februari 2012

Veganer Heringssalat - Tofuschmaus

In meinen Breiten beginnt das alljährliche Fasten am Aschermittwoch üblicherweise mit einem  Heringsschmaus. Der Zusammenhang mit Fasten und Verzicht entzieht sich mir zwar, besteht doch der Heringsschmaus aus verschiedenen Salaten aus Fisch, Eiern, etwas Gemüse und vor allem: Mayonnaise und Sahne. Aber da ihr euch sicher nicht meinen Monolog über Heringssalat anhören wollt, und man auch nicht alles in dieser Welt verstehen muss, komme ich zum Punkt. Fakt ist: Ich habe Heringsschmaus immer gerne gegessen, und habe mich daher an einer veganen Version versucht. Nein, sie schmeckt nicht nach Fisch, und darum habe ich diese Kreation einfach "Tofuschmaus"* genannt. Aber sie hat eine schöne Cremigkeit, Pikantheit und den Kontrast zwischen süß, säuerlich und salzig, den ich früher geliebt habe. Dazu passt frisches Brot und vielleicht ein Glas Bier, falls ihr nach den Faschingsfeierlichkeiten noch welches sehen könnt.

Tofuschmaus

500 Gramm Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
80 Gramm Essiggurken, gewürfelt (die süß-säuerliche Variante, auch bekannt als Delikatessgurken)
1 kleiner Apfel, geschält und gewürfelt
150 Gramm Räuchertofu, grob geraspelt
1 EL Kapern

150 Gramm Soja-Joghurt, natur
2 EL vegane Mayonnaise (selbstgemacht, Onlinehändler, und SPAR bietet sie auch an)
1/2 TL Senf
Salz
eine Prise Pfeffer

Kartoffeln bissfest kochen. Etwas abkühlen lassen. Mit den Zwiebeln, Essiggurken, Apfel, Räuchertofu und Kapern in eine Schüssel geben und salzen. Joghurt, Mayo und Senf verrühren und zu den restlichen Zutaten geben. Gut vermischen, ev. etwas pfeffern und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.


*Tofuschmaus hin oder her, besonders ansehlich ist der Gute irgendwie nicht. Aber dafür ziemlich lecker - das ist bei vielen Gerichten so, die komisch aussehen. Man denke nur an indisches Essen, das ist auch oft nicht besonders fotogen, schmeckt aber hervorragend.

Minggu, 05 Februari 2012

Pad Thai... oder so ähnlich

Geht es euch manchmal so, dass ihr exotische Gerichte daheim nachkocht, ihr aber dann keine Ahnung habt, wie das Ergebnis denn eigentlich schmecken soll? Mir passiert das häufig, denn ich versuche mein Glück gerne an der indischen und thailändischen Küche und bewerte das Ergebnis dann eher nach Yummy-Faktor, weniger nach Originalität. Bevor ich das Rezept zu meinem Pad Thai verrate, möchte ich nur anmerken, dass ich noch nie original thailändisches Pad Thai gegessen habe - weder im Restaurant noch sonst irgendwo. Ja, das gibt mir sicher nicht das Recht, dieses Nationalgericht zu verunglimpfen, aber ihr könnt vielleicht etwas Verständnis aufbringen.

Pad Thai besteht eigentlich aus Reisnudeln, die mit verschiedenem Gemüse, Nüssen und Tofu (oder Fleisch, aber darum geht es hier ja bekanntlich nicht) kurz gebraten werden, üblicherweise ist das ganze noch mit einer sehr schmackhaften süß-pikanten Sauce überzogen. Meine verunglimpfte Version benutzt neben Reisnudeln noch Räuchertofu, Chinakohl, Mungobohnensprossen, Karotten, Erdnüssen und eine eigenartig anmutende Sauce, die eine sehr un-thailändische Zutat enthält (Ketchup!) - aber vertraut mir, es schmeckt wirklich gut. An Gemüse könnt ihr im Prinzip alles benutzen, was nur halbwegs zur asiatischen Küche passt, z.B. auch rote Paprika oder sehr klein geschnittenen Brokkoli, oder ihr nehmt einfach mehr von dem Gemüse, das ihr habt. Serviert wird Pad Thai mit mehr gehackten Erdnüssen und einer gehörigen Portion frischem Koriander. Und ich will jetzt keine Beschwerden hören, dass frischer Koriander eklig ist, denn ich bin vom Koriander-Hasser zum Koriander-Junkie geworden - manchmal muss man etwas eben mehr als einmal probieren.

Reisessig und Reisnudeln gibt es entweder im gut sortierten Supermarkt oder beim kleinen asiatischem Shop um die Ecke.


Pad Thai – oder so ähnlich (für 3 bis 4)

200 Gramm dünne Reisnudeln
200 Gramm Räuchertofu, in Würfeln
1 + 2 EL Sesamöl
1 (rote) Zwiebel, in feine Halbkreise geschnitten
80 Gramm Mungobohnensprossen (auch als  Sojabohnensprossen bekannt)
150 Gramm Chinakohl, in mundgerechten Stücken
2 Zehen Knoblauch, gepresst
1 Karotte, geraspelt
4 EL gehackte Erdnüsse
Frischen Koriander + mehr Sprossen und Erdnüsse zum Garnieren

Sauce - alle Zutaten gut vermischen
4 EL Agavensauce
4 EL Reisessig
5 – 6 EL Sojasauce
4 EL Ketchup (ja, ernsthaft)
1 EL Hot Chili Sauce

Reisnudeln nach Packungsanleitung weich kochen: Oft bedeutet das nur, etwas Wasser zum Kochen zu bringen, den Topf von der Platte zu nehmen, Reisnudeln hineinzugeben und nach drei bis vier Minuten die Nudeln abzugießen - richtig kochen sollte man Reisnudeln nicht. Räuchertofu in einem EL Sesamöl knusprig anbraten. Aus der Pfanne nehmen, 2 EL Sesamöl erhitzen, und Zwiebel, Knoblauch, Karotte, Chinakohl und Sprossen hinzugeben. Unter gelegentlichem Rühren andünsten, bis der Chinakohl zusammengefallen ist, also nicht besonders lange. Tofu, Erdnüsse und Nudeln hinzugeben, fertige Sauce darüber geben und gut, aber behutsam vermischen. Heiß servieren, mit etwas frischem Koriander, mehr Sprossen und Erdnüssen garniert.

Kamis, 29 Desember 2011

Back to the Roots - zwei vegane österreichische Rezepte

Als ich meine ersten veganen Schritte tat, kochte ich viel aus amerikanischen Kochbüchern nach. Die Szene dort war damals schon viel weiter, dem Leinenhosen- und Dinkelauflauf-Klischee entwachsen (wobei ich weder gegen das eine noch das andere etwas habe), und bot für mich als frischgebackene Veganerin so viele neue kulinarische Eindrücke - Veggie Burger, Burritos, Thai-Curries, Baked Potatoes, Chilli, um nur einige Favoriten zu nennen. Der Sprung in unbekannte Geschmackswelten war sicherlich ein guter und bot auch keinen Platz für den wehmütigen Vergleich - Aussagen wie "Das schmeckt aber nicht wie bei Mama" gab es nicht, denn Mama hat mir nie Bohnen-Burritos mit Koriander-Limetten-Reis und Guacamole serviert.
Mit den Jahren wollte ich aber wieder zurück zu meinen kulinarischen Wurzeln, ich sehnte mich nach Speisen aus meiner Kindheit und aus meinem pre-veganen Alltag. Daher habe ich nun begonnen, mehr österreichische Rezepte nachzukochen und natürlich auch zu veganisieren. Und während ich vermutlich nie ein Wiener Seitan-Schnitzel frittieren oder ein veganes Beuschel rühren werde, so beschreite ich doch neue Wege, die ziemlich lecker und vor allem ganz schön nostalgisch sind. Weil ich so in Schwung bin, habe ich gleich zwei Rezepte für euch, aus denen ihr euch euer eigenes Menü basteln könnt. Über den Grad der "Österreichigkeit" lässt sich natürlich streiten, aber in mir kommen beim Verspeisen jedenfalls wunderbar heimelige Gefühle hoch, und dieses Kriterium reicht mir.

Auf vielfachen Wunsch habe ich hier für euch ein Rezept für Erdäpfelkas, hochdeutsch "Kartoffelkäse". Wem Kartoffeln auf Brot komisch vorkommen, der soll einfach mal probieren - dieser Aufstrich ist super-cremig und sicherlich ein Hit an jedem Buffet . Er schmeckt übrigens am besten auf Schwarzbrot mit knuspriger Kruste, in dicken Scheiben heruntergeschnitten. In der Schule am Tag der "Gesunden Pause" war Erdäpfelkas immer mein Favorit.

Erdäpfelkas (für ca. 4 Personen)
350 Gramm Kartoffeln
20 Gramm weiche vegane Butter, z.B. Alsan
½ Zwiebel, sehr fein gewürfelt
100 ml Hafer- oder Sojasahne
1 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Dill, Petersilie oder eine Mischung)
¼ TL Kümmel
Salz

Kartoffeln schälen, würfeln und weich kochen. In einer Schüssel noch warm stampfen und auskühlen lassen. Dann mit der Butter, Zwiebel und Hafersahne gut vermischen, Kräuter  und Kümmel unterheben und mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren noch etwas Durchziehen lassen.



Als Kind einer österreichisch-italienischen Freundschaft kommt dieses Kürbiskernpesto daher. Es ist eine schöne Alternative zum klassischen Pesto und bringt den nussigen Geschmack der Kürbiskerne gut zur Geltung. Schmeckt über Pasta, aber auch als dekadenter Brotaufstrich. Außerden gibt es mir eine Gelegenheit, meiner Leidenschaft für Kürbiskernöl zu frönen.

Kürbiskernpesto - glutenfrei (für 3 große Portionen Nudeln)
170 Gramm Kürbiskerne, geröstet
5 Gramm frischen Basilikum (oder Petersilie)
5 EL Kürbiskernöl
2 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 EL Hefeflocken (optional)
4 EL Wasser
1 Knoblauchzehe, gepresst
etwas Salz

Alle Zutaten in einem Mixer zu einem feinen Brei pürieren. Easy! Das Pesto hält sich im Kühlschrank einige Tage.


Mögt ihr vegane Hausmannskost? Gibt es Gerichte, die bei euch mit besonderen Erinnerungen verbunden sind?

Minggu, 27 November 2011

Veganes Essen gegen Stress - was wirklich hilft

Ich hasse Deadlines. Ich gehöre zu den Personen, die von herannahenden Deadlines nicht motiviert werden, sondern ich reagiere eher wie das Reh auf die Scheinwerferlichter: Erstarrt erwarte ich das Unvermeidliche. Darum versuche ich immer vor Deadlines fertig zu sein. Dieses Mal ist es mir nicht geglückt. Und während die Einreichfrist für den wissenschaftlichen Artikel immer näher rückt, möchte ich mich unter dem Bett verstecken. Tue ich aber dann doch nicht, immerhin bin ich eine ernsthafte Erwachsene und bla bla bla. Wenn ich mich am Abend dann nach Hause schleppe, brauche ich irgendetwas, was mich aufheitert. Diese Auflistung ist bitte nicht ganz ernst zu nehmen, es ist erwiesenermaßen keine gute Idee, Emotionen mit Essen zu ersticken, und zum Stressabbau eignen sich Gespräche mit Freunden, Spaziergänge oder Yoga besser. Manchmal geht es aber einfach nur mit Schokolade.

Was hilft also gegen Stress?

1. Jemand anderen für einen kochen lassen. So geschehen in unserem Lieblingslokal, in dem ich eine große Portion asiatisches Wok-Gemüse verschlang, hinuntergespült mit ein, zwei Gläsern Weißwein. Übrigens auch ein hervorragendes Mittel gegen Stress, aber davon wollen wir jetzt lieber nicht anfangen, denn das ist ein noch schlechterer Tipp als Schokolade.


2. Warme Speisen, die man löffeln kann. Mich beruhigen Speisen, die man aus großen Schüsseln mit den lustigen Micky Maus-Löffeln essen kann, ganz ungemein (ja, ich habe tatsächlich solche Löffel). Dazu gehören Curry, Risotto oder auch Milchreis.

Milchreis (glutenfrei)

120 Gramm Risotto- oder Milchreis
500 ml Sojamilch
1 Prise Salz
1 Packung Bourbon-Vanillezucker

Den Reis mit Milch, Salz und Zucker aufkochen lassen und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Reis gar ist. Schmeckt mit Zimt und Zucker, oder auch mit eingelegten Früchten, in diesem Fall: Kirschen.


3. Schokolade. Massenweise, am besten warm in Kakao oder als Schokoladensauce auf selbstgemachten Waffeln mit einer Portion veganer Sahne.


4. Gesundes Essen. Nur weil man viel um die Ohren hat, muss man trotzdem nicht jeden Tag Tiefkühl-Pizza in sich reinschaufeln. Gesundes Essen hilft einem, die Anforderungen auch tatsächlich zu bewältigen. Immerhin muss man ja fit bleiben. Wie wäre es mit einer schnellen Mangold-Suppe? Oder einer großen Portion Grünkohl-Chips?


Was beruhigt euch bei Stress?

Rabu, 23 November 2011

Wie man supergesundes Gemüse wirklich lecker macht - Grünkohlchips

Grünkohl ist ein supergesundes Gemüse - voll mit Vitamin C, Ballaststoffen, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen, und einer ganzen Reihe an Vitaminen, die ich gerade vergessen habe.  Fakt ist: Grünkohl ist ein echtes Superfood. Trotzdem werfen die meisten von uns (mich eingeschlossen) nicht gerade die Hände in die Luft bei der Aussicht auf Grünkohl zum Mittagessen. Ehrlich gesagt: Ich bin oft überfordert mit den grünen Stauden.
Aber was, wenn ich euch verspreche, dass ich euch ein ganz unkompliziertes Rezept mit Grünkohl zeigen kann, das noch dazu wirklich gut schmeckt? Was, wenn ich euch sage, dass Grünkohl wie Kartoffelchips schmecken kann und auch genauso knusprig wird? Glaubt ihr nicht? Ich habe es auch nicht geglaubt und trotzdem probiert, und war hellauf begeistert. M übrigens auch, dem Grünkohl früher eher eine skeptische Stirnfalte als ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Jetzt isst er Grünkohlchips glücklich mit Ketchup und (veganer) Steaksauce. Nein, die Kombination muss nicht jeder mögen, aber Grünkohlchips dafür schon, versprochen. Also bitte: Probiert es aus.

 Von hier...

Grünkohlchips (glutenfrei)
1 Bündel Grünkohl (am besten vom Bio-Markt oder überhaupt vom Wochenmarkt, da kriegt man Grünkohl am ehesten)
etwas Salz
etwas Olivenöl

Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Den Grünkohl waschen, gut trockentupfen (oder trockenschleudern in der Salatschleuder) und die Blätter mit einem Messer von den Stielen trennen. Die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen. In einer großen Schüssel mit ein bisschen Salz (vorsichtig dosieren!) und etwas Olivenöl vermischen, geht am besten mit den Händen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Grünkohl darauf verteilen. Achtung, nicht stapeln, der Grünkohl soll genug Platz darauf haben, damit er knusprig wird. Im Ofen 5 - 10 Minuten backen, oder bis der Grünkohl knusprig ist und die Spitze der Blätter leicht braun (vorsichtig, er brennt sehr leicht an!). Am besten gleich essen, pur oder mit etwas Ketchup! Man kann die Chips auch leicht mit Curry- oder Paprikapulver bestreuen. Yum.

... nach da. Knusperknusper, Grünkohlmäuschen.

Minggu, 06 November 2011

Sweets for my Sweet...

...Sugar for my .... Agavensirup? An dieser veganen Version des Songs werde ich wohl noch etwas basteln müssen.

Woran ich nun aber lange genug gebastelt habe, ist die neue Version des beliebten Rezeptheftes "Totally Veg! Classix". Nachdem uns ein aufschlagbare vegane Sahne momentan ziemlich hängen lässt, brauchen wir natürlich Kuchen, um uns durch diese schweren Zeiten zu bringen. In der alten Version von "Totally Veg! Classix" sind noch einige Rezepte mit eben dieser Sojasahne drinnen, im neuen Heft wurden diese durch ebenso leckere Kuchen und Muffins ersetzt, mit Zutaten, die auch sicher erhältlich sind. Kann ich da einen Freudenschrei vernehmen? Das Heft eignet sich zum Anschauen, Ausdrucken und Weitergeben an liebe Freunde und die werte Familie. Veganes Backwerk ist köstlich, saftig und eine Sünde wert - diese Message verdient Verbreitung! Nur wenn ihr die Rezepte irgendwo veröffentlichen solltet, bitte ich euch um eine kurze Anfrage hier und einen Verweis auf diesen Blog - immerhin können dann noch mehr Leute auf einen einfachen, fröhlichen veganen Lebensstil aufmerksam gemacht werden, denn zum Essen, Backen und Informieren höre ich sicher nicht auf.

Hier geht es zu "Totally Veg! Classix" (zum Speichern links oben auf "File", dann auf "Download Original" klicken)

Wo wir auch gerade bei Süßem sind... wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen langsam absinken, steigt auch meine Lust auf Schokolade (wie gut, dass Pullis das so schön kaschieren!). Ein Laster, das mir aus meiner Zeit in den USA noch geblieben ist, ist die Gier auf Peanut Butter Cups - kleine, feine, Schokotaler, gefüllt mit cremiger Erdnussbutter.. Himmel hilf, ich kann nicht widerstehen! 
Mittlerweile gibt es auch eine vegane Version dieser süßen Verführungen, zu bestellen beim Online-Versand. Aber ihr wisst ja, wie das ist: Packt einen die Lust auf Schokolade, dann meistens nicht, wenn das Paket vom veganen Versand da ist, sondern eher 10 Uhr abends, an einem Sonntag, bei einem Schneesturm draussen, was jegliche Idee vom Ausschwärmen zum Süßigkeiten-Großeinkauf unrealistisch macht. Zum Glück sind meine Peanut Butter Cups schnell mit wenigen Zutaten hergestellt... was wiederum Pech für unsere Skinny Jeans bedeutet.


Peanut Butter Cups  - für 15 Stück (glutenfrei)
15 Pralinen-Förmchen aus Papier (wie kleine Muffin-Förmchen)
50 + 50 Gramm Schokolade, vegan, zartbitter
3 gehäufte EL gesalzene (!) Erdnussbutter (am besten Creamy, Crunchy, also mit Stücken, geht auch)
1 - 2 EL Staubzucker (nach Geschmack)
1/4 TL Vanille-Extrakt (optional)

50 Gramm Schokolade vorsichtig schmelzen. Die Förmchen damit gleichmäßig befüllen (das wird der Boden), dabei einen kleinen Rand hoch ziehen, das geht gut mit der Rückseite eines Teelöffels. Kurz in das Tiefkühlfach, so wird die Schokolade fest. Die Erdnussbutter ganz kurz in der Mikrowelle sanft erwärmen, dann wird sie weich und lässt sich leichter mit dem Zucker und dem Vanille-Extrakt vermischen, dann abkühlen lassen. Förmchen aus dem Tiefkühlfach holen, und die Erdnussfüllung  gleichmäßig aufteilen. Einmal noch in das Tiefkühlfach stellen, währenddessen die restlichen 50 Gramm Schokolade schmelzen. Förmchen aus dem Tiefkühlfach holen, und die restliche Schokolade auf der Erdnussbutter verteilen, damit ein schöner Abschluss entsteht, und die Erdnussbutter von Schokolade umgeben ist. Fest werden lassen. Sie schmecken uns am besten direkt aus dem Kühlschrank!

Minggu, 10 April 2011

It's not easy being green.

 

Ach Kermit, es ist sogar ziemlich einfach, grün zu sein! Jedenfalls ist es einfach, grün zu essen - Avocado-Grün, in meinem Fall! Mein Supermarkt quillt momentan über vor Avocados, nämlich von meiner liebsten Sorte: Hass Avocados! Unschöner Name, tolle Frucht: Die Hass Avocado zeichnet sich durch ihre dicke, sehr dunkle (fast schwarze) Schale aus, und ist meiner Meinung nach einfach die leckerste Avocado überhaupt. Ja, Avocados enthalten Fett, sind aber supergesund und schmecken einfach fabelhaft. Ich weiß, es gibt einige Ungläubige da draußen, die keine Avocados mögen, aber denen sage ich nur: Fürchtet euch nicht, auf dass die allmächtige Avocado euer aller Herzen erreichen möge! Oft liegen dieser gegenstandslosen Avocado-Abscheu nur schlechte Erfahrungen zugrunde, meistens mit unreifen, harten Avos - pfui Teufel! Achtet auf alle Fälle beim Kauf von Avocados darauf, dass sie auf sanften Druck hin nachgeben. Ich quetsche meine immer an der Spitze und am Boden:  Fühlen sie sich an wie Stein, sind sie zu unreif und schmecken mehlig-bitter; sind sie wie Wachs in euren Händen, sind sie zu reif und können faulig schmecken - wir wollen ein Mittelmaß (wie so oft im Leben). Ein weiterer Tipp: Wenn ihr den Knubbel an der Spitze herauszieht, sollte die Avocado darunter schön grün sein, ein weiterer Hinweis darauf, dass sie gut reif ist. 
Und dann, let's rock! Avocados schmecken himmlisch auf frisch getoastetem Brot, mit etwas Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver (oder frischem Knoblauch). Ihr könnt auch die Avocado in der Mitte teilen, und das Loch mit einer Mischung aus frischen, gewürfelten Tomaten, Knoblauch, etwas Essig, Olivenöl und reichlich Basilikum füllen, was auch eine wunderbare Vorspeise für Gäste ergibt. Aber das Highlight ist einfach Guacamole, ein Spitzenreiter aus der mexikanischen Küche: Eine Avocado gut zerdrücken, eine halbe Zitrone dazu, eine kleine Knoblauchzehe pressen und unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken - fertig! Der grüne Himmel auf Erden. Wir essen Guacamole gern ÜBERALL dazu, sie macht sich  (mit etwas mehr Zitronensaft) auch ganz toll als Salatdressing, probiert es mal aus!

 Zu Ofenkartoffeln ergibt Guacamole ein tolles Topping. Mit Salat eine sehr gesunde Mahlzeit!

 Zu Chili sin Carne mit duftendem Basamti-Reis ist ein Kleckser Guacamole einfach die Krönung!

Im Nacho-Salat: Veganes Hackfleisch, Salat, Nachos, Guacamole und Salsa, die uns liebe Freunde aus den USA geschickt haben - was für eine Kombination, yummy yummy yummy!

Minggu, 23 Januari 2011

Pasta - Liebe meines Lebens

Ich liebe Pasta. Dürfte ich nur noch ein einziges Gericht bis an mein Lebensende essen, es wäre Pasta, und ich würde glücklich sterben. Pasta mit Tomatensauce gehört zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Was auch köstlich ist: Pasta mit cremigem Mangold (die ich heutzutage lieber mit Hafersahne zubereite, da sie einfach weniger Eigengeschmack hat als Sojasahne). Das geht schnell, kocht sich praktisch fast von selbst und ist mit etwas geriebenem veganen Käse auch ein perfektes TV-Dinner - sprich, man kann es wohlig löffeln während Dr. Sheperd mal wieder einen Patienten auf dem OP-Tisch rettet.


Aber unter der Pasta ist die Lasagne wohl die Königin. Denn Lasagne schmeckt nicht nur unglaublich lecker, und es macht Spaß, sich durch verschiedene Schichten zu futtern, sondern Lasagne ist auch ein Gericht, das man meistens für mehrere Personen macht. Und ein gemeinsames Essen ist doch das schönste, oder? Besonders, wenn die Mahlzeit auch noch vegan ist.

 
Schöner Kontrast durch grüne Lasagne-Blätter...

Diese hier ist mit veganer Bolognese-Sauce und Ricotta gemacht, und einfach unglaublich lecker. Der Ricotta macht das ganze wunderbar cremig und sorgt für eine tolle Lasagne-Erfahrung. Rezepte für vegane Bolognese gibt es ja ganz viele im Internet (z.B. hier oder hier), aber den Cashew Ricotta möchte ich mit euch teilen. 
Dieser Ricotta ist perfekt, wenn man Lasagne machen möchte - M mag keine Bechamel-Sauce (jedenfalls nicht besonders)... ja, ich weiß! Was ist nur los mit ihm? ;-) Darum schmuggle ich etwas Ricotta in die Lasagne. Diesen Ricotta könnte ich mir auch sehr gut in Blätterteigtaschen vorstellen, mit etwas Spinat, angedünstet in ein wenig Olivenöl und Knoblauch, oder vielleicht als Füllung in Tortellini oder Ravioli? Der Trick ist, die Cashews über Nacht einzuweichen, dann werden sie schön weich, und lassen sich viel leichter klein mixen.Yummy! Das Rezept ist ursprünglich aus "Veganomicon" (Co-Autor ist die geniale Isa Chandra Moskowitz), aber im Internet zahlreich zu finden, darum fühle ich mich nicht zu schlecht, wenn ich es hier poste. Außerdem: Nur ein weiterer Anreiz, dieses Buch zu kaufen, oder? Jedenfalls schmeckt man den Tofu hier gar nicht heraus, und noch weniger, wenn er dann von Nudeln und würziger Tomatensauce umhüllt ist. Also perfekt für Freunde, die angeblich keinen Tofu mögen. Und als Nachspeise noch ein paar Cupcakes, auch mit Tofu... harharhar.

Veganer Ricotta

45 Gramm Cashews, ungeröstet, über Nacht in etwas Wasser eingeweicht und das Wasser anschließend abgeleert
2,5 EL Zitronensaft
1 Zehe Knoblauch, gepresst
Salz (ca. 3/4 TL)
200 Gramm Tofu, natur, mit der Hand grob zerbröckelt

Die Cashews gemeinsam mit dem Zitronensaft, Knoblauch und Salz zu einer Art Paste pürieren. Dann den Tofu hinzufügen, und so lange mixen, bis alles gut vermixt ist und die Masse Ricotta ähnelt. Noch etwas abschmecken, fertig.

Ein Trick, wenn man die Lasagne zusammensetzt: Zuerst natürlich etwas Sauce, und bevor man die Lasagneblätter drauflegt, schmiert man den Ricotta am besten auf die Unterseite des Lasagneblatts - denn den Ricotta auf die Sauce selbst aufzutragen kann ganz schön schwierig sein!

Kamis, 06 Januari 2011

2011 mit den Black Eyed Peas

Gerade am Jahresanfang setzen wir auf alles, damit uns das neue Jahr möglichst viel Glück bringt: Pinke Marzipan-Schweinchen, Hufeisen, Rauchfangkehrer, Fliegenpilze... Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe es am liebsten, wenn Glücksbringer essbar sind. Da viele der Marzipan-Glücksbringer leider oft nicht vegan sind (Hühnereiweiß, buh!), Hufeisen und Rauchfangkehrer eher nicht auf meinem Speiseplan stehen, und ich den Fliegenpilz vermutlich nur ein einziges Mal essen könnte, muss ich mich auf andere Köstlichkeiten verlassen: Black Eyed Peas!



Nein, nicht diese Black Eyed Peas (die zu essen wäre auch gar nicht sehr vegan). Ich meine natürlich die Schwarzaugenbohne, eine sehr leckere Hülsenfrucht! Bei uns ist sie leider nicht besonders populär, in anderen Ländern wie Indien oder auch den USA ist sie hingegen sehr beliebt. Sie gilt als Glücksbringer, und man sollte eine Portion Augenbohnen am Neujahrstag essen, um sich Glück und Wohlstand für das kommende Jahr zu sichern. Aber ich bin mir sicher, dass die magischen Bohnen nicht nur zu Neujahr wirken... Damit ihr euch auch der Kraft der kleinen Bohnen bedienen könnt, hier ein köstliches Rezept. Ich habe es in dem ayurvedischen Kochkurs gelernt, und war überrascht, wie yummy dieses Gericht ist. Ich habe Schwarzaugenbohnen noch nie in Dosen gesehen, darum muss man hier auf die trockene Variante zurückgreifen, was aber gar nicht schwierig ist. Ihr müsst nur beachten, diese Bohnen mindestens über Nacht einzuweichen. Alle Zutaten sind z.B. im Asia-Laden oder in einem indischen Spezialitäten-Geschäft, ev. sogar auch im gut sortieren Reformhaus zu bekommen!

Lobia - Schwarzaugenbohnen (bringt Glück für 2 Personen):

1 Tasse getrocknete Schwarzaugenbohnen (1 Tasse = 1/8 Liter)
3 Tassen Wasser
Salz
2 EL Sesamöl, helles
1/4 TL Kreuzkümmel-Körner (Cumin), im Mörser leicht zerstoßen
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
etwas getrocknete (oder frische) Chilli
1/2 EL Tomatenmark
1/2 - 1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)

Die Schwarzaugenbohnen in etwas Wasser mindestens über Nacht einweichen (meine waren fast einen ganzen Tag im Wasser). Dann abgießen (!), in einem Topf mit den 3 Tassen Wasser und etwas Salz zum Kochen bringen, die Herdplatte herunterschalten, und köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind (ca. 30 bis 45min - geht noch schneller in einem Schnellkochtopf!) - es wird etwas Wasser übrig bleiben, nicht wegleeren!
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Zwiebel zusammen mit dem Kreuzkümmel hellbraun rösten, dann Garam Masala, Chilli und Tomatenmark hinzufügen und kurz weiterrösten. Diese Gewürze nun zu den weichgekochten Bohnen geben, falls gewünscht noch Wasser hinzufügen. Köcheln lassen, bis die Soße sämig ist (das kann schon noch15 bis 20 Minuten dauern). Mit Reis oder Chapati servieren.


Ich habe die Bohnen mit Gewürzreis und Gemüsecurry kombiniert. Im Curry war auch noch ewas Mangold drinnen - grünblättriges Gemüse, am Neujahrstag gegessen, soll auch Wohlstand bringen. Dann bin ich ja gut für 2011 gerüstet!

Und weil mir die Böhnchen so viel Glück gebracht haben, gibt es jetzt noch mehr Totally Veg! für euch. Ich bin nun auch auf Twitter und auf Facebook vertreten (dort werden auch die aktuellen Posts zusätzlich gepostet)! Ich hoffe, dass wir dadurch noch mehr Austausch haben, und über das wunderbare vegane Leben und leckere Rezepte plaudern können... See you there!

Jumat, 12 November 2010

Vegan MoFo IX

 Brussel sprouts - some people don't like them, and I can't understand why! Maybe they haven't eaten any good brussel sprouts yet. Here's how I like them: I steam them until they are tender. Meanwhile, I sauté 3 - 4 minced garlic cloves in 2 tablespoons of olive oil. Then I add the steamed sprouts, add a little agave syrup (to take away their slightly bitter taste), some salt and sauté them for 2 minutes or so longer. Done!




Kohlsprossen - manche mögen sie nicht, was mir ein Rätsel ist! Vielleicht haben diese Leute noch nie gute Kohlsprossen probiert. So mag ich sie am liebsten: Ich dämpfe sie bis sie bissfest sind. Inzwischen dünste ich 3 - 4 gepresste Knoblauchzehen in 2 Esslöffel Olivenöl an. Dann gebe ich die Kohlsprossen dazu, ein bisschen Agavensirup (um ihnen den leicht bitteren Geschmack zu nehmen), ein wenig Salz und dünste das ganze ungefähr 2 Minuten länger. Fertig!

Senin, 08 November 2010

Vegan MoFo VI



Back from the weekend! And I have a recipe for you, that's really yummy and also very quick. During this season, napa cabbage is everywhere and until recently, I didn't know what to do with it besides putting it in salads - boring! But now I've discovered this delicious meal.


Quick Napa Cabbage Curry - Glutenfree (for two)
1 Onion,diced
2 garlic cloves, minced
1 tablespoon oil
1/2 Bell Pepper (mine was orange, but use whatever color you like),diced
1 carrot, sliced
300 Grams Napa Cabbage, cut into 2cm strips
1 tablespoon curry paste (from the Asian market - choose green, red or yellow!)
200 - 250ml  coconut milk
1/2 - 1 tablespoon soy sauce

Heat the oil in a pot on medium high heat. Add the onion, garlic, bell pepper and carrot and sauté for about 2 - 3 minutes, or until the onions are translucent. Add the curry paste and the cabbage, stir a little to incorporate the curry paste and sauté for a minute longer. Add the coconut milk, put the lid on the pot and let the curry simmer for about 5 to 10 minutes, until the cabbage has wilted a little, but is still crisp. Season with soy sauce. Serve over (brown) rice.




Zurück vom Wochenende! Und ich habe ein tolles, leckeres Rezept mitgebracht, das ganz schnell geht. Während dieser Jahreszeit quellen die Gemüseregale geradezu über vor Chinakohl, und bis vor kurzem wusste ich nichts damit anzufangen, als den Chinakohl in Salat zu schneiden - langweilig! Aber jetzt habe ich dieses fantastische Rezept kennengelernt:


Schnelles Chinakohl Curry - Glutenfrei (für zwei Personen)
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 EL Öl
1/2 Paprika, gewürfelt (meiner war orange, aber jede andere Farbe ist auch ok!)
1 Karotte, in Scheiben
300 Gramm Chinakohl
1 EL Curry-Paste (aus dem Asia-Markt, rot, grün oder gelb!)
200 - 250ml Kokosnussmilch
1/2 - 1 EL Soja-Soße

Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Karotte dazugeben und dünsten, bis der Zwiebel glasig ist. Die Curry-Paste und den Chinakohl dazu, und rühren, bis die Paste halbwegs verteilt ist, und ca. 1min weiterdünsten. Mit Kokosnussmilch aufgießen, Deckel drauf, und 5 - 10 min köcheln lassen, bis der Chinakohl etwas zusammengefallen, aber noch knackig ist. Mit Soja-Soße abschmecken. Über (Natur-)Reis servieren.

Jumat, 05 November 2010

Vegan MoFo V


As a child, I hated baked apples - I don't even know why. Maybe I was a chocolate girl. But now, I love the soft apples, the sweet syrup, the warm cinnamon - delicious! Plus, it's a very easy dessert. Here's how I do it: Remove the core from 2 apples - it does not matter if you have to poke all through the apple. Put each apple on a piece of aluminium foil. Mix 1/4 cup brown sugar with 1 teaspoon of cinnamon. Now stuff the holes in the apples - divide the sugar mixture evenly between the apples and top with 1 tablespoon of vegan butter each. Wrap the apples tightly into the foil. Bake in the oven (375 degrees Fahrenheit) for 15 to 25 minutes, until tender. Put them in small glass bowl, open them carefully, and turn them upsidedown with one quick move! There you have it - yummy vegan baked apples.


Als Kind hasste ich Bratapfel, aber ich weiß gar nicht recht, warum. Vermutlich war meine Liebe zu Schokolade übermächtig. Aber mittlerweile weiß ich Bratäpfel zu schätzen - das weiche Fruchtfleisch, der klebrige Sirup, das Zimtaroma, köstlich! Außerdem ist dieses Dessert sehr einfach zubereitet. Ich mache das so: Entfernt den Kern von 2 Äpfeln - es macht nichts, wenn das entstehende Loch bis unten durchgeht. Setzt die Äpfel auf jeweils ein Stück Alu-Folie. Mischt 4 - 5 EL braunen Zucker mit 1 TL Zimt. Die Löcher in den Äpfeln werden jetzt gleichmäßig mit dem Zucker-Mischung und mit jeweils 1 EL veganer Butter gefüllt. Die Äpfel fest in die Alu-Folie einpacken, und im Ofen bei 180 Grad Celsius ca. 15 bis 25 Minuten backen. Dann die Äpfel jeweils in eine kleine Schale setzen, vorsichtig oben öffnen, und schnell umdrehen und in die Schale hineinstürzen. Hurrah, leckere vegane Bratäpfel!

Minggu, 17 Oktober 2010

The Stressed-Out Vegan

Ich will hier echt nicht jammern. Aber - ich habe momentan ganz schön viel um die Ohren. Ich mag meine Arbeit, und mache sie gerne, nur fällt es mir oft schwer, viel zu arbeiten und gleichzeitig gesund und lecker zu essen. Aber ich glaube, dass der "Gesund"-Aspekt gerade dann so wichtig ist, wenn man viel Stress hat, denn Essen voller Nährwerte und Vitamine treibt einen an, und lässt einen alles aushalten. Fast Food hingegen (dem ich auf keinen Fall abgeneigt bin, siehe auch dieser Post) bietet einfach nicht die nötige Qualität, um einen durch den anstrengenden Alltag zu führen - das ist zumindest meine Erfahrung! Viel weißes Mehl, viel weißer Zucker, viel verarbeitete Produkte laugen mich eher aus und rauben mir meine Energie. Leider ist der Griff zu Fertigprodukten oft sehr verlockend, besonders wenn die Zeit mal wieder knapp ist. Aber mit ein paar ein wenig Planung geht gesunde Küche auch super-flott, und ein paar von meinen Tipps will ich hier mit euch teilen.



Frühstück ist meiner Meinung nach super-wichtig. Es regt den Stoffwechsel an, füllt den Magen und bringt einen voller Power durch den Vormittag. Ich fühle mich am besten, wenn auch frisches Obst dabei ist.  Meistens ist das bei mir eine gestampfte Banane (oder anderes Obst) und ein Fruchtjoghurt. Geht auch schnell!






Ich arbeite den ganzen Tag und nehme mir mein Mittagessen mit - das ist billiger, gesünder, und vor allem sicher vegan. In meiner Kategorie "Vegan im Büro" seht ihr ein paar Eindrücke. Oft nehme ich Reste vom Abendessen mit, die ich kalt essen kann - Nudelaufläufe, gegrilltes Gemüse, Eintöpfe mit viel Reis, Pizza. Wenn nichts überbleibt, dann mache ich am Abend einen einfachen Salat mit Vollkorn-Nudeln oder Kartoffeln - mit viel Gemüse und einem Dressing aus veganem Joghurt, Mayo und Senf, oder auch mit Pesto - yum! Konkrete Arbeitszeit ist hier vielleicht eine Viertelstunde, denn die Kartoffeln oder Nudeln kochen sich ja von selbst! Oft gibt es auch Sandwiches mit Vollkornbrot, mit einem fertigen veganen Aufstrich und Gemüse. Als Nachspeise einfach frisches, saisonales Obst oder Trockenfrüchte. Wichtig: Ich richte mir meinen Lunch immer schon am Vorabend her - in der Früh kann ich mich gar nicht motivieren, irgendwas zu kochen (außer die Brote herzurichten vielleicht, die gehen schnell). Als schnellen Snack am Nachmittag liebe ich Reiswaffeln. Die werden aus Vollkorn-Reis hergestellt und schmecken mir einfach super (für eine etwas süßere Knuspererfahrung gibt es auch welche mit Schoko, yummy!).


Ich esse abends meine warme Mahlzeit des Tages. Wenn ich viel zu tun habe, dann bieten sich Suppen einfach an - man schnippelt ein paar Zutaten, sie kocht von alleine. Meine "Suppe für Faule" geht echt schnell, ist voll gesunder Zutaten und tut gut bei kaltem Wetter. Unten findet ihr noch ein Rezept für Mangold-Suppe, sehr gesund und das Gemüse ist auch flott geschnitten. Ein Hit bei wenig Zeit sind auch Nudelgerichte (mit Vollkorn-Nudeln), natürlich klassisch mit Tomatensoße oder z.B. Spaghetti Carbonara, die wirklich schnell zubereitet sind. Ein guter Tipp ist auch, etwas (Natur)-Reis vorzukochen, damit man dann unter der Woche schon Reis hat, und nicht mehr lange damit herumköcheln muss. Dann können schnell ein paar Zutaten geschnitten werden - Karotten, Brokkoli, Zwiebel, die angedünstet und mit Sojasoße und etwas Chilli-Soße abgeschmeckt werden. Schmeckt auch toll und ist gesund!


Mangold-Suppe (glutenfrei)
1 Bund Mangold
1 große Karotte
1 Stück Sellerie oder 1 Pastinake
2 Zehen Knoblauch 
1 EL Öl
1 Dose gestückelte Tomaten
800ml Gemüsebrühe

Den Mangold gut waschen, die Blätter plus einen kleinen Teil der Stiele abtrennen. Die Stiele klein würfeln, die Blätte in Stücke schneiden. Die Karotte klein würfeln, genauso wie den Sellerie oder die Pastinake. Das Öl in einem Topf erhitzen, und die Mangold-Stiele, Karotte, Knoblauch und Sellerie / Pastinake kurz dünsten. Dann die Blätter & Tomaten dazu, und mit Gemüsebrühe aufgießen. Köcheln, bis die Karotte weich ist und die Mangold-Blätter zart.





Und eines sollte man nicht vergessen - geht es mal gar nicht anders, kann man schon mal auswärts essen: Sowas wie einen leckeren veganen Döner mit frischem Gemüse, der gleich noch ein paar Vitamine liefert.

Was sind eure Tipps für anstrengende Tage und schnelle Küche?

Minggu, 10 Oktober 2010

Herzlich herbstlich

Hurrah, endlich richtig Herbst! Herbst ist meine allerliebste Jahreszeit, ich mag die bunten Blätter an den Bäumen, den Nebel in der Früh, die goldene Herbstsonne und natürlich auch alles Essbare, was der Herbst so zu bieten hat: Kürbisse, Äpfel, wärmende Aufläufe und Suppen! Also los, feiert den Herbst mit mir! Was gefällt euch im Herbst am besten?


Linsensuppe (Glutenfrei)

1 - 2 EL Öl
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kleine Karotte
1 EL Tomatenmark
190 Gramm rote Linsen, kurz abgespült
900ml Gemüsesuppe
1 1/2 TL Cumin
1 Messerspitze Koriander
1 Messerspitze Chili-Pulver, mehr nach Belieben
2 EL Zitronensaft
Salz

Zwiebel & die Karotte schälen und würfeln. Das Öl in einem Suppentopf erhitzen, Zwiebel & Karotte dazugeben und andünsten, bis der Zwiebel weich ist. Den gepressten Knoblauch und das Tomatenmark hinzufügen, und ca. 2 Minuten weiter andünsten. Linsen, Suppe, Cumin, Koriander und Chili-Pulver dazugeben und köcheln lassen, bis die Linsen weich sind (ca. 20 bis 30 Minuten). Den Zitronensaft dazugeben, mit Salz und ev. mehr Chili-Pulver abschmecken.



Herbstlicher Apfelkuchen

250 Gramm Mehl
2 TL Natron (= Speisesoda)
1/2 TL Backpulver
2 TL Zimt
110 Gramm vegane Butter (Margarine, z.B. von Alsan)
350 Gramm brauner Zucker*
2 Ei-Ersatz (z.B. eine fertige Mischung aus dem Reformhaus, oder 1 EL geriebene Leinsamen + 3 EL Wasser)
4 Äpfel, geschält, 2 klein gewürfelt, 2 gerieben

Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine Tortenform einfetten. Den Ei-Ersatz nach Packungsanleitung anrühren (oder die Leinsamen mit Wasser vermischen). Mehl, Natron, Backpulver, und Zimt in einer großen Schüssel vermischen. Die Butter zerlassen (geht schnell in der Mikrowelle), und zusammen mit dem Zucker, den Äpfeln (geriebene + gewürfelte) und dem Ei-Ersatz verrühren. Die Mehl-Mischung hinzufügen und vorsichtig verrühren, nur so lange, bis es vermischt ist (ohne Handmixer!). Den Teig in die Tortenform füllen, und ca. 30 - 35 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt.

*kommt etwas auf die Süße der Äpfel an. Am besten den Finger in den ungebackenen Teig stecken und kurz kosten, und sonst etwas mehr Zucker hinzufügen!

Minggu, 03 Oktober 2010

Glutenfrei mit Katie

Meine liebe Freundin Katie kann kein Gluten essen. Ich hatte zwar schon von der Zöliakie (= Glutenunverträglichkeit) gehört, anfangs war ich trotzdem etwas verwirrt, was Gluten eigentlich genau ist. Gluten ist im Prinzip das Klebereiweiß, das in den Samen von Getreidearten vorkommt (hier ist auch der Wikipedia-Link, wenn es wer noch genauer wissen möchte). Gluten kommt vor in Getreiden wie Weizen, Dinkel, Roggen, und Gerste, und auch in allen Produkten, in denen diese Getreidesorten enthalten sind. Katie und ich wollten trotzdem gemeinsam essen, und es sollte natürlich vegan und auch glutenfrei sein. Zu Beginn musste ich wirklich etwas nachdenken, was ich denn kochen könnte, da mein Speiseplan doch sehr gluten-lastig ist: Sandwiches, Brot mit Aufstrichen, Nudeln in allen Variationen, Burger, Produkte aus Seitan... Klar, es gibt auch glutenfreies Brot und Nudeln im Geschäft zu kaufen, leider ist der Geschmack oft leider nicht so toll, besonders, wenn man nicht weiß, welche Marken besser schmecken als andere. Darum suchten wir nach Rezepten, die von Haus aus vegan und glutenfrei waren. Und eigentlich ist das gar nicht so schwierig - man muss nur ein bisschen über den Tellerrand schauen, und plötzlich sieht man viele Möglichkeiten. Wir hatten also immer leckeres Essen, und nebenbei auch viel Spaß, gemeinsam über Rezepte zu plaudern. Leider fliegt Katie in den nächsten Tagen zurück in ihre Heimat, den USA. Wir werden sie sehr vermissen. Zu Ehren von Katie werde ich daher in Zukunft meine Rezepte kennzeichnen, die glutenfrei sind, und dann habe ich ein tolles Repertoire, wenn Katie und ich wieder gemeinsam essen und lachen.


Kürbis-Eintopf
2 EL ÖL
1 kg Kürbis (meiner war ein Butternut Kürbis)
1 große Karotte
2 kleine Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Zimtstange (+ 1/4 TL gemahlenen Zimt, optional)
2 gehäufte TL Cumin
1 kleine getrocknete Chilli-Schote, zerrieben (oder etwas Chilli-Pulver)
400 - 500 ml Gemüsesuppe (eine glutenfreie, manche enthalten Weizen!)
1 Dose Tomaten
1 Dose Kichererbsen
Etwas Zitronensaft
Salz

Den Kürbis schälen und würfeln, die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln würfeln. Das Öl in einem großen Suppentopf heiß werden lassen, den Zwiebel hinzufügen und andünsten, bis er weich ist. Den Knoblauch pressen, hinzugeben, und 1 Minute weiterdünsten. Kürbis, Kichererbsen, Karotte, Chilischote, Tomaten, Suppe, Cumin und die Zimtstange hinzufügen, und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Mit etwas zusätzlichem Zimt, einem Spritzer Zitronensaft, und etwas Salz abschmecken. Über Quinoa oder Reis servieren.

Eine leckeres, glutenfreies Essen ist auch Sushi. Es macht Spaß, gemeinsam die Rollen zu machen - es ist nur wichtig, eine glutenfreie Soja-Soße zu kaufen, da klassische (chinesische) Soja-Soßen Weizen enthalten. Am besten man kauft Tamari, japanische Soja-Soße, die ist meistens ohne Weizen. Wie immer, einfach das Etikett checken! PS: Das sind meine ersten selbstgemachten Sushi-Rollen. Zwar etwas unförmig, gut waren sie trotzdem!


Da ich im glutenfreien Backen nicht sehr geübt bin, vertraute ich auf eine Backmischung von Bauckhof (im Bio-Markt erhältlich), die genaue Instruktionen geben, wenn man den Kuchen vegan zubereiten will, sehr praktisch! Ich fügte zusätzlich noch etwas Vanille-Extrakt in den Teig hinzu (man könnte auch etwas Bourbon-Vanille nehmen), und belegte den Teig mit 3 Äpfeln, die ich vorher geschält und in dünne Scheiben geschnitten und mit ca. 60 Gramm braunem Zucker und 1/2 TL Zimt vermischt hatte. Die Backzeit verlängerte sich auf fast eine Stunde, wobei ich nach einer halben Stunde den Kuchen mit Alufolie abdeckte. Der Kuchen war superlecker, also wenn ihr glutenfreie Freunde habt, freuen sie sich sicher über etwas Selbstgebackenes!!

Yummy, yummy Apfelkuchen!